Neuer Hightech-Kessel macht Dampf: Einzigartige Kraftwärmekopplung bei Brauerei Gold Ochsen installiert

Mit einer Investition von rund zwei Millionen Euro verbessert die Ulmer Brauerei Gold Ochsen ihre Effizienz. Im Zeitraum von einem Jahr planten die Gold Ochsen–Ingenieure eine effiziente Kraftwärmekopplung die seinesgleichen sucht. Am Dienstag (8. Dezember) wurde der neue Dampfkessel mit einem Sondertransporter angeliefert und mittels eines 700-Tonnen-Autokrans ins Kesselhaus bugsiert.
Ulm. Einen weiteren Meilenstein in der über 418-jährigen Geschichte der Ulmer Brauerei Gold Ochsen, setzt Geschäftsführerin Ulrike Freund mit der Installation eines Dampfkessels mit vorgeschalteter Mikrogasturbine im Kesselhaus der Traditionsbrauerei. Rund ein Jahr lang planten die Verantwortlichen die maßgeschneiderte Kraftwärmekopplungs-Anlage (KWK), die eigenen Strom und Wärme erzeugt. „Mit der Installation setzt Gold Ochsen ein eindeutiges Zeichen für die Energiewende und für die Schonung unserer Ressourcen“, betont Ulrike Freund. Die wirkungsweise der komplexen KWK-Anlage bestehend aus Dampfkessel, Mikrogasturbine und Abgasbrenner beschreibt Projektleiter Siegfried Lackner folgendermaßen: „Zur Erzeugung von Wärme und Strom wird in der Mikrogasturbine Erdgas verbrannt. Die dadurch erzeugten heißen Abgase gelangen dann über einen speziellen Abgasbrenner in den Kessel und werden hundertprozentig zur Dampferzeugung genutzt.“ Mit dieser effizienten Kombination ist die Brauerei nun in der Lage bis zu 800 Kilowatt Strom selber zu erzeugen und damit ganze 40 Prozent ihres Eigenstrombedarfes zu decken.
In einer Installationszeit von rund einer Woche verwirklicht die Traditionsbrauerei jetzt das anspruchsvolle Projekt am Ulmer Standort. Die neue Kraftwärmekopplung ersetzt einen rund 50 Jahre alten Dampfkessel. „Um den neuen, rund 30 Tonnen schweren, Dampfkessel ins Kesselhaus zu hieven musste zuvor ein Teil des Hausdaches entfernt werden“, berichtet Siegfried Lackner. Mit einem 700-Tonnen Autokran wurde der neue Kessel Zentimeter um Zentimeter durchs offene Dach abgeseilt. „Die neue Kraftwärmekopplungs-Anlage trägt wesentlich dazu bei, die Produktionssicherheit und die Produktivität der Brauerei Gold Ochsen zu steigern. Damit gewährleisten wir unseren Vertriebspartnern, dass unsere gemeinsamen Kunden auch weiterhin Ulms flüssiges Gold in gewohnter Qualität und in stets ausreichender Menge erhalten“, berichtet Gold Ochsen Geschäftsführerin Ulrike Freund. Weiter berichtet Ulrike Freund, „dass das Investitionsvolumen von fast zwei Millionen Euro direkt aus dem Familienunternehmen finanziert wird.“
„Mit Worten allein gibt es keinen Fortschritt, mit dieser Investition hat die Brauerei wieder einmal gezeigt, dass sie sich allen Herausforderungen stellt und am Standort und der bewährten Qualität festhält“, sagt der technische Betriebsleiter und erster Braumeister Stephan Verdi.
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