Abschluss der Wassertretsaison mit Wanderung über den Deister (24.10.2015)

Wennigsen (Deister): Wennigsen | Nur im Flachland zu wandern, bringt den Kreislauf nicht so recht in Schwung, dachten sich die 27 Kneippianer, als sie zur Beendigung der Wassertretsaison zur Wassertretstelle „Am Lehmbrink“ wandern wollten. Und so sind die Wanderer nach Springe mit dem Bus gefahren, um von dort aus den Weg Richtung Wennigsen einzuschlagen.
Die 8 km lange Wanderung unter der Leitung von Gisela Gehrmann begann am Springer Bahnhof und auf dem parallel zur leicht ansteigenden Jägerallee verlaufenden Wanderweg in Richtung Deister-Waldrand.
Bei herrlichem Sonnenschein entwickelte sich ein Traum von Herbstfarben, der die Wanderer im Wald empfing. Die Strecke führte stets bergan bis zum Kamm und von dort aus verlief der Weg zum Bielstein, der zur gleichnamigen Felsformation mit einer Schutzhütte führt. Vom Bielstein aus, dem mit 344m höchsten Punkt der Wanderung, ergab sich während einer Verschnaufpause eine wunderbare Sicht auf das Deisterbecken Richtung Springe und Umland. Die Wanderführerin erläuterte hier oben anhand von Sandsteinen, welchen Ursprungs dieser Höhenzug ist. Steine mit Abdrücken von Muscheln führten zu großem Interesse bei den Mitwanderern, ebenso wie Coelestinkristalle, also kristallines Strontium.
Unsere hiesige Gegend war im heißen Jura weitgehend vom warmen Meer bedeckt. U.a. kalkschalige Lebewesen, Muscheln etc. führten nach ihrem Tod zu mächtigen Kalkablagerungen am Meeresboden, die später zu fossilen Kalkgesteinen wurden. Diese Juragesteine bauten z.B. den Deister auf. Im weiteren Verlauf ging es ein wenig abseits des Weges zu einer sensationellen Begebenheit. Dort konnte man zum Erstaunen aller an der Kante eines ehemaligen Steinbruchs sehr deutlich versteinerte Wellenrippen einer 140 Millionen Jahre alten Sandwattlandschaft erblicken.
Um den Weg Richtung Wennigsen zu erreichen, wanderten die Kneippianer auf einem schmalen, manchmal matschigen Pfad bergab. Wohlbehalten auf dem Hauptweg angekommen, ging es zügig Richtung Wassertretstelle, wo bereits viele weitere Kneippianer auf die Wanderer warten. Ein rustikales Büffet, das von Ehrenamtlichen vorbereitet wurde, lud die versammelten Naturliebhaber zum Imbiss ein. An dem im Frühjahr nach der Renovierung fertig gestellten Wassertretbecken „Am Lehmbrink“ wurde anschließend die Tretsaison offiziell mit einer kurzen Ansprache von Elke Böttcher beendet. Trotz des kühlen Nass, ließen es sich zahlreiche Kneippianer nicht nehmen, noch einmal im Storchenschritt durch das idyllisch gelegene Tretbecken zu stolzieren, um den Kreislauf nach dem Essen wieder anzuregen und die Durchblutung durch den Kältereiz zu fördern, bevor es nach diesem wunderbaren Herbsttag Richtung Heimat ging.
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