Gewerbeschau in Wennigsen lockt die Besucher
Seit einem Jahr laufen die Vorbereitungen für die 3. Wennigser Gewerbeschau. Am Sonnabend, 17. April, und Sonntag 18. April, wird sich zeigen ob das ehrenamtliche Planungskomitee an alles gedacht hat. Im vergangenen Jahr waren 111 Unternehmen vertreten, um sich und ihre Arbeiten bei 20.000 Messebesuchern vorzustellen. Vorrangig stellen Unternehmen aus der eigenen Stadt aus. Für Branchen die nicht in Wennigsen ansässig sind, zum Beispiel Autohäuser, dürfen auch Unternehmen aus den Nachbarstädten einspringen.
Auch in diesem Jahr werden die Turnhalle und die umliegenden Rasenflächen der Sophie-Scholl-Schule die Messe beherbergen.
Die Wennigser Gewerbeschau wird von ehrenamtlich arbeitenden Bürgern geplant und veranstaltet, Jessica Pries ist eine von ihnen. Seit der ersten Messe ist die selbstständige Grafikdesignerin mit ihrem Unternehmen Pries Print & Online Werbung zuständig für das Werbekonzept. Sie gestaltet die Plakate und Flyer, macht die Beschilderung vor Ort und ist außerdem die Schöpferin des Messe-Logos: Hahn „Wenni“. Seit 14 Jahren lebt Pries in Wennigsen. An der Kleinstadt schätzt sie besonders das Flair. Es ist dörflich, trotzdem hat man alles was man zum Leben braucht direkt vor der Haustür: Geschäfte, den Bahnanschluss nach Hannover und ein Naherholungsgebiet.
G.F.: Frau Pries, Sie sind selbst im Planungskomitee tätig, wie sollen die Besucher der Messe angesprochen werden?
J.P.: Zum einen natürlich mit interessanten Unternehmen, zum anderen mit guter Stimmung. Mir wurde nach den ersten Messen sehr oft gesagt, dass bei uns die Stimmung immer außergewöhnlich gut sei. Aber eigentlich haben wir keine überdimensionalen Vorstellungen und Visionen. Die Gewerbeschau soll einfach einladend und interessant werden und natürlich unserer Kleinstadt entsprechen.
Hungrig bleibt bei uns natürlich auch keiner, wir haben sowohl warme als auch kalte Küche. Auf unserer Showbühne gibt es beide Tage Programm. Am Sonnabend und Sonntag findet jeweils um 15 Uhr eine Modenschau statt. Der Sonntag beginnt dann etwas entspannter: Auf der Showbühne gibt es ab 11 Uhr einen Frühschoppen mit Live-Musik.
G.F.: Wie ist denn die Resonanz bisher gewesen?
J.P.: Super! Ein Kollege hatte sogar noch nach anderthalb Jahren Kunden, die gezielt wegen der Messe in seinen Laden gekommen sind. Sie haben seine Arbeiten dort gesehen und sich an ihn erinnert.
Das ist genau das, was wir uns wünschen. In Erinnerung bleiben oder durch Mundpropaganda weiterempfohlen werden. Das klappt ja besonders gut bei so kleinen Städten wie Wennigsen, wo man sich untereinander kennt.
G.F: Das klingt ja durchweg positiv, aber mal Hand aufs Herz, ging denn in den vergangenen Jahren nie was schief?
J.P.: Nein natürlich nicht… (lacht) Doch, natürlich ging auch mal was schief. Was eigentlich nie funktioniert ist der Strom. Aussteller vergessen, Strom anzumelden und stehen plötzlich ohne da, einer braucht nun doch Starkstrom und einer anderer hat die falschen Kabel dabei. Meistens knallt dann auch noch die Sicherung durch und wir haben gar keinen Strom mehr. (lächelt) Bisher haben wir das aber immer vor der Messe wieder hin bekommen.
G.F.: Und sonderbare Situationen? Gab es die auch?
J.P.: Oh ja, es gab wirklich Situationen, worüber ich immer noch den Kopf schütteln kann. Zum Beispiel hatten wir während der Schau zwei Sanitäter vom Arbeiter Samariter Bund für medizinische Notfälle hier. Die hatten nichts zu tun, denn es passierte gar nichts. Am Sonntag machten die beiden dann sehr pünktlich Feierabend - und genau fünf Minuten später passierte dann was. Die beiden waren weg und wir mussten einen Krankenwagen rufen. So was nennt man wohl dummer Zufall.
G.F.: Was ist denn ihre Horrorvision, was könnte schief gehen?
J.P. Regen!
G.F.: Was ist schlimm an Regen?
J.P.: Einige Aussteller haben keinen Hallenplatz, sondern stehen draußen, die stehen dann sprichwörtlich im Regen. Die letzten beiden Jahre hatten wir Glück, also toi toi toi.
G.F.: Frau Pries, Sie erwartet auf der Gewerbeschau eine Doppelbelastung, Sie sind Ausstellerin und Mitglied des Veranstaltungskomitees: Sind sie nach der Schau urlaubsreif?
J.P.: (lacht) Nein, ich bin dann nicht urlaubsreif. Es wird zwar ein anstrengendes Wochenende, aber auch ein schönes. Ich freue mich schon. Außerdem wird es vielleicht auch unsere letzte Messe, denn für das nächste Jahr haben wir noch keinen Veranstaltungsort in Wennigsen gefunden.
G.F.: Wenn ich da mal nachhaken darf, warum kann die Messe denn nicht auch im nächsten Jahr in und um die Sporthalle stattfinden?
J.P.: Wir wissen es noch nicht genau ob das geht, denn es ist geplant die Sporthalle umzubauen bzw. mit einem Gestell zu überbauen damit die Halle mehr Grundfläche bekommt. Wenn das passiert gibt es leider kein enPlatz mehr um die Halle herum und den bräuchten wir für unsere Zelte.
G.F.: Dann suchen sie also schon nach einem neuen Veranstaltungsort?
J.P.: Moment, Moment, erst einmal wollen wir die eine Messe erfolgreich hinter uns bringen und dann können wir über die andere Problematik nachdenken.
G.F.: Frau Pries, dann wünsche ich Ihnen gutes Gelingen für die Messe im April und danke Ihnen für das Gespräch.
J.P.: Vielen Dank.







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