Schon wieder wird ein Bennett Schiedsrichter

Jüngester Schiedsrichter Niedersachsens: Colin Bennett vom Mellendorfer TV

Colin setzt Familientradition fort und wird „youngest Schiri ever“ im NFV



Noch nicht einmal 14 Jahre alt und doch schon die Anwärterprüfung bestanden und damit der jüngste Schiedsrichter im NFV: Colin Stuart Bennett vom Mellendorfer TV aus dem Kreis Hannover Land.
Der MTV ist stolz auf seinen Neuzugang und Mellendorfs Schiedsrichter-Obmann Ulrich Kokott hat schon mal ein schönes Geschenk zum 14. Geburtstag in Planung: das erste offizielle Spiel! Außerdem hat ihn sein Heimatverein auch gleich standesgemäß mit den neuen Schiedsrichterausrüstung ausgestattet (wie im Übrigen alle Schiedsrichter, die für den MTV an der Pfeife tätig sind): aktueller Trikotsatz, Pfeife, Notizkarten und ein Trainingsanzug – dankenswerterweise gesponsert von Kreuschner Sportartikel aus der Wedemark.

Was treibt einen gerade mal 13-jährigen Dreikäsehoch dazu, Schiedsrichter zu werden?

Colin Stuart Bennett kommt aus einer Schiedsrichter-Familie und wurde im Jahr 2001 geboren - kurz zuvor hat sein Vater in Garbsen die Anwärterprüfung bestanden und wurde zum Schiedsrichter.
Colins Mutter zog 2002 nach und lernte damals gleich bei einem ihrer ersten Lehrgänge Bibiana Steinhaus kennen - eine Begegnung, die nachhaltig geprägt hatte. Denn Bibis Satz "die Spieler erwarten von Euch Schiris, dass ihr pfeift, wenn's wehtut" wurde zum Leitmotiv ihrer eigenen SR Laufbahn.
Colin begleitete seine Mutter damals als Steppke schon gerne zu diversen Spielen und Turnieren und musste sich so manches Mal anhören, wie die Zuschauer über Schiedsrichterentscheidungen diskutierten. Mitunter waren dann die Heimfahrten von den Spielen dann von hitzigen Diskussionen geprägt, denn Colin ließ kein gutes Haar an seiner Mutter, die dann entnervt aufgab "mach's doch selber besser!".
Diese Bemerkung setzte sich bei Colin fest - genau das wollte er nämlich - Schiedsrichter werden. Das schrieb er dann auch in alle Freundschaftsbücher bei Berufswunsch hinein! Erste Erfahrungen sammelte Colin schon vor 2 Jahren - als Spielleiter bei G-, F- und manchmal auch schon E-Junioren und bei diversen Hallenturnieren und zur Mellendorfer Jugendsportwoche ist er stets ein sicherer Mann in schwarz. Und so drängte er Mellendorfer Schiedsrichter-Obmann Uli Kokott ständig dazu, ihn doch endlich zum Anwärterlehrgang anzumelden. Als die Jugendpflege der Gemeinde Wedemark denn alljährlichen SR Lehrgang anbot, war das die Chance für Colin. Obwohl mit knapp 13 Jahren eigentlich noch zu jung für den Schiedsrichterschein, durfte er trotzdem und ausnahmsweise teilnehmen.
Und schon der erste Lehrabend begeisterte ihn völlig.
Vom Wissen von Kreis-Schiedsrichter-Lehrwart Michael Nitsche fasziniert, setzte sich Colin sofort an das Regelwerk und lernte. Er löcherte seine Eltern mit Fragen und so manche Abseitsposition wurde auf dem heimischen Küchentisch mit Kaffeetassen und Wasserflaschen nachgestellt. Die Prüfung selber war dann doch ganz schön schwer, Regelkenntnis und "echter Fußball" (den Colin natürlich als großer Fan von Hannover 96 und D-Jugend-Kicker beim Mellendorfer TV bestens kennt) sind eben doch zwei verschiedene Paar Schuh. Nach bestandenen Prüfung folgte dann sofort die erste echte Herausforderung - ein Spiel der U12 Mädchen leiten.... und die spielen immerhin schon mit abseits. Ob ihn die Mädchen überhaupt akzeptieren - er ist ja nicht viel älter als sie und kennt die meisten schon von Kindergartenzeiten an. Aber Colin bestand auch diese „Prüfung“ und es gab großes Lob von allen Seiten, sogar von der Mutter, die natürlich besonders kritisch hinsah: "Abseits hat er gut gesehen, aber falsche Einwürfe hätte er ruhig öfter pfeifen können... und etwas mehr auf Ballhöhe sein sollte er wohl auch". Jetzt ist erst einmal Sommerpause. Colin freut sich auf die Fußball WM und wird nicht nur bei Deutschland genau hinsehen, sondern auch die eine oder andere kniffelige Schiedsrichter-Situation analysieren. Und dann möchte er schnellstmöglich bei einem erfahrenen Schiedsrichter als Assistent an die Linie gehen, um viel zu lernen.
Einen Familientraum gilt es dann auch noch zu erfüllen - ein komplettes Bennett-Gespann, Vater, Mutter und Sohn.
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