Radtour zum Felsenkeller

Wennigsen (Deister): Wennigsen | Zum traditionellen Saisonabschluss der diesjährigen Radtouren im Oktober bei hochsommerlichen Temperaturen fuhren die Radler des Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. unter der Leitung von Manfred Volmer und Christa Hahne teilweise auf dem Radweg „Grüner Ring“ Richtung Lauenau. Während der 40 km langen Strecke ausgehend vom S-Bahnhof Barsinghausen erfreuten sich alle 19 Pedalritter am herbstlichen Sonnenschein im Oktober. Ein Zwischnstopp wurde am „Krater“ von Bad Nenndorf eingelegt, einem gemauerten Ringwall, in der Nähe des kleinen Zoos. Seit Jahrtausenden gelangt das aus dem Deister abfließende Wasser an dieser Stelle an die Oberfläche und Kalkablagerungen geben dem Quellteich das Aussehen eines Vulkankraters. Die konservierende Wirkung dieses sauerstoffarmen Kalkwassers führte bereits im 19. Jahrhundert dazu, dass Blumengestecke im Quellbrunnen versenkt wurden, um ihr frisches Aussehen über Monate beizubehalten, z.B. im Rahmen einer Hochzeit. Kurgäste warfen z.B. Geldstücke in den Brunnen in der Hoffnung auf baldige Genesung.

Die Strecke verlief weiter entlang bereits abgeernteter Felder durch Rodenberg und unter der Autobahn hindurch bis zum Ortseingang von Lauenau, stets den Blick auf den südlichen Deister mit seiner herbstlichen Farbenvielfalt gerichtet.
Im Gartenrestaurant des Brauhauses Felsenkeller in Lauenau durften sich die Radler eine wohlverdiente Verschnaufpause gönnen. Hier wird bereits seit mehr als 150 Jahren das Rupp'sche Bier in traditioneller Weise gebraut - zunächst in der alten Brauerei im Ortskern und seit ca. 1900 im Betrieb an der Feggendorfer Straße. Der aus Ingolstadt stammende Sebastian Rupp erwarb 1861 die Brauerei und führte die in Bayern übliche Art des Bierbrauens in Lauenau ein. Am Hoppenberg errichtete er einen Eiskeller mit Ausschank, den heutigen Felsenkeller. Die Brauerei Rupp-Bräu ist eine der ältesten Brauereien in Niedersachsen.

Zurück verlief die Radstrecke in umgekehrter Richtung und führte somit zu wundervollen Aussichten zu den Ausläufern des Weserberglandes.
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