DIE LINKE fragt nach Sinn und Hintergrund der Überwälder September-Aktion!

DIE LINKE Kreisverband Bergstraße - Sascha Bahl; Christiane Hennrich; Michael Appelt

Private und regionale Probleme, sollen sich zusammen mit den geweckten Geistern der Odenwaldhölle, in Rauch auflösen!


Kirmespolitik erkennen, benennen und eine klare Absage zu erteilen ist weniger eine mutige, als eine mühselige Tätigkeit aber immer wieder lohnend um Politik wieder Ernsthaftigkeit einzuhauchen und nicht der steten Peinlichkeit unhinterfragt auszuliefern, beurteilt DIE LINKE Kreisverband Bergstraße die aktuelle Politlandschaft im Kreis.

„Ein glänzendes Beispiel dafür ist unter anderem die Anfang 2014 von Landrat Matthias Wilkes hoch gekochte „Odenwaldhölle“, deren Auslöser auf eine Jugenderinnerung einer FAZ Redakteurin zurück zu führen ist. Anstatt die darin enthalten Kritik einer Jugendlichen an ihrer heimatlichen Region ernst zu nehmen und aus dieser Rückblende einer heute erwachsenen FAZ-Mitarbeiterin gemeinsam mit den Bürgern Ideen für die Zukunft zu entwickeln, entscheidet sich allen Voran unser Landrat für die Methode des Odenwaldrächers, indem er den Odenwäldern die Schönheit ihrer Heimat erklärt, die Propagandamaschine anwirft, die unter anderem „Ich bin ein Odenwälder“ Aufkleber ausspuckt unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit indem der Erlös, den man gewiss aus der Portokasse hätte leisten können, gespendet wurde, so DIE LINKE Bergstraße.

Auch bleibt uns nun laut Presse die Fortsetzung nicht erspart. Es obliegt nun einem Künstler-Ensemble u.a. die Themen des Landrats aufzugreifen und so findet neben dem Nibelungenlied, auch die „Odenwaldhölle“ künstlerische Verwendung. Nur hat man wohl vergessen den Künstlern, die sich diesem speziellen Thema widmen, die Botschaft von der FAZ-Redakteurin mit auf den Weg zu geben. Stattdessen hat man sich dafür entschieden, gemeinsam mit dem Bürger, die bösen Geister der „Odenwaldhölle“ auszutreiben, indem man gemeinschaftlich einen mit Wünsche und Ängsten gespickten acht Meter hohen Holzkoloss, den „Odenwald Man“, feierlich abfackelt. Ergo: Im Rahmen eines Kulturprogrammes, welches sich die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden zusammen mit dem Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar überlegt haben, sollen sich unter anderem ausformulierte private und regionalen Probleme, zusammen mit den geweckten Geistern der Odenwaldhölle, in Rauch auflösen!

„Politische Problembewältigung nach Kirmes Art“


Grundsätzlich hätte sich Die Linke Bergstraße gewünscht, dass die Thematik um die Odenwaldhölle bei Kulturprojekten außen vor bleiben würde, insbesondere da dieses Thema im Internet nachweislich zu Auswüchsen unter der Rubrik „Ich bin stolz ein Odenwälder zu sein“ geführt hat, mit einem Geruch von Nationalstolz und Lokalpatriotismus der die Nachkriegsgeneration und jeden Bürger mit Geschichtskenntnis erschaudern lässt. Wenn es wirklich darum gehe die Heimatverbundenheit der Bürger aufzuzeigen, oder dies ein Beitrag sein soll zur Identifizierung mit der Heimat, dann ist grundsätzlich mehr von Nöten als ein künstlerisches Projekt. Denn Heimat ist und bleibt der Ort in dem ein gutes, geregeltes Auskommen möglich und die Zukunft gesichert ist und dies auch in Zukunft, was eine ernsthafte politische Herausforderung darstellt und sich nicht durch Kirmespolitik bewerkstelligen lässt. Ein derartiges Projekt ist nett anzuschauen und gewissermaßen spektakulär und es mag auch Kunst sein, darüber lässt sich bekanntlich streiten, doch für DIE LINKE Bergstraße steht es außer Frage, dass dies nur eine weitere Schaufensteraktion unserer herrschenden Belustigungspolitiker ist, denen es wie eh und je ausreicht an der Oberfläche der hiesigen Probleme herum zu lavieren und die Bürger mit „Brot und Spiele“ bei Laune halten zu wollen.

Hätte man mal den Bürger gefragt und zwar im Vorfeld und nicht erst wieder wenn es um Hilfe zur Umsetzung von Projekten geht, die es vielleicht durch des Bürgers Votum noch nicht einmal bis in die Kinderschuhe geschafft hätten. Das und noch mehr Beispiele sind in dem vollständigen Feuilleton Beitrag „Kirmes-Politik im Kreis Bergstraße“ auf der Homepage DIE LINKE Kreisverband Bergstraße nachzulesen und auch nachzuhören:

www.dielinke-bergstrasse.de/politik/meldungen_kreis_bergstrasse
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