Radwandertour an Saar und Mosel (23.-28.09.2015)

Römerbrücke in Trier, die älteste Brücke nördlich der Alpen
  Wennigsen (Deister): Wennigsen | Der Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. unternahm Ende September unter der Leitung von Manfred Volmer eine sechstägige Radwanderung bei herrlichstem Sonnenschein durch eine der schönsten Flusslandschaften Europas, die Weinanbaugebiete von Saar und Mosel. Mit der Bahn erreichte die Gruppe den Ausgangspunkt Ayl, gelegen in einer malerischen Talweite zu Füßen der international bekannten Weinberglage „Ayler Kupp“ an der Saar. Diese Gemeinde war Ausgangspunkt für die ca. 180 km lange kulturlandschaftliche Erkundungstour.
Die erste Radrundwanderung führte flussaufwärts über Saarburg durch das romantische Saartal bis zur berühmten Saarschleife in Mettlach und wieder zurück durch diese einzigartige Landschaft. Einige Radler, überwältigt von der Schönheit der Natur, bevorzugten die erholsame Rückfahrt auf einem Ausflugsschiff durch das romantische Saartal gesäumt von Wäldern, bizarren Felsenlandschaften und steilen Weinberghängen. Eine Schleusenfahrt durch die größte deutsche Schleuse, die an einem natürlichen Flusslauf liegt, bei Serrig mit 14,5o m Hubhöhe, war das Erlebnis. Am späten Nachmittag schloss sich noch ein Spaziergang durch die romantische Altstadt von Saarburg mit ihrer tausendjährigen Geschichte an. Hauptattraktion ist ein 20 Meter über Felskaskaden herabstürzender Wasserfall am Flusslauf mitten durch die malerische Altstadt. Von Saarburg waren die Kneippianer sofort verzaubert und genossen eine Ruhepause in einem der zahlreichen Altstadt-Cafés.
Am Folgetag führte die Route Saarabwärts über Konz und Trier, dem Zentrum der Antike, bis nach Schweich. In der Nähe von Konz passierten die Radler die eindrucksvolle Mosel-/ Saarmündung. Weiter ging es zur Stadt Trier, die einst zu den größten Metropolen des Römischen Reiches zählte. Nirgendwo sonst nördlich der Alpen ist die alte Römerzeit so authentisch zu erleben wie hier, dem Zentrum der Antike in Deutschland. Eine Stadtführung in Deutschlands ältester Stadt mit den vielen historischen und interessanten Baudenkmälern mit Einblicken in die römische Stadt- und Alltagsgeschichte, durfte nicht versäumt werden. U.a. beeindruckten das Wahrzeichen von Trier, das römische Stadttor Porta Nigra aus dem 2. Jahrhundert, das Dreikönigenhaus, der Dom, die römische Palastaula – Basilika, das Kurfürstliche Palais und der Hauptmarkt. Die aus rotem Sandstein errichtete Römerbrücke auf römischen Grundpfeilern aus dem 2. Jahrhundert ist die älteste Brücke nördlich der Alpen.
Vom Übernachtungsquartier Schweich aus wurde im weiteren Verlauf der Route die historische Umgebung entlang der Römischen Weinstraße entlang der Mosel mit dem Fahrrad erkundet. Während der Rundwanderstrecke, u.a. vorbei an der Mosel-Staustufe Detzem, genossen die Kneippianer die Sonnenwärme des Schiefergesteins. Entlang des Wegs konnten Weinbauern bei ihrem Arbeitseinsatz beobachtet werden, denn die Weinernte hatte bereits begonnen. Fantastische Ausblicke auf die steilen Weinberghänge entlang der Flussläufe erweckten allseits den Wunsch, die Abende bei einem Glas des regionalen Weins ausklingen zu lassen.
Von Schweich aus führte die Route zurück zum Ausgangsort auf der gegenüberliegenden Moselseite, so dass sich die einzigartige Landschaft mitunter in neuem Glanz zeigte. Und zum Abschluss des Aufenthaltes nutzte noch eine Radlerin die Gelegenheit, den Aussichtspunkt Cloef zu erklimmen, um von dort oben aus den überwältigenden Blick auf die Saarschleife zu genießen. Von dieser Erlebnisradtour am Rande des Rheinischen Schiefergebirges bei hochsommerlichen Temperaturen im Herbst werden alle Mitradler sicher noch lange schwärmen.
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