Kneippianer schauen sich hinter den Mauern des Klosters Wennigsen um (21.10.2015)

Wennigsen (Deister): Wennigsen | Während einer Führung mit der Kirchenführerin Frau Kanz durch die historischen Räume des Klosters Wennigsen und der Kirche, die eine bauliche Einheit bilden, erfuhren die Teilnehmer des Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. am 21. Oktober viel Neues. Wennigsen ist eng mit der 800-jährigen Klostergeschichte verbunden, doch nur Wenige nutzen die Chance, einmal einen Blick hinter die Klostermauern zu werfen. Die Kneippfreunde erlebten eine Führung ganz besonderer Art durch Kloster, Kirche und Klostergarten sowie durch deren Geschichte.
Das Kloster Wennigsen ist bis heute ein evangelischer Frauenkonvent geblieben und gehört zu den fünf Calenberger Klöstern. Das etwa um 1200 gegründete Kloster wird von der Klosterkammer Hannover verwaltet und galt bis zur Reformation als Marien-Wallfahrtsort. Im 13. bis 15. Jahrhundert wurde die Klosterkirche u.a. im nördlichen Bereich und im Kirchenschiff um Gebäudeteile erweitert und um 1520 wurde die Kirche nochmals durch ein südliches Seitenschiff vergrößert. Die Zuwendungen von adligen Familien aus dem Calenberger Land trugen hierzu bei.
Im Eingangsbereich fällt der Blick auf ein noch gut erhalten gebliebenes Bogenfeld vom früheren Haupteingang (Tympanon) des Vorläufers der Klosterkirche, einer romanischen Kirche. Die während der Reformation verschwundene Marienfigur aus der Gründungszeit des Klosters, das Ziel des ehemaligen Wallfahrtsortes, war von den Nonnen eingemauert worden und wurde 1908 bei Arbeiten zum Einbau einer Heizungsanlage wiederentdeckt. Heute ist sie mit anderen bei dieser Gelegenheit wieder aufgefundenen Statuen ausgestellt. Das "Haus für Stille und Begegnung", Teil der Klosteranlage, öffnet seine Tore für Menschen von nah und fern, für Meditationskurse und Seminare. Und unmittelbar neben dem Kloster steht das Johanniterhaus, Zentrum des Johanniterordens in Norddeutschland, das u.a. als Seminarhotel des Johanniterordens genutzt wird.
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