Vor Ort warteten gemütliche Gästezimmer im gebuchten Hotel „Landhaus Schieder“ auf die Lemmier Reisegruppe. Diese war sofort begeistert von dem eleganten Anwesen, das direkt an den Schlosspark angrenzt. Um 1900 wurde es von Graf Ernst Regent zur Lippe als Herrenhaus errichtet und 1990 zu einem Hotel umgebaut. Nach dem Einchecken und einer kleinen Pause machte sich die Gruppe dann auf den Weg zum Barockschloss, das am 25. April 1705 als Sommerresidenz des Lippischen Adels von Graf Rudolf zur Lippe eingeweiht worden war.
Am nächsten Tag stand die Besichtigung der Papiermühle Plöger auf dem Programm. Hier wurde etwa 300 Jahre lang Papier erzeugt. Inzwischen kümmert sich der Heimatverein Schieder als Förderverein um die Erhaltung, Restaurierung und museale Nutzung des Objektes. „Wir konnten Produktionsräume sowie eine fast erhaltene technische Anlage besichtigen“, zeigte sich die Vorsitzende beeindruckt. Anschließend folgte ein Besuch der idyllischen Altstadt von Schwalenberg. Sowohl die verwinkelten Gassen und die gepflegten Fachwerkhäuser als auch das Rathaus mit seinen kunstvollen Schnitzereien begeisterten die Kurzurlauber, die sicherlich noch lange an diesen Ausflug zurückdenken werden.
Abends gab es dann natürlich jede Menge zu erzählen, denn alle hatten viel gesehen und erlebt. Außerdem wurde ordentlich „gezockt“. Beim Unterhaltungsspiel „Eins gewinnt“, das bei keiner Reise fehlen darf, ging wieder ordentlich die Post ab, und jeder durfte sich über ein ausgefallenes Präsent freuen. So wechselte unter anderem eine Geldbörse mehrmals die Besitzerin beziehungsweise den Besitzer und landete schließlich bei Gretel Schulz. „Das ist ja prima“, kommentierte Schulz ihren Gewinn, denn sie hatte vergessen, ihren Geldbeutel bei Reiseantritt einzustecken.
Am Abreisetag gingen die Ausflügler getrennte Wege. Während die eine Gruppe mit dem Schiff den 3,5-Kilometer langen und 500 Meter breiten Schieder-Stausee erkundete, schwang sich der Rest auf die Fahrräder und fuhr in Richtung Kahlenbergturm. Obwohl die Fahrradtour äußerst anstrengend war, herrschte dank der launigen Ansagen von Benno Szot eine überaus ausgelassene Stimmung. „Wir haben ein sehr schönes und ausgesprochen lustiges Wochenende, bei dem für jeden etwas dabei war, erlebt. Das Landhaus Schieder hat sich von seiner besten Seite gezeigt, und das Wetter spielte ebenfalls mit, so dass die Reise für uns alle unvergesslich bleiben wird“, freute sich die Organisatorin. „Im nächsten Jahr wollen wir dann erstmals eine viertägige Fahrt nach Warnemünde unternehmen“, fügte sie abschließend hinzu.








