Bissendorfer Radoldies auch 2016 on tour:

  Nachdem im letzten Jahr der Oberrhein bis Koblenz abgefahren wurde, wollten „die alten Herren“ diesmal dort anknüpfen und bis Arnheim in Holland fahren. So ging es am 21.7. per Bahn bis Andernach, um dort in den Sattel zu steigen. Der „Gepäckspediteur“ –da nicht auf der Flucht- verzichtete bis zum ersten Tagesziel Remagen weitgehend auf die Autobahn und konnte sich bis Remagen-Kripp auch ein wenig die Gegend ansehen. Leider wurden die Pedalisten am ersten (und einzigen) Tag zwischen Andernach und Remagen total durchnässt, das ist nun mal Radlerlos.
Beim Wirt „Schremmer“ in Kripp war man an der richtigen Adresse, ein echter Rheinländer, dessen Familie in der 3.Generation den Gasthof Rhein-Ahr mit exzellenter Küche bewirtschaftete. Wie immer hieß es am nächsten Morgen „8 Uhr Frühstück – 9 Uhr Sattel“ und dann ging es auf dem schönen Rhein-Radweg entlang mit Abstecher zum Remagener Brücken-Museum in Richtung Bad Godesberg-Bonn bis in die Innenstadt von Köln, wo Quartier bestellt war. Beim abendlichen Bummel an der Rheinpromende hätte man, was das picknickende, grillende Volk anbetraf, auch im Hydepark sein können. Der Abend schloss in einer urigen Altstadtkneipe, so wie es sich gehört. Der Samstag führte die Radler zuerst linksrheinisch bis Zons, um dann mit der Fähre nach Urdenbach überzusetzen, während der Spediteur zuerst rechtsrheinisch bis Hitdorf fuhr (um festzustellen, ob sein alter Wassersportverein Wuppertal-Hitdorfer Yachtclub noch bestand), um von hier auf die linke Seite nach Langel überzusetzen. Man traf sich dann abends im Garden-Hotel in D´dorf-Bilk. Die Sonntagsstrecke ging dann durch endlose Vororte von Duisburg und Krefeld, dann durch den grünen Niederrhein, am Kohle-Kraftwerk Walsum vorbei nach Rheinberg, allen bekannt durch den Stammsitz von Underberg. Rheinberg hat ein recht bekanntes Stadthaus (Rathaus) mit integrierter Stadthalle. Das ganze postmoderne Gebilde wurde 1980 erbaut von Prof. Gottfried Böhm. Beim Italiener „Il Casale“ mussten die Freunde aber hinterher die Hosen runterlassen, so „preiswert“ war es auf der ganzen Tour noch nie gewesen ! Am Montag stand die Etappe bis Rees auf dem Plan und so ging es über Birten mit den Resten eines röm. Amphitheaters und mehrerer Römerlager nach Xanten, wo Dombesuch und Ausgrabungen Pflicht waren. Rees ist nicht gleich Rees, wie sich bei der Suche nach dem gebuchten Gasthaus herausstellte, denn es waren noch 10 km ins flache Land zu fahren bis zum Gasthaus „Jonkhans“. Dafür konnte die Wirtin mit höchster Punktzahl bei Küche, Keller und Zimmern bewertet werden. Von Rees-Millingen aus ging es dann schon auf die letzte volle Etappe über Emmerich nach Arnheim. Emmerich glänzt mit einer schönen Rheinpromenade, wie übrigens auch die anderen Rheinorte. Arnheim ist ja wie Remagen bekannt geworden durch den Kampf um die Rheinbrücke bei der Invasion. In Arnheim wartete das Hotel Haarhuis aus der BestWestern-Gruppe auf uns. Erwähnenswert deshalb, weil der ältere Bauteil mit Geldern des Marshallplanes aufgebaut wurde und damit unter Denkmalschutz steht und keine bautechnischen Veränderungen erlaubt werden, daher in diesen Trakt keine Klimaanlage. Gegenüber dem Hotel ist in den letzten 11 Jahren der ultramoderne Bahnhof Arnheim entstanden, der nunmehr (anders als Stuttgart oder BER) seit einem Jahr in Betrieb ist. Hier durften sich dann am Mittwoch die Pedalisten mit ihren Fahrrädern einchecken, während das Gepäck in bewährter Manier mit Spediteur Gerth wieder in Richtung Bissendorf rollte.
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