NABU-Libellenteich " fertig“

Lange Planungen gingen voraus und dann ging es doch noch ganz schnell, 9 Mann und eine Frau haben kräftig zugepackt und schon war das neue Kleingewässer für Libellen auf dem NABU-Gelände am Trafoturm in Brelingen gerade noch rechtzeitig vor dem Sturm und dem ersten Forst fertig.
„Fertig und kaputt“ waren auch die Helfer als die 19 Paletten mit den Tonelementen auf dem Untergrund verteilt waren.
Für unser neues NABU-Projekt gab es zwei große Herausforderungen, die wir bewältigen mussten – die „Knochen“-Arbeit und vorher die Klärung der Finanzen, berichtet Peter Griemberg, Projektleiter Libellenteich.
„Doch dann fanden wir vier Sponsoren, die uns diese ökologische Verbesserung unseres Geländes ermöglichten
- die Gemeinde Wedemark mit den Einnahmen aus dem frog-trail-Lauf 2012,
- der NABU-Landesverband
- Bingo, die Umweltlotterie und
- die Region Hannover, die wir wohl mit unserem Konzept überzeugt haben, und ohne deren Hilfe das Geld nicht gereicht hätte.
Den letzten Rest zur Finanzierung brachte dann unser Kalenderverkauf auf dem Bissendorfer Sonntag 2013.

Nun haben wir also dort auch ein Kleingewässer für Libellen, mit dem wir diesen Tieren einen geschützten Lebensraum anbieten.“

Von den 81 heimischen Libellenarten stehen inzwischen mehr als die Hälfte auf der roten Liste, vor allem wegen Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume. Teiche und Tümpel verschwinden zunehmend aus der intensiv genutzten Agrarlandschaft.
Während einige Arten nicht wählerisch sind und fast überall vorkommen haben viele doch auch ganz besondere Ansprüche an ihren Lebensraum.
Alle heimischen Libellenarten stehen in Deutschland unter gesetzlichem Schutz. Es ist verboten, Libellen und ihre Larven zu fangen oder zu töten.

Libellen legen ihre Eier im Wasser ab, die daraus schlüpfenden Larven verbringen je nach Art wenige Monate bis mehrere Jahre im Gewässer, bis sie sich zum flugfähigen Insekt verwandeln (deshalb musste der neue Teich etwas tiefer sein, damit er im heißen Sommer nicht trocken fällt und im kalten Winter nicht durchfriert).
Peter Griemberg freut sich: „Bei unseren Führungen über das Gelände in Brelingen im Zuge unserer Öffentlichkeitsarbeit können wir nun auch auf die Besonderheiten dieser gefährdeten Arten hinweisen.
Was fehlt noch?
- Regen, damit sich der Teich von alleine füllt und
- heimische Teich-Pflanzen, die sich aber auch von selbst ansiedeln sollen.
Vielleicht klappt es also in 2014 noch nicht so ganz, wie wir uns das so vorstellen, aber wie immer: mit der Natur soll man Geduld haben, unser Angebot ist jedenfalls „ab sofort“ vorhanden.“

Peter Griemberg, NABU Wedemark, Projektleiter „Libellen-Teich“,
Brelingen, 1.Jan. 2014
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