Drei Türme Wanderung um Bad Pyrmont (07.05.2015)

(Foto: Urheber: Gisela Gehrmann)
Wennigsen (Deister): Wennigsen | Der Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. hatte am 07. Mai einen Wanderausflug unter der Leitung von Gisela Gehrmann in das niedersächsische Staatsbad Bad Pyrmont im Weserbergland mit einem der schönsten Kurparks Deutschlands unternommen. Für diese Wanderung, die zu den drei Türmen in den Bergen rund um die Stadt führte, hatten sich zufällig nur weibliche Wanderfreudige entschieden.
Infolge des Streiks wurden für die vorgesehene direkte Bahnanreise mit der S-Bahn Hannover / Altenbeken, kurzfristig Fahrgemeinschaften gebildet. Ausgangspunkt im Kurbad war der Europaplatz am südlichen Ende der Hauptallee. Die Tour führte von hier aus zunächst durch viele Gassen des Kurortes hinauf zum Königsberg. Unterwegs waren noch die Reste einer Hünenburg aus dem 9. Jahrhundert zu sehen. Leider ist der 27m hohe Bismarckturm aktuell nicht begehbar, da die Restauration im Turm geschlossen ist. Die Kneippianerinnen wählten anschließend den absteigenden Weg, der hinunter in das Friedensthal führt, um von dort aus den Aufstieg zum Schellenturm in Angriff zu nehmen.

Auf dem Schellenberg hatte im Mittelalter die Burg Schell gestanden, die als Ursprung der Stadt Pyrmont gilt; der dortige Aussichtsturm wurde aus den Resten der Burgruine Shell errichtet. Die imposanten Ausmaße der Burg sind in der Landschaft noch gut zu erahnen. In den letzten Jahren wurde der Schellenturm renoviert, so dass sich der Wandergruppe nach 38 erklommenen Außenstufen von dort oben aus eine schöne Aussicht auf die Stadt in vollen Zügen präsentierte. Über die Bergstraße führte der Weg anschließend weiter zur Sennhütte. Der kleine Abstecher lohnte sich sehr, da dort seltene Orchideen blühen.

Pünktlich zur Mittagspause wurde der 25 m hohe Spelunkenturm mit der netten Rasthütte erreicht. Nach der wohlverdienten Stärkung wagten einige Unermüdliche noch den Aufstieg auf den Turm, der die Stadt überragt. Beim Erklimmen der 139 Stufen eröffnete sich ein herrlicher Ausblick auf das Staatsbad, auch wenn dieser durch einige leichte Regenschauer getrübt wurde.

Danach führte der Wanderweg hinab in den Kurort. Durch den Bergkurgarten mit den blühenden Rhododendren gelangten die Kneippianerinnen zur Dunsthöhle. Diese Grotte ist ein in Europa einmaliges Naturphänomen, in dem aus 3000m Tiefe trockenes Kohlensäuregas an die Oberfläche tritt, das auch als therapeutisches Mittel genutzt wird. Eindrucksvoll wurde demonstriert, welche Eigenschaften dieses Gas hat. Eine ganz besondere Attraktion waren die schönen Seifenblasen, die sehr lange in vielen schillernden Farben auf dem Gas schwebten.

Nach dieser Besichtigung genoss die Gruppe noch einen Kaffee in der Wandelhalle, bevor sie vom Hilligen Born aus die Hauptallee hinab zurück zu den Autos gelangte. Diese Wanderung bergauf und bergab konnte erneut demonstrieren, wie eindrucksvoll Bewegung in unserer schönen niedersächsischen Heimat sein kann.
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