„In Neu-Ulm kommen die Orchideen besonders schön zur Geltung", Interview mit ESH-Geschäftsführer Herbert Lang

NEU-ULM. Bereits zum 16. Mal finden in diesem Jahr vom 24. bis 26. Februar die Neu-Ulmer Orchideentage im Edwin-Scharff-Haus (ESH) statt. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung ist nicht nur bei regionalen und nationalen Orchideenkennern überaus beliebt - aus der ganzen Welt reisen Züchter und Referenten in die bayerische Donaustadt, um bei der öffentlichen Blumenschau mit dabei zu sein.
Im Gespräch mit dem Edwin Scharff-Haus-Geschäftsführer Herbert Lang erläutert er neben Wissenswertem über die Neu-Ulmer Ausstellung die Gründe für den Erfolg der international geschätzten Orchideentage.

Frage: In diesem Frühjahr finden die 16. Orchideentage im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus statt. Wann genau und über welchen Zeitraum findet die Blumenschau statt?
Herbert Lang: Die Orchideentage beginnen am Freitag, den 24.02.2012 und dauern bis zum Sonntag, den 26.02. Derselbe Zeitrahmen wie vor 2 Jahren.


Frage: Wann fanden die ersten Neu-Ulmer Orchideentage statt? Wer ist Veranstalter?
Herbert Lang: Die ersten Orchideentage wurden 1980 im Edwin-Scharff-Haus veranstaltet. Anlass war seinerzeit die Landesgartenschau. Seit dieser Zeit fand alle 2 Jahre eine Orchideenschau statt.
Veranstalter ist die DOG, die Deutsche Orchideengesellschaft e.V.
Frage: Auf welche Art und Weise unterstützt die Stadt Neu-Ulm die alle zwei Jahre stattfindenden Orchideentage?
Herbert Lang: Die Stadt stellt die Räumlichkeiten für die Ausstellung im Edwin-Scharff-Haus zur Verfügung. Außerdem werden die Vorbereitungen für die Ausstellung sowie die gesamten Aufbauarbeiten für die Ausstellungsstände vom Personal des Edwin-Scharff-Hauses durchgeführt.
Die Gestaltung der Ausstellung übernimmt die Orchideengesellschaft, deren Mitglieder die einzelnen Bereiche in ein phantastisches Blumenmeer verwandeln.


Frage: Wie lange dauern die Vorbereitungen für die dreitägige Blumenschau?
Herbert Lang: Die Vorbereitungen beginnen natürlich schon einige Monate vor den Orchideentagen. Dazu gehört der Abschluss von Verträgen, z.B. mit Künstlern und Ausstellern und die Programmgestaltung. Die Aufbauarbeiten im Edwin-Scharff-Haus beginnen eine Woche vor Ausstellungseröffnung.


Frage: Woher kommen die Orchideenzüchter, die sich für die Blumenschau anmelden?
Herbert Lang: Die Züchter kommen aus der ganzen Welt. Bei den Orchideentagen 2010 kamen Züchter aus Deutschland, Holland, Italien und aus Übersee, um ihre Pflanzen auszustellen. Natürlich werden auch regionale Züchter berücksichtigt.


Frage: Zum 16. Mal werden die Orchideentage im Edwin-Scharff-Haus veranstaltet. Was denken Sie, warum hat das Edwin-Scharff-Haus einen solch großen Publikumsanreiz bei einer Ausstellung von natürlichen Pflanzen?
Herbert Lang: In Neu-Ulm kommen die Orchideen besonders schön zur Geltung. Das liegt zunächst sicherlich an der besonderen Architektur des Edwin-Scharff-Hauses mit seinen lichtdurchfluteten Foyers. Genauso kommt die Anordnung der einzelnen Räume der gesamten Ausstellung entgegen. Die wunderschönen Pflanzen harmonieren hervorragend mit dem besonderen Flair des Edwin-Scharff-Hauses.


Frage: Welche Räumlichkeiten Im Edwin-Scharff-Haus werden in die Ausstellung einbezogen?
Herbert Lang: Der gesamte Eingangsbereich im Erdgeschoss sowie im OG die Foyers, auch der große und der kleine Saal werden mit einbezogen. Da wie bereits 2010 kein Orchideenball stattfindet, wird sich besonders der große Saal wieder in einem Blumenmeer den Besuchern präsentieren.


Frage: Findet bei den 16. Orchideentagen wieder ein kleines Rahmenprogramm rund um die Orchidee statt?
Herbert Lang: Geplant ist, wie bei den vergangenen Orchideentagen, dass Schmuck, auch in Form von Orchideen, ausgestellt wird. Für die Kinder finden am Samstag und am Sonntag Vorstellungen des Puppentheaters Schlabbergosch statt. Am Samstag Abend wird im Rahmen des „Orchideenzaubers bei Nacht“ die Salsa- und Showband Azucar Cubana die Besucher unterhalten. Passend dazu werden Cocktails und Getränke zu günstigen Preisen angeboten. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Es werden kleine Gerichte angeboten. Am Sonntag Vormittag geht es weiter mit einem zünftigen Weißwurstfrühstück. Zur Unterhaltung spielt das „Zeller Zieh- und Zupf Trio“.


Frage: Bei jeder Orchideenschau wurde bisweilen eine Orchidee getauft. Können Sie uns schon verraten, wer bei der diesjährigen Orchideenschau als Pate für eine neu gezüchtete Orchidee auserwählt ist?
Herbert Lang: Das soll, wie in den vergangenen Jahren, eine Überraschung sein. Es wäre daher zu früh, jetzt schon einen Namen bekannt zu geben.


Frage: Gesellschaftlicher Höhepunkt der Orchideentage ist der Orchideenzauber bei Nacht am Samstag der Veranstaltung. Was ist das Besondere an der abendlichen Öffnung der Ausstellung?
Herbert Lang: Nun, neben dem Liveauftritt von „Azucar Cubana“ finden auch Showeinlagen der Tänzerinnen statt. Die besonders illuminierte Blumenschau, bei der die Orchideen in einem besonderen Licht bewundert werden können, lädt zum Flanieren ein. Und das alles zum selben Eintrittspreis.


Frage: Mit welcher Besucherzahl rechnen Sie bei den diesjährigen Orchideentagen?
Herbert Lang: Anlässlich der Orchideentage 2010 waren rund 9.500 Besucher in unserem Haus. Wir hoffen natürlich, dass diese Besucherzahlen wieder erreicht werden. 10.000 wären ein Superergebnis.


Frage: Welche Tipps können Sie Besuchern der Ausstellung mit auf den Weg geben?
Herbert Lang: Ein Tipp wäre, die Ausstellung schon am Freitag zu besuchen. Dann ist der Andrang erfahrungsgemäß am geringsten. Für Besucher mit Kindern bietet sich der Samstag und Sonntag an. Dann können die Eltern in Ruhe die Ausstellung genießen, während die Kinder vom Puppentheater Schlabbergosch unterhalten werden.


Frage: Wo findet der interessierte Besucher weitere Informationen zur Blumenschau?
Herbert Lang: Alle Informationen rund um die Orchideentage können Interessenten unserer Homepage www.orchideentage.neu-ulm.de entnehmen.

Das Interview mit Herbert Lang führte Aurel Alexander Dörner

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