Bissendorfer Radoldies vom Elberadweg zurück

Seit 29 Jahren nun sind die ehemaligen Alt-Turner des Turnclub einmal im Jahr für eine Woche unterwegs, in den ersten 14 Jahren per Rucksack, danach per Fahrrad und über alle Jahre in nur unwesentlich veränderter Personen-Zusammenstellung.
Bereits im vorigen Jahr war der Elbe-Radweg geplant, jedoch aufgrund des Hochwassers wurde dann der Lahnradweg ausgewählt. Den Unterkunfts-Gebern war aber versprochen worden „wir kommen 2014 ganz bestimmt“, und dieses Versprechen wurde jetzt eingelöst.
Heuer mussten die Radler allerdings per Bahn bis Magdeburg anreisen. Aber Rainer Gerth hat auch dieses Jahr wieder den Gepäcktransport übernommen und so konnte man unbelastet auf Tour gehen.
Nach Innenstadtbesichtigung mit Hundertwasser-Haus ging die erste Etappe bis Barby, wo man in einem riesigen Gutsbetrieb, dem Kunsthof „Augustusgabe“ Aufnahme fand. Am nächsten Tag ging es dann nach Dessau, der bekannten „Bauhaus-Stadt“, aber wegen der starken Hitze fuhren unsere „Oldies“ nicht am Elbdamm entlang, sondern durch nahe Wälder bis Aken, um dort mit der Gierfähre überzusetzen und dann Dessau anzusteuern. Tag 3 führte die Radler in die Lutherstadt Wittenberg. Leider hatten alle historischen Stätten ihr Haupt verhüllt, denn für das 500ste Lutherjahr 2017 wurden alle wichtigen Bauwerke saniert. Am vierten Tag –mit 80 km die längste Etappe- ist Torgau das Ziel. Torgau ist ein besonders geschichtsträchtiger Ort durch Schloss Hartenfels, aber in jüngerer Zeit sticht hier das Zusammentreffen der Amerikaner und Russen auf der zerstörten Elbbrücke 1945 hervor. Diesem Ereignis ist natürlich von der DDR ein Denkmal gesetzt worden. Viele Zahlen aus der Torgauer Geschichte sind nachlesenswert, aber leider ist auch ein schlimmes Kapitel dabei, der „geschlossene Jugendwerkhof Torgau“, wo von 1964 bis 1989 Jugendliche im Sinne der DDR „umerzogen“ wurden. Heute ist der Komplex eine Gedenkstätte. Die nächste Etappe führte nach Riesa, einer relativ uninteressanten Stadt, der dann natürlich mit dem Weg über Meißen das Highlight Dresden folgte, wo eine ausgiebige Stadtbesichtigung noch am Nachmittag auf dem Plan stand, ehe man das Hotel aufsuchte. Der letzte Tag –alle Tage bei Tagestemperaturen über 30 Grad- führte uns an der Bastei vorbei zum Ziel, Bad Schandau, kurz vor der tschechischen Grenze. Insgesamt war damit die diesjährige Radtour mit etwas über 400 km im Rahmen der vielen bisherigen Touren, allerdings unter Höchstleistung aufgrund der Temperaturen.
Insgesamt kann man sagen, dass „unser Osten“ sehr viele geschichtsträchtige Städte hat, wo man bei solch einer Radtour nur ankratzen kann.
Die Rückfahrt ging dann von Bad Schandau wieder per Bahn nach Dresden, wo noch etwas Zeit war, ehe der durchgehende Zug nach Hannover bestiegen werden musste und abends alle wieder von ihren Lieben in die Arme geschlossen werden konnten.
Der detaillierte Bericht ist nachzulesen unter www.bissendorf-online.de, dort ist in Kürze auch eine umfangreiche Fotoserie zu sehen.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Nordhannoversche | Erschienen am 31.07.2014
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7 Kommentare
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Carmen L. aus Pattensen | 25.07.2014 | 22:07  
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Rainer Gerth aus Wedemark | 25.07.2014 | 22:41  
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Christel Löhle aus Wedemark | 29.07.2014 | 19:50  
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Rainer Gerth aus Wedemark | 29.07.2014 | 21:20  
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Christel Löhle aus Wedemark | 29.07.2014 | 21:52  
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Christel Löhle aus Wedemark | 30.07.2014 | 20:28  
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Christel Löhle aus Wedemark | 30.07.2014 | 20:29  
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