Nur 8 Mannschaften spielen in der dritten Liga Ost der Frauen in der Saison 2012/13. Darunter auch der SVL 2, der in der vergangenen Saison den Aufstieg aus der Regionalliga geschafft hatte. Claudia Mürle hatte das Team Mitte der Spielzeit übernommen und wird auch 2012/13 als Coach an der Seite stehen. Dabei wird ihr Mann Christian Mürle aus dem Hintergrund agieren und einspringen, wenn Not am Mann ist.
Einige Änderungen gibt es allerdings personell bei der Mannschaft zu verzeichnen. Weiterhin dabei und als „alte Hasen mit viel Erfahrung“ sicherlich eine Stütze sind Mannschaftskapitänin Michaela Gluchow, Nora Gröger, Cornelia Pantelic und Kristin und Kathrin Standhardinger. Zum Team aus der eigenen dritten Mannschaft stoßen die Jugendspielerinnen Lisa Brandmeier, Laura Gentner, Diana Ittlinger und Stefanie John hinzu. Auch kein unbekanntes Gesicht kommt mit Theresa Schieder zurück in die Mannschaft, die nach ihrem Auslandsaufenthalt den Weg zurück nach Lohhof gefunden hat. Zwei „echte Neuzugänge“ stellen dahingegen Lisa Haddick und Karla Hanhoff dar. Sie studieren beide in München und spielen seit dieser Saison für das Ausbildungsteam des SVL. Die gebürtigen Westfälinnen haben bereits in ihren Vereinen Hamburg und Bad Laer 2. Bundesliga gespielt und kennen sich aus der gemeinsamen Spielzeit in Warendorf. Somit zählen sie trotz ihres jungen Alters bereits zu den erfahrenen Spielerinnen und können der Mannschaft ebenfalls die notwendige Sicherheit geben.
Trotz vieler Neuzugänge, musste die Mannschaft auch einige Abgänge hinnehmen. Annika Bassing, Elisabeth Prkl und Jelena Zulj haben dem Sport erst einmal den Rücken gewandt. Dem Verein treu geblieben und lediglich die Mannschaft gewechselt haben Maja Hammerschmidt (Damen 1) und Alexandra Kettenbach (Damen 3). Lisa Hackauff musste sich verletzungsbedingt neuer sportlicher Herausforderungen stellen und steht dem SVL seit dieser Saison als Physiotherapeutin zur Verfügung. Letzter Abgang verzeichnet mit Inga Vollbrecht nicht nur eine Spielerin, sondern auch Co-Trainerin von Claudia Mürle. Sie spielt und coacht in dieser Saison den 2. Ligisten aus Straubing.
Die neue Konstellation der Liga macht eine Einschätzung für Trainerin Claudia Mürle nicht einfach: „Ich kenne viele Mannschaften einfach noch nicht und weiss deshalb nicht, was man von ihnen erwarten kann. Planegg und Altdorf sind mit uns aufgestiegen und Meiningen und Engelsdorf habe ich auf unserem Vorbereitungsturnier gesehen. Allerdings sind Spiele auf diesen Turnieren bekanntlich nicht sehr aussagekräftig.“ Auf dem Papier könnte der Absteiger aus der 2. Bundesliga, der VfL Nürnberg, der Favorit der Liga sein. Doch auch die Ausbildungsvereine aus Erfurt und Dresden, die schon viele Talente hervorgebracht haben, werden sicherlich ein Wörtchen mitreden wollen.
Deswegen will sich die Trainerin vorab gar nicht so sehr auf alle Gegner konzentrieren, sondern von Spiel zu Spiel denken und dabei so viele Siege wie möglich einfahren. Da es sich bei der Mannschaft um ein Ausbildungsteam, dass das Sprungbrett für die 1. Mannschaft darstellt, gibt es allerdings neben dem anvisierten Tabellenplatz noch ein zweites, wichtiges Ziel. Es geht darum, „besonders die jungen Spielerinnen soweit zu bringen, dass eine Empfehlung für die 1. Mannschaft ausgesprochen werden kann“. Und das tolle daran ist: Nicht nur die Jugendspielerinnen haben das Niveau und die Ambitionen, um an die Leistungen, die in der 2. Bundesliga gefordert sind, anzuknüpfen. Auch die „alten Hasen“ und externen Neuzugänge können die Spielklasse aufweisen, die in der höheren Liga gefordert ist – da ist sich die Trainerin sicher: „Das Team ist in der Mischung aus Jung und Alt perfekt. Wir haben im Training ein sehr hohes Niveau und durch die Verbindung zur 1. Mannschaft und parallelen Trainingszeiten optimale Bedingungen. Ich bin mir sicher, dass sich das Team im Laufe der Saison enorm steigern kann.“
Seit Mitte Juli bereitet sich die Mannschaft auf den ersten Spieltag bevor. Nach viel Athletik-, Kraft- und Techniktraining in der ersten Phase, folgten anschließend eine Menge Balleinheiten. Bis auf das Vorbereitungsturnier beim SVL, das die Mannschaft gewann, gab es nur ein Testspiel gegen TV Planegg am vergangen Mittwoch. Das gefiel sowohl Trainerin und Mannschaft allerdings gar nicht und es wurde unter „einer schlechten Generalprobe, die ja ganz gut ist“, abgehakt. Die Mannschaft ist also heiß auf das Spiel und dass die Saison nun endlich beginnt. Zu Meiningen kann sich die Trainerin nicht wirklich äußern: „Auf dem Vorbereitungsturnier haben wir sie zwar gesehen, aber mit wem ein Team da letztendlich spielt, weiss man ja nie. Ihr erstes Saisonspiel haben sie allerdings schon gewonnen. Aber natürlich fahren wir nach Meiningen mit dem Ziel, das Spiel zu gewinnen.“
Um 18 Uhr wird das Spiel in der Multihalle angepfiffen und ab dem Zeitpunkt heisst es dann Daumen gedrückt halten. Die Lohhofer Damen wollen genau wie die erste Damenmannschaft (Grimma) und erste Herrenmannschaft (Deggendorf), die beide ebenfalls auswärts ran müssen, die Punkte nach Unterschleißheim holen. Am darauffolgenden Samstag wird sich das Team bei der Heimpremiere dann auch das erste Mal den heimischen Fans präsentieren. Der Termin kann also bereits vorgemerkt werden.







