Kneippianer erkunden das UNESCO Weltkulturerbe - den Bergpark Wilhelmshöhe (27.07.2016)

Schloss Wilhelmshöhe
  Wennigsen (Deister): Kneipp-Treffpunkt | Wie oft fährt man entlang der Autobahn an Kassel vorbei mit kurzem Blick gen Westen zum Herkulesdenkmal; daher führte die diesjährige Tagestour des Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. unter der Leitung von Christa Hahne mit einem Reisebus direkt zum UNESCO Weltkulturerbe, den Bergpark Wilhelmshöhe.
Der Ausflug begann mit einer Stadtrundfahrt und informativen Erläuterungen zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie z.B. der Martinskirche, dem Ottoneum, dem Museum Fridericianum, und Richtung Karlsaue mit der Orangerie, die leider momentan wegen einer Veranstaltung nicht zugänglich war. Dann führte die Route entlang der Wilhelmshöher Alle und durch den Habichtswald bis hinauf zum Herkulesdenkmal.

Der Herkules, Wahrzeichen von Kassel, thront als 8,30 Meter hohe, in Kupferblech getriebene Nachbildung des antiken Hercules Farnese, auf dem Oktogon im Bergpark Wilhelmshöhe. 1700 bis 1717 ließ Landgraf Karl von Hessen-Kassel vom italienischen Architekten Giovanni Francesco Guerniero das Oktogon (Riesenschloss) mit der Figur des Herkules als krönenden Abschluss der 1,5 Kilometer langen Kaskadenanlage erbauen. Von der Terrassenanlage direkt unterhalb des Denkmals bot sich den Kneippfreunden ein einzigartiger Blick auf die gesamte barocke Parkanlage sowie die Stadt Kassel.

Im Anschluss an eine Mittagspause fuhren die Ausflügler mit dem Bus zum Parkplatz unterhalb des Bergparks und zu Fuß weiter zum Schloss. Von hier aus ergab sich während des geführten Rundgangs auf Ebene des Schlosses ein Einblick in die wunderbare Anlage des Bergparks Wilhelmshöhe, stets mit Blick auf das Herkulesdenkmal. Der Bergpark Wilhelmshöhe ist weltweit einmalig und einer der größten Bergparks Europas. Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten und Attraktionen gehören u.a. das Schloss Wilhelmshöhe und die Wasserspiele, denen die Kneippianer pünktlich um genau 14:30 beiwohnen durften.

Diese Wasserkunst im Bergpark, entstanden unter Landgraf Karl (reg. 1677-1730), war eine architektonische und ingenieurtechnische Ausnahmeleistung damaliger Zeit. Das Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts im Bergpark angestrebte englische Landschaftsbild integrierte das Wasser in den Landschaftspark und Landgraf Wilhelm IX., der spätere Kurfürst Wilhelm I., ließ über den gesamten Park verteilt mehrere Wasserfälle und Teiche, Bäche und Wassersprünge, einen See und ein Aquädukt erschaffen.
Für dieses außergewöhnliche Wasserspiel werden 1.200 m³ Wasser benötigt; hierfür werden Regen- und Schmelzwasser in verschiedenen Becken gesammelt. Es gibt zwei Wasserwege, in denen das Wasser fünf Stationen durch natürlichen Druck ohne Hilfsmittel durchläuft wie z.B. die Kaskaden, den Steinhöfer Wasserfall, die Teufelsbrücke, weiter über einen Aquädukt mit tosendem Wasserfall hinunter bis zur letzten Station im Schlossteich, wo das Wasser durch natürlichen Druck 52 Meter als Große Fontäne in die Höhe schießt. Im Anschluss an das Wasserspiel fließt das Wasser unterirdisch in die Fulda.

Nach all den Eindrücken durften sich die Kneippfreunde noch auf den Herkules-Terrassen bei Café und Kuchen und herrlichem Ausblick auf Kassel erholen, bevor es wieder heimwärts ging.
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