Zweibeiner-Feldhase - mal schauen, wer noch so da ist.

Letzte Woche noch waren die Wiesen an der Fuhse voll mit trächtigen Rehen. Zur Zeit scheinen sie mit Werfen von Kitzen beschäftigt zu sein.
Der Hase hoppelte gemächlich etwa 50 Meter vor mir von rechts aus einer Wiese, querte vor meinem Rad den Kanalsweg, stellte sich aufrecht (nach dem Motto: wenn's keiner sieht, gehen wir Hasen auf zwei Beinen? Nein, um besser über die langen Halme sehen zu können, natürlich) und verschwand dann im hohen Gras westlich des kleinen Kanals. Bin mir nicht sicher, ob er um meine Anwesenheit wusste.
Ich wünschte nur, ich hätte ein Teleobjektiv zur Hand gehabt. Aber auch so freue ich mich über das seltene Motiv. Ein bisserl Glück gehört halt immer dazu.
Will man im Kornfeld nach den Weibchen sehen,
muß man wie die Menschen aufrecht gehen.
Hat man die Häsin dann endlich gefunden,
macht man sich ein paar vergnügte Stunden.
....normalerweise ist das ja andersrum, wir stehen auf der Straße und schauen auf das Wild im Gras.
LG Reinhold
....handelt es sich hierbei nicht um ein Kaninchen? (kurze Löffel)
Dieser Hase hat bekanntlich Löffel. Im "Vergleich" mit einem Mann, möchte keiner die Kürze der Kaninchenohren besitzen. Es sei denn, er hätte sehr viel Geld.
War das nicht eher was mit der Nase... ? ;-) Nein, eindeutig Hase!
Hasen und Kaninchen sehen sich nur auf den ersten flüchtigen Blick ähnlich. Es sind zwei völlig verschiedene Tiere. Merkmal Ohren, ja, die sind bei Karnickels kleiner, so wie das ganze Tier. Kaninchen leben in Gruppen, buddeln Höhlen, die Jungen werden dort blind und nackich geboren.
Bei Hasen gibt es Sassen zum Ausruhen für die langbeinigen Einzelgänger. Bei Gefahr machen sich die Biester flach und die Jungen hüppeln als schon ziemlich fertiges Modell durch die Ackerrillen. Leider kennen die sich mit Beregnung nicht so richtig aus und daher gehen jedes Jahr etliche Junghasen Hops.
Nur zu Ostern verwischen sich die Grenzen der beiden Arten zu etwas ganz Neuem: dem Osterhasen, der aufrecht geht, Kiepen mit selbst angemalten Hühnereiern schleppt und diese bei Menschenskindern versteckt.
Oder als Schokoladenhohlkörper, der eine noch kürzere Halbwertzeit, als die lebenden Küken hat, die zu Ostern auch gerne mal verschenkt werden. Hat alles mit lustigen heidnischen und zu christlichem umgefrickelten Bräuchen zu tun. Spielt aber beides keine Rolle mehr als traditionelles Brauchtum, weil den Reibach natürlich heute der Handel (und die Werbung) mit diesem Krams macht.
In diesem Sinne ...
Beate, gut beschrieben, diese "Biester". Auch manche südöstlichen
"Mitbürger", haben Nasen, die , wenn Deine These stimmt,
Elfantenrüssel haben müßten. Die mit den 12. Jungfrauen ?
Jetzt weiß ich auch warum ältere Herren diese Pampers ähnlichen Hosen tragen. das sind also keine Prostatiker, sondern Dank deiner These,
Rüsselträger ? In diesem Sinne ;-) :-) ;-)

Gratulation zu diesem wunderschönen tierischen Eindruck. Es ist ein Glücksgefühl das einen Fotografen beschleicht, denn das Spiel der Hasen ist so fast nicht mehr in freier Natur zu sehen.
Einfach Spitzeeeeee..... : - ) Gruß Max Bils