GEBET von Fernando Arrabal. Premiere am 3.02.2014 um 14 Uhr an der Ulmer Wand. Eintritt frei.

Ulm: Die Ulmer Wand | Ulm, den 27. Januar 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

das neue Jahr 2014 fängt im kleinsten Theater Deutschlands sogleich mit einer Straßen -Theater- Premiere am 3. Februar 2014 um 14 Uhr an der Ulmer Wand zum 20. Todestag des ehemaligen Intendanten Theo Dentler an. Die "weste"-einen Kind der BRD- wie die Presse es betonte, feiert somit sein 65. institutionelles Jubiläum in Baden-Württemberg, sowie auch das ganze Jahr über mit besonderen Aktivitäten.
Unter der Regie von Dr. Alexey Prokaev-Kooperations Partner der Ulmer westentasche aus der Russische Föderation werden in der Inszenierung GEBET(Original französisch Oraison) von Fernando Arrabal "Fidio"(Thomas Dentler) und "Lilbe"(Nancy Calero) experimentell und dramatisch der Tag der Beerdigung eines Kindes gezeigt. Es gibt nur einen Sarg, einen Graffiti-Kruzifix und die Stille. Beide sitzen und beraten darüber, wie sie es anstellen könnten, von heute an gute Menschen zu sein. Im Verlauf ihres Gesprächs über das Wesen des Guten erfährt man, dass sie am Sarg ihres eigenen Kindes sitzen, von ihnen eigenhändig umgebracht. In einer beunruhigenden Mischung aus Naivität, Unschuld und Grausamkeit reden sie über das Beispiel Jesus und beschließen, es mit dem Gutsein jedenfalls einmal zu versuchen - obwohl sie ahnen, dass es wahrscheinlich langweilig werden wird.
Dieser Einakter wurde am 13.04.1958 in Paris uraufgeführt. 2 Jahren später spielte in Köln das Keller Theater die deutsche Erstaufführung. Theater Legenden Theo Dentler und Christiane Peinert holten die Rechte dieses avantgardistischen Stückes im Jahr 1962 fürs Künstlerhaus und spielten es erfolgreich. Auf deutsch von Lore Kornell möchten die westentäschler zum 65. Jubiläum die Fragen der Zivilisation wieder reflektieren und nachdenklich werden lassen. Die Inszenierung ist nach ihrer Première ab März 2014 in der Spielstätte des Theaters in Böfngen, sowie dann auf den Freilichtbühnen im laufenden Jahr zu erleben, auch die Gastspiele in Moskau und Sankt-Petersburg sind angekündigt. Gefördert wurde es aus Mitteln der Innovation Kunst-Förderung des Landes.
Mit:
Fidio: Thomas Dentler
Lilbe: Nancy Calero
Bühnenbild-Plakat: Hans-Jürgen Brandes
Bilder:westentasche
Kostüme/Maske: Elfie Haas
Technik/Programme: Maria Reinhardt
Regie: Dr. Alexey Prokaev
Über den Autor:
Fernando Arrabal wurde 1932 in Melilla/spanisch Marokko geboren und studierte in Madrid Jura. Seit 1955 lebt er in Frankreich und schreibt in französischer Sprache. Der Vater, ein in Marokko stationierter Offizier der republikanischen Armee Spaniens, wurde 1936 beim Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges verhaftet. Nach seiner angeblichen Flucht blieb er verschollen. Der Verlust des Vaters, der Verdacht, die pro-franquistische Mutter habe den Vater denunziert, die Szenarien des spanischen Bürgerkriegs sowie die Bilder faschistischer Machtdemonstration, beeinflussten nachhaltig Arrabals Werk. 1962 gründete er mit Topor, Jodorowski und Sternberg die «Panische Bewegung». 1967 wurde er während einer Spanienreise wegen provozierender Äußerungen festgenommen und inhaftiert. Nach seiner Freilassung postulierte er ein théâtre politique, ein politisch engagiertes, anti-diktatorisches Theater. Sein Lettre au Géneral Franco (1972) ist eine Anklage gegen das Regime. Neben seinem dramatischen und lyrischen Werk veröffentlichte er u. a. auch die Prosatexte Baal Babylone (1959), Riten und Feste der Konfusion (1967) und Hohe Türme trifft der Blitz (1983), sowie Die rote Jungfrau (1986). 1970 debütierte er mit dem surrealistischen Film Viva la muerte, der auf Baal Babylone basiert, als Regisseur. Seit 1968 ist er der Herausgeber der Zeitschrift «Le Théâtre». Ausgezeichnet wurde Arrabal u.a. mit dem Grand Prix de Théâtre (1967), Obie Award (1976), Chevalier des Artes et des Lettres (1983), Worlds Theatre Prize (1984), Medalla de Oro da las Bellas Artes (1986), Prix de Théâtre de l'Académie Française (1993), Grand Prix de la Société des Gens de Lettres (1996), Prix du Centre National du Livre (1996), Prix de la Société des Auteurs (1998), Premio Cine y Literatura «Eninci» (2000) und dem Premio Nacional de Teatro (2001).
Alle sind zur Première an der Ulmer Wand herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
theater in der westentasche, Ulm
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