NABU-Wedemark setzt sich für geplante Regeneration einer Heidefläche bei Oegenbostel, Wedemark ein

Die Sandheide bei Oegenbostel liegt oberhalb des Friedhofes auf dem sogenannten Osterfeuerberg im Landschaftsschutzgebiet Brelinger Berg. Früher zog hier ab und zu mal eine Schafherde durch und sorgte durch den Verbiss des Heidekrautes für eine Verjüngung des Calluna-Bestandes. Die Nutzung als Osterfeuerplatz sorgte über viele Jahre partiell für massive Brandschäden an der Bodenvegetation, starke Trittbelastungen und Überdüngung mit Asche. Der Platz verlagerte sich sukzessive, es folgte ein sich ausbreitender Knöterich-bestand. Natürlich wäre nach der LSG – Verordnung eine solche Nutzung gar nicht zulässig gewesen, aber die Tradition ……
Der Zustand war aufmerksamen Naturfreunden schon lange ein Dorn im Auge. Die Degenerierung der Heidefläche, die Störungen der Reptilienpopulation, die Vernichtung von Nistplätzen seltener Hautflügler und die selbstverständliche Nutzung der Fläche durch Reiter und Hundebesitzer waren immer wieder Anlass für Besorgnis.
Nach einvernehmlichen Gesprächen mit den Eigentümern beauftragte die Untere Nat.-Sch.- Behörde der Region Hannover ein Gutachten durch den Dipl. Biol. Wilfried Schulz (NABU Wedemark): Faunistisch-ökologisches Gutachten unter besonderer Berücksichtigung bodennistender Hautflügler und der Zauneidechse.
Das Fazit dieses Gutachtens war eindeutig: Eine Regeneration der von vielen Naturfreunden geliebten Heidefläche und ein Schutz der örtlichen Fauna ist nur bei Aufgabe der Nutzung als Osterfeuerplatz möglich.
Diese ultimative Erkenntnis wurde zunächst dem Ortsrat und dem Bürgerverein Oegenbostel
vermittelt, deren Vertreter signalisierten aber erfreulicherweise Verständnis und die Bereit-schaft sich um alternative Standorte zu kümmern.
Es folgte ein Pflegeauftrag der UNB an den NABU Wedemark und die Beauftragung eines fachkundigen Landschaftsbauunternehmens. Die Heideflächen wurden kurz gemäht, der überdüngte Oberboden flach abgetragen und auf dem freigelegten Sandboden das Mähgut mit dem Heidesamen wieder ausgestreut.
Bei einem Einsatz mit der Motorsäge lichteten die NABU – Mitglieder Ursula Schwertmann, Dipl. Biol. Wilfried Schulz, Dr. Helmut Dohnke, Klaus Moneke und Heinz Linne die aufgelaufenen Kiefern und Birken am Nordrand der Fläche deutlich aus. Jetzt soll zunächst eine Phase der Beobachtung folgen, ggf. wird im kommenden Herbst weiter ausgelichtet.
Ein Hinweisschild soll Spaziergängern künftig den Wert dieser Fläche am Ortsrand erläutern.
Ein Zitat aus dem Gutachten:
Blühende Heide ist schön. Schönheit ist ein Lebens – Mittel.

Heinz Linne
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.01.2014 | 00:05  
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