Fahrt zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal im Kyffhäusergebirge und zu den Königinnen der Blumen

Kyffhäuser-Denkmal auf ca. 420 m ü. NN
 
Führung im Rosarium Sangerhausen
Wennigsen (Deister): Wennigsen | Zum beeindruckenden Kyffhäuserdenkmal südlich des Harzes und zum Europa-Rosarium in Sangerhausen unternahm der Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. am 11. Juni 2014 eine Tagesfahrt mit einem Busunternehmen.
Zuerst führte die Reise zu den Königinnen der Blumen in der größten Rosensammlung der Welt in Sangerhausen. Auf ca. 13 Hektar Gelände durften die Kneippfreunde die Vielfalt der 8.500 Rosenarten und –sorten aus der ganzen Welt und aus vielen Zeitepochen bewundern. Historische und vom Aussterben bedrohte Rosensorten werden hier gepflegt, um sie Rosenfreunden aus nah und fern zu präsentieren. Während der Führung erhielten die Ausflügler viele interessante Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der Rosenpflanzen. Ein betörender Duft begleitete diesen Spaziergang durch den Park ähnlich einer Aromatherapie; insbesondere von den alten Rosen, die vor 1867 bekannt waren, wie Noisette- und Damaszenerrosen. Neben all den Tausenden Rosenblüten, waren die schwarze Rose und die grüne Rose (eine grünblühende Rose, deren Kelchblätter sich grün zu einer Blüte öffnen und sich später bronzefarben färben) eine Attraktion. Der faszinierende Anblick dieses Blütenfarbspiels wurde gleichzeitig auch noch von seltenen Bäumen und Sträuchern umrahmt.
Nach einer Mittagspause im Restaurant „Zur Schwarzen Rose“ ging es weiter mit dem Bus zum Kyffhäuser-Gebirge in Thüringen auf 36 Serpentinen bis hinauf zum imposanten weithin sichtbaren Kyffhäuser-Denkmal auf ca. 420 m ü. NN, ein Wahrzeichen aufgrund der Lage und Ausdehnung schlechthin. Nach der Schönheitskur mit umfangreichen Erhaltungsmaßnahmen, die im vergangenen Winter abgeschlossen wurden, erstrahlte das imposante Denkmal in seiner ganzen Größe. Die Führung begann am Turmsockel, dort wo eine 6,5 m hohe aus Sandstein gefertigte Figur Friedrichs I., auch Barbarossa genannt, thront. Darüber befindet sich das 10,5 m hohe aus Kupferblech erstellte Reiterstandbild vom Kaiser Wilhelm I. Der Sage nach soll hier oben Kaiser Barbarossa eingeschlossen sein. Das 81m hohe begehbare Kaiser-Wilhelm-Denkmal steht auf den Resten der früheren Reichsburg Kyffhausen und wurde in der Zeit von 1890 bis 1896 zu Ehren von Kaiser Wilhem I. errichtet. Es ist das vom Architekten Prof. Bruno Schmitz geschaffene drittgrößte Denkmal in Deutschland nach dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und der Porta Westfalica. Bereits vom Fuße des Denkmals führte ein herrlicher Panoramablick Richtung Harz, in die Goldene Aue und bis zum Thüringer Wald. Eine grandiose Aussicht aus der Turmkuppel belohnte die unternehmungslustigen Kneippfreunde für den Aufstieg der 247 Stufen bis unterhalb der mit einer Kaiserkrone gekrönten Turmspitze. Sehenswert waren auch der Barbarossaturm der Oberburg, die Ruinen der Unterburg sowie der mit 176 m als weltweit anerkannte tiefste Burgbrunnen, Erinnerungen an die Blütezeit einer der größten und mächtigsten mittelalterlichen Burgen Deutschlands. Die gewaltige, einst 600 m lange Burg wurde während der Regierungszeit von Friedrich I. (1152-1190) vollendet. Ausstellungen im Denkmal, im Burgmuseum und im Barbarossaturm rundeten den Aufenthalt auf dem kleinsten Mittelgebirge Deutschlands ab.
Und nach einer Stärkung bei Kaffee und Kuchen im beeindruckenden Burghof endete der Ausflug mit einer von der Sonne begleiteten Rückreise durch die wunderschöne Landschaft des Südharzes über Osterode zurück ins Calenberger Land.
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