Auf zu neuen Ufern – Plattensee, Paprika, Puszta

Blick von der Zitadelle auf Budapest
 
Zwischenübernachtung am Inn
Wennigsen (Deister): Wennigsen | Die diesjährige 9-tägige Erlebnisreise des Kneipp-Verein Wennigsen/Gehrden e.V. führte im September unter der Leitung der Vereinsmitglieder Wolfgang und Maria Werner zu neuen Ufern nach Ungarn. Nach einer Zwischenübernachtung am Inn erreichten 43 Mitreisende das von der Sonne verwöhnte ungarische Meer, den Plattensee (Balaton). Er ist mit 600 km² Fläche größer als der Bodensee, durchschnittlich aber nicht tiefer als 3 m; neben dem Neusiedler See im österreichischen Burgenland ist es der größte und bedeutendste Steppensee Mitteleuropas. Vulkanberge, Weinanbaugebiete und historische Bauwerke prägen die Landschaft rund um den See. Dierekt am Strand von Siofok, der heimlichen Hauptstadt des Balaton, lag der Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge, um Ungarn besser kennen zu lernen.
Während einer Tagestour zu Ungarns Hauptstadt Budapest, die 28 km entlang der Donau verläuft, gerieten die Kneippfreunde ins Schwärmen. Budapest, neuntgrößte Stadt der EU, mit seiner einzigartigen Architektur gehört mittlerweile zu den zehn meist besuchten Städten Europas. Der Blick von der Fischerbastei auf dem Burgberg hinunter zur Stadt ließ bereits erahnen, über welche Dimensionen diese alte geschichtsträchtige Stadt verfügt. Und am Aussichtspunkt der Zitadelle auf dem Gellertberg lag die Schönheit dieser Donaumetropole den Ausflüglern unmittelbar zu Füßen. Das Wahrzeichen der Stadt, die Kettenbrücke, die auch die 200 Forint-Münze ziert, wurde vom Bauherrn Graf István Széchenyi 1849 eingeweiht und war die erste dauerhafte Konstruktion, um die Stadtteile Buda und Pest miteinander zu verbinden. Der Anblick zahlreicher Prachtbauten während der Stadtrundfahrt, wie z.B. das von 1884-1904 im neogotischen Stil erbaute Parlamentsgebäude an der Donaupromenade, dem zweitgrößten Parlamentsgebäude Europas und dem drittgrößten der Welt, sowie die St. Stephans Basilica und die Matthiaskirche, ließen das Flair dieser Stadt erkennen.
Diverse Busausflüge u.a. mit der Fähre zur Halbinsel Tihany sowie entlang von Sonnenblumenfeldern und Weideland vermittelten einen Eindruck von der Umgebung und von Puszta-Romatik, u.a. auch bei einer Fahrt auf Pferdekutschen. Während eines Ausfluges nach Kalocsa an der Donau, eine der ältesten Städte Ungarns und einem bedeutenden Bischofssitz, wurde u.a. die Kathedrale mit der berühmten über 140.000 Bände umfassenden Bibliothek besichtigt. Eine Führung durch das örtliche Paprikamuseum ließ erahnen, dass die Bevölkerung hier überwiegend vom roten Paprika lebt, der auf den Feldern rund um Kalosca angebaut und vermarktet wird.
Am letzten Tag brachen die Kneippfreunde Richtung Süden zum Baden im bekannten Heilbad Heviz auf. Im schwefelhaltigen Wasser des mit 4 ha größten natürlichen Thermalsees Europas konnte man entlang nostalgischer Badehäuser auf Holzkonstruktionen im warmen Wasser und zwischen verschieden farbigen Seerosen schwimmen. Während des Zwischenstopps in Keszthely lud der wunderschöne Schlossgarten des im Jahre 1745 erbauten Barockschlosses Feštetićs sowie das neue gestaltete moderne Stadtzentrum noch zum Flanieren ein. Zum Abschluss genossen die Ausflügler aus Norddeutschland noch ein feuriges Abendessen in einer typisch ungarischen Czárdá in Balatonföldvár.
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