Kneippianer sind begeistert von der unbekannten Welt der Ikonen

Wennigsen (Deister): Wennigsen | Mit siebzehn interessierten Kneippmitgliedern fuhr Christa Hahne am 28. Januar mit der S-Bahn nach Neustadt, um nicht nur das älteste Haus kennen zu lernen, sondern auch einen bleibenden Eindruck aus der Welt der Ikonen zu erhalten.

Im „Storchenhaus“, dort wo seit vielen Jahrzehnten gerne die Störche das Nest nutzen, und das einzige nach einem im Jahre 1727 verheerenden Feuer übrig gebliebene Haus, wurde die Gruppe von Barbara Teubner, Deutschlands bekannter Ikonenmalerin, empfangen. Dem Nachmittag mit Kaffeetafel in dem historischen Gebäude, einem Film über die Herstellung einer Ikone und dem Blick in die Malschule schloss sich eine einstündige Führung durch die Ausstellung an. Gemäß Aussage der orthodoxen Christin Barbara Teubner werden Ikonen „geschrieben“ und nicht gemalt, „denn Ikonografen sind Schreiber des heiligen Wortes“.

Die Ausstellung umfasst neben russischen und griechischen Ikonen, u.a. aus dem 17. und 18. Jahrhundert, zusätzlich mehr als 200 eigene Werke der Ikonografin Barbara Teubner. Darunter befindet sich ein dreiflügeliger Altar-Triptychon, den die Künstlerin für die Expo 2000 anfertigte.

Zahlreiche Bilder u.a. von Bibelgeschehnissen beeindruckten die Gruppe sehr. Holztafeln werden mit 24 karätigem Blattgold vergoldet und gemäß der traditionellen Maltechnik, dem Malkanon, werden die Ikonen von der Künstlerin mit Eitempera-Farbe, die u.a. gemahlene Halbedelsteine beinhaltet, handbemalt. Begonnen wird mit dunkler Grundfarbe und stufenweiser Aufhellung mit bis zu 20 Schichten sowie hochkarätigem Blattgold, so dass eine Ikone von oben Licht erhält und von innen heraus strahlt.
Erst durch eine orthodoxe Priesterweihe entsteht aus der bemalten Holztafel eine Ikone. Die Werke von Frau Teubner sind mittlerweile in zahlreichen Kirchen zu bewundern, u.a. in der Serbisch-Orthodoxen Sava-Kirche am Mengendamm in Hannover.

Beeindruckt von dem Besuch des Ikonenmuseums in Neustadt und dieser ganz fremden religiösen Welt mit den faszinierenden Exponaten in all den leuchtenden Farben verabschiedeten sich die Kneippfreunde nur sehr zögerlich.
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