Kneippianer reisen zu den schönsten Städten Polens (11.09.-17.09.2016)

Wawel (Schloßberg in Krakau)
 
Posen (Rathaus)
Wennigsen (Deister): Kneipp-Treffpunkt | Mit Spannung begaben sich 47 Kneippfreunde Mitte September auf eine Busreise in das benachbarte Polen. Für viele der unternehmungsfreudigen Kneippianer war das Nachbarland eigentlich gar nicht so weit entfernt, aber doch so fremd. Es gab keine großen Erwartungen und daher wurden die meisten Mitreisenden durchweg positiv überrascht. Gemeinsam mit dem Buspiloten und der polnischen Reiseführerin haben sich die Kneippianer treiben lassen, um viel Schönes und Spannendes auf kleinem Raum zu finden. Spontan neue Dinge zu entdecken machte einfach allen großen Spaß.
Die Rundreise startete in Poznan (Posen), der Stadt, die genau in der Mitte zwischen Berlin und Warschau liegt. Faszinierend war, wie viel abends rund um den Marktplatz los war. Durch die Altstadt mit den kleinen Gassen und Cafés ließ es sich sehr gut schlendern und hinter jeder Ecke wartete etwas Interessantes. Die liebevoll gestalteten farbigen Häuserfassaden strahlen noch den Charme vergangener Zeiten aus und die neben dem wundervollen Rathaus stehenden bunten Giebelhäuser mit Laubengängen waren einst ein Ort, wo das kaufmännische Leben florierte. Auch ein Besuch der Dominsel mit der ersten Kathedrale Polens aus dem 10. Jahrhundert, Wiege der polnischen Christianisierung und der ersten Könige des Landes, durfte nicht fehlen.
Weiter verlief die Reise in die Hauptstadt Warschau, mit einer Hochhaussilhouette, die vom Aufbruch der letzten Jahre zeugt. Die Besichtigung begann mit einem Spaziergang durch den herrlichen Lazienski-Park, einer 76 ha großen Park- und Palastanlage mit dem Chopin-Denkmal von 1904, wo im Sommer sonntags kostenlose Klavierkonzerte stattfinden. Beim Stadtrundgang durfte die Gruppe laufend eine Mischung aus Alt und Neu erleben. Nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg ist die Stadt wieder aufgebaut worden. Das historische Zentrum und Herzstücks Warschaus, die pittoreske Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und dem Markt, wurde vollkommen rekonstruiert und von der UNESCO in Anerkennung dieser Meisterleistung als einzige Nachbildung auf der Welt zum Weltkulturerbe erklärt. Der Stadtrundgang führte u.a. auch zum Präsidentenpalais, das Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut wurde, und zum prächtigen Schloss mit Blick zu den Stränden auf der anderen Seite des Weichsel-Flusses.
Auch ein Privatkonzert in einem kleinen Schlösschen stand auf dem Programm; denn schließlich feierte Frédéric Chopin (1810-1849) hier erste Erfolge, doch erst in Paris entwickelte er sich zum gefragten Pianisten und Komponisten.
Auf der Weiterfahrt übers Land bis nach Krakau ergaben noch zwei weitere Haltestationen mit Besichtigungen. Krakau, das von der UNESCO zu einer der zwölf bedeutendsten historischen Städte der Welt erklärt wurde, wirkt mit seinen 140 Kirchen, 70 Palästen und 5000 historischen Bürgerhäusern tatsächlich wie ein Kunstwerk. Während des Krieges blieb diese Stadt nahezu unzerstört. Herz der Altstadt ist der Hauptmarkt; Straßencafés, historische Bürgerhäuser sowie die Renaissance-Tuchhallen und auch das Wahrzeichen der Innenstadt, die Marienkirche, bieten ein besonderes Flair.
Ein besonderes Highlight auf der Reise war natürlich der Spaziergang zum Krakauer Schlossberg, zum Wawel, mit der großen Kathedrale und dem Königsschloss. Viele Fotomotive warteten in den Gassen dieser eindrucksvollen Universitätsstadt. Dank der vielen jungen Menschen ist diese mit prachtvollen Bauten bestückte Altstadt voller Leben. Am Abend hatte der Aufenthalt für die Kneippianer auf dem Marktplatz wirklich etwas Südländisches – es war das genaue Gegenteil unserer Fußgängerzonen, die ab 20:00 Uhr fast menschenleer sind.
Den Abschluss der Rundreise bildete die Stadtführung in Wroclaw (Breslau) mit einem der größten Altmärkte Europas und dem spätgotische Rathaus im Zentrum. Die Dominsel mit der Kathedrale und dem Bischofspalast stellt den ältesten Teil von Wroclaw dar. Und der gemeinsame Spaziergang zur Jahrhunderthalle, einer Show- und Sporthalle, die im Jahre 1913 errichtet wurde, sowie der Besuch der reich verzierten Aula Leopoldina, eine der ältesten Universitäten Mitteleuropas, 1702 gegründet, bleiben ebenso in Erinnerung. Die Stimmung am Abend auf dem großen Markt war geprägt von jungen Menschen; auch die Stadt als solches ist jung, denn erst nach dem Kriegsende und der Vertreibung der deutschen Bewohner wurde die Stadt von polnischen Bewohnern neu besiedelt.
Schon auf der Rückfahrt in die Heimat suchten Einige nach einem Vorwand, bald wieder in das bis dahin unbekannte Nachbarland Polen zu reisen.
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