Brelinger Ponytreck zieht erneut nach Buchholz an der Aller

Ankunft in Buchholz an der Aller
 
Balance halten ist auch beim Reiten wichtig - auf der Slackline gar nicht so einfach

Ponykinder reiten und radeln in die Ferien – und feiern das Ende der Vereinskrise


Wenn die Brelinger Ponykinder am letzten Tag vor den Ferien Schulschluss haben, werden sofort Taschen, Isomatten und Schlafsäcke gepackt, um sie auf den Pferdehänger zu laden, der am Paddock bereit steht. Wasserkisten, Bierzeltgarnituren, Futter für die Ponys, Wassereimer und Weidezaunmaterial werden ebenfalls im Hänger verstaut, denn am nächsten Morgen geht es los – Zeit für den alljährlichen Wanderritt nach Buchholz an der Aller, wo die Ponykinder die ersten drei Sommerferientage verbringen und den Schulalltag ganz schnell weit hinter sich lassen.

„In diesem Jahr sind wir mit 20 Kindern und zehn Pferden plus Kutsche unterwegs“, freuten sich die beiden Väter Tom Matthus und Ralph Kütemeier, die im Vorfeld die Organisation des Ferientrecks übernommen hatten und maßgeblich dazu beitrugen, dass der Start in die Sommerferien für alle Beteiligten ein entspannter Auftakt wurde. Nachdem der Verein im Jahr 2012 herbe Verluste sowohl in den Reihen der Mitglieder als auch in der Ponyherde hatte verkraften müssen, fiel der Treck damals deutlich kleiner aus: nur fünf Ponys und acht Kinder zogen ins Buchholzer Feriencamp. „Das hat natürlich auch Spaß gemacht – aber ein bisschen traurig war es schon, mit einer so geschrumpften Gruppe loszureiten... Wir sind froh, dass wir jetzt wieder so viele sind, und wir hoffen, dass wir nächstes Jahr noch ein, zwei Ponys mehr dabei haben werden.“, sagten die beiden Jugendvertreterinnen.

Um den Verein aus der Krise zu führen, brauchte es eine gemeinsame Kraftanstrengung des neu gewählten Vorstandes und der verbliebenen Mitgliedsfamilien. Mit Hilfe einer Zukunftswerkstatt zur Entwicklung neuer Ideen und Motivation, Bildung neuer Arbeitsgruppen, eines strengen Regiments der Kassenwartin und einer engagierten Öffentlichkeitsarbeit erholte sich der Verein nach und nach. Der Reitunterricht ist mittlerweile gut ausgelastet, eine neue Mounted-Games-Mannschaft reitet wieder zunehmend erfolgreich, mit den „Mounted Minis“ steht der Nachwuchs bereits in den Startlöchern, und es gibt eine Warteliste für neue Interessenten.

Inzwischen freuen sich nicht nur die Ponykinder, dass der Verein weiter lebt und gut gedeiht. Über die Überwindung der Krise zeigte sich auch Bettina Arasin sehr glücklich, die das Feriencamp am Grillabend mit Lagerfeuer und Gitarre besuchte. Als Vereinsgründerin, langjährige 1. Vorsitzende und Ehrenvorsitzende liegt ihr der Fortbestand und die Weiterentwicklung ihrer Idee besonders am Herzen. „Dieses Konzept verdient es, dass man sich ein paar Gedanken macht, wie es weitergehen kann und sich dafür einsetzt. Ich bin froh, dass Ihr das geschafft habt!“, äußerte sie sich anerkennend und dankbar.

Grund genug, ausgelassen zu feiern und zu spielen in diesen drei Tagen. Baden und Basteln, Jonglieren, Singen und Klönen lockten auch dieses Jahr viele Eltern ins Lager, um mit ihren Kindern eine gute gemeinsame Zeit zu verbringen. Ausritte durften natürlich auch nicht fehlen. Zum krönenden Abschluss hatte der Gastgeber Herr Reßmann noch einen ganz besonderen Tipp für den Rückritt: Es wäre nur ein kleiner Schlenker nötig, um zu einem See zu gelangen, in dem die Ponykinder gemeinsam mit ihren Ponys baden gehen könnten! Das ließen sich die Reiterinnen nicht zweimal sagen, bedankten sich für die Gastfreundschaft und ritten los – einem außergewöhnlichen Badespaß entgegen.
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