Kneippianer starten in die neue Zweirad-Saison (16.04.2016)

an der Schleife Ronnenberg - Gehrden (zwischen Kalihalde und Benthe)
Wennigsen (Deister): Wennigsen | Zum Start in die diesjährige Radsaison radelten am 16. April unter der Leitung von Wernhard Thielemann fünfzehn Kneippfreunde auf dem „Ronnenberger Band“ durch alle sieben Stadtteile; unterwegs ergaben sich interessante Ausführungen zur Heimatkunde der einzelnen Ortsteile. Die noch in den Knochen sitzende Frühjahrsmüdigkeit wurde durch den frischen Wind schnell vertrieben. Dunkle Regenwolken verschwanden schnell in der Ferne und allmählich wurden die Radler von der Sonne eingeholt.

Beim herrlichen Anblick der Umgebung in der klaren Luft wurde jedem schnell warm ums Herz. Die 40 km lange Tour verlief von Wennigsen aus über Weetzen mit seiner wunderschönen Kapelle durch die Ortsteile Vörie und Linderte, und weiter zu den Stapelteichen, einem riesigen Feuchtbiotop mit einer Schutzhütte, von der u.a. viele Zugvögel und sogar grasende Büffel ungestört beobachtet werden können. Das Gebiet ist entstanden durch das ehemalige Absatzbecken der Weetzener Zuckerfabrik. Mittlerweile entwickelten sich die Wasserflächen und Gebüsche zu einem wichtigen Lebensraum für wildlebende Tier- und Pflanzenarten.

Durch Ihme-Roloven gelangte die Gruppe bis nach Ronnenberg, wo an der im 12. Jahrhundert errichteten Michaeliskirche ein kleiner Stopp eingelegt wurde. Nun führte die Strecke erneut auf ruhigen Feldwegen bis nach Empelde. Nach einer Mittagspause verlief die Strecke zum ehemaligen Kalisalzbergwerk. 1898 begann in Ronnenberg der Kalisalzbergbau mit dem Abteufen von Schacht Albert. 1905 nahm das Ronnenberger Werk die Förderung auf, doch 1972 drang Wasser in einen nicht mehr bewirtschafteten Teil des Bergwerks und drei Jahre später durchbrach eine Süßwasserader die Schachtwand. Das Bergwerk musste infolge der Schäden aufgegeben werden; es ergaben sich teilweise Bodensenkungen und Einbrüche im Stadtgebiet Ronnenberg. Unterhalb der Rückstandshalde in Empelde, die mit Bauschutt und Humus zwecks Renaturierung umgeben wird, befindet sich das sehr interessante Niedersächsische Museum für Kali- und Salzbergbau.

Die Drahtesel gelangten anschließend unter der B 65 hindurch nach Benthe und weiter zu den Kreuzsteinen „Die Sieben Trappen“; eine Sage um dieses Baudenkmal der Steine stellt eine Mahnung zur Ehrlichkeit dar. Aufgrund des sonnigen Himmels und der in Blüte stehenden Sträucher am Wegesrand der ruhigen und sehr informativen Strecke waren sich die Radler auf der Rückfahrt Richtung Deister einig – eine Radtour an einem Sommertag wäre nicht reizvoller gewesen.
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