Kneippianer durchwandern im lieblichen Walterbachtal alle Jahreszeiten an einem Tag (26.04.2016)

Wennigsen (Deister): Kneipp-Treffpunkt | 15 Kneippianerinnen wurden während ihrer ca. 13 km langen Wanderung unter der Leitung von Gisela Gehrmann mit dem legendären Aprilwetter konfrontiert.
Mit Bus und Bahn ging es zum Ausgangspunkt, dem Forsthaus in Nienstedt, um das Gebiet des lieblichen Walterbachtals zu erwandern, das seit 1987 unter Naturschutz gestellt wurde. Alle erfreuten sich an dem reichen Vorkommen von Frühjahrsblumen, u.a. der vielen Schlüsselblumen. Buchen- Eichen- und Hainbuchen säumen den naturnahen Bachlauf an zum Teil steilen Böschungen; die saftig grünen Wiesenlandschaften auf der gegenüberliegenden Seite bieten idealen Lebensraum u.a. für zahlreiche Vogelarten.
Gelegentliche Wetterkapriolen auf dem Rundwanderweg WE 2 wie Schnee-, Hagel- und Regenschauer konnten die Wanderer nicht in ihrem Elan stoppen. Rechtzeitig zur Mittagspause am Rande des Waltershagener Baches erstrahlte aber die Sonne und ermöglichte ein Picknick im warmen Sonnenschein.
Auf dem Nienstedter Panoramaweg verlief die Wanderung an einer großen Wildkirschenpflanzung vorbei Richtung des neu angelegten Waldfriedhofes der vergessenen Kinder von Zwangsarbeitern aus Hannover. In der Zeit von 1943-1950 wurden diese im Nienstedter Ausweichkrankenhaus der Hannoverschen Kinderheilanstalt aufgenommen. Allerdings konnte die dortige medizinische Behandlung und Pflege ihren Tod nicht verhindern.
Im weiteren Verlauf führte der naturbelassene Wanderweg stets entlang des rauschenden Baches begleitet von diesem herrlichen Geruch des feuchten Waldbodens, der Bärlauchflächen und der Blütenpracht an Bäumen und Sträuchern.
Die Kneippfreunde erfuhren von der Wanderführerin während eines kleinen Stopps an den Hexenteichen, dass dieser Name auf grausame Zeiten der Hexenverfolgungen im Mittelalter hinweist. Mehrere Frauen sollen hier in einer sogenannten „Wasserprobe“ ertränkt worden sein. Danach bog der Wanderweg über eine alte Gewölbe-Steinbrücke Richtung Eimbeckhausen ab.
Bergan, entlang blühender Schlehenhecken, gelangte die Gruppe zu einem fantastischen Aussichtspunkt über leuchtend gelbe Rapsfelder hinweg in das Deister-Süntel-Tal, zu den Ausläufern des Weserberglandes und Richtung Lauenau. An einer Abbiegung kurz vor Eimbeckhausen wanderten die Teilnehmerinnen auf Wiesenpfaden zurück Richtung Nienstedt, vorbei an einem Denkmal in einem kleinen Hain, das an den Förderer des Turnsportes, Ludwig Schlepper erinnert.
Diese April-Wanderung mit all den unterschiedlichen Eindrücken wird den Teilnehmerinnen noch lange in bester Erinnerung bleiben.
1
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.