Kneippianer radeln zu den Hochmoorjuwelen „Hannoversche Moorgeest“(16.07.2016)

Informationszentrum Wedemark-Resse „MoorIZ“
Wennigsen (Deister): Kneipp-Treffpunkt | Bei herrlichem Wetter radelten 26 Kneippfreunde mit Manfred Volmer ins Moor. Ausgangspunkt war der S-Bahnhof Langenhagen-Kaltenweide für die ca. 37 km lange Zweiradtour. Bereits nach wenigen Kilometern durch teilweise bereits abgeerntete Felder erreichte die Gruppe über schmale Wege das Naturschutzgebiet am Bissendorfer Moor - entlang an dicken Moospolstern und vollgelaufenen Gräben mit braunem Moorwasser sowie charakteristischen Pflanzen, wie z.B. Wollgras und Rosmarienheide. Vorbei am Totholz von vermodernden Bäumen, einem Paradies für Kleinsttiere ging es zu einem Aussichtsturm, von dem sich ein eindrucksvoller Blick über diese Moorlandschaft ergab; zu den Eigentümlichkei-ten eines Hochmoores gehörte hier gut erkennbar auch ein Moorsee.

In dieser urwüchsigen Landschaft konnten sich die Kneippfreunde anhand von zahlreichen Informationstafeln ein Bild von den Tätigkeiten der Menschen im Mittelalter machen, die stark in diese Landschaft eingegriffen hatten. Sie wurden durch Moorkultivierung, Torfgewinnung und Entwässerung zerstört oder zumindest beeinträchtigt. Außerdem hatten die Kneippfreunde beim Aufenthalt im Informationszentrum Wedemark-Resse „MoorIZ“ sich in anschaulicher Weise über das LIFE+ Projekt zur Renaturierung der Moore zu informieren (Laufzeit 2012 – 2023).

Zur Erhaltung dieses Lebensraumes erfolgen örtliche Instandsetzungsmaßnahmen, wie z.B. der Rückbau der Entwässerungsgräben durch Grabenanstau. Große Bedeutung haben Moore für den regionalen Wasserhaushalt und die globalen Stroffkreisläufe, denn intakte Moore stellen riesige Senken für Kohlenstoff dar, eine Eigenschaft, die zur Reduzierung des Treibhausgases Kohlendioxid beitragen kann. Auch das Otternhagener Moor, das im weiteren Verlauf angefahren wurde, gehört zusammen mit dem Helstorfer und dem Schwarzen Moor in der Hannoverschen Moorgest zu den wenigen verbliebenen Hochmoor-Juwelen Niedersachsens.

Die Einkehr zum Mittagessen in Otternhagen und die weitere Radstrecke mit der Überque-rung der Leine mit einem kurzen Stopp am Scharnhorst-Denkmal bis zum S-Bahnhof Pog-genhagen führte dazu, dass diese Radtour nicht nur viel Freude gemacht hat, sondern den Teilnehmern auch viel Wissen vermittelte, da Moore ganz besondere urwüchsige Landschaften bzw. Ruhezonen in dieser hektischen Welt sind.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.