Pizza und Politik: Grüne treffen Erstwähler

Der Name ist bei uns Programm
 
MdB Sven-Christian Kindler hört aufmerksam zu

Uetze: Trotz des unbeständigen Wetters machten sich viele Jugendliche mit ihrem Fahrrad aus fast allen Teilen der Gemeinde auf und kamen in die Dedenhäuser Straße.

Über 20 ErstwählerInnen waren der Einladung der Grünen in Uetze zu:
“Pizza und Politik” gefolgt. Als Gäste waren Sven-Christian Kindler, mit 26 Jahren der zweitjüngste Bundestagsabgeordnete im Bundestag und Doris Klawunde, stellvertretende Regionspräsidentin gekommen. Sie standen – neben den Grünen des Ortsverbandes Uetze - den ErstwählerInnen Rede und Antwort. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen kamen aus Uetze, Hänigsen, Katensen, Eltze und Dollbergen. Auch alle Schulformen – Gymnasium, Realschule und Hauptschule - waren verteten. Einige junge Erwachsenen sind schon in Ausbildung oder im Studium.

Themen waren:

1. Die Situation an den Schulen, sowohl am Gymnasium als auch an der Real- und Hauptschule. Die verkürzte Schulzeit auf 12 Jahre bis zum Abitur wurde kritisiert. Die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in Uetze – im Wahlprogramm von den Grünen gefordert - wurde diskutiert. Sven-Christian Kindler erläuterte dazu, dass Integrierte Gesamtschulen stark nachgefragt werden, weil die SchülerInnen sehr gute Lernerfolge erzielen. So unterstützen die besseren SchülerInnen in den jeweiligen Fächern die schlechteren SchülerInnen, was zu einem besseren Lernklima und besseren Schulergebnissen für alle führt. Für alle SchülerInnen besteht die gleiche Chance auf einen qualifizierten Abschluss. Auch die Ergebnisse der SchülerrInnen, die an der IGS Abitur machen sind im Vergleich sehr gut. Es ist also kein Wunder, dass für viele Eltern – und die Nachfrage steigt immer mehr – die Wahl einer IGS für ihre Kinder die beste ist.


2. Wichtig war den Jugendlichen auch das Thema Toleranz, etwa gegenüber MigrantInnen, Homosexuellen oder einfach nur anders Denkenden. Die Jugendlichen wünschen sich, dass die Toleranz und überhaupt Werte und Normen und soziale Kompetenz mehr thematisiert werden. Die Einrichtung eines Ausländerbeirats – ähnlich dem Seniorenbeirat – wurde diskutiert und darüber, wie eine bessere Integration möglich ist. Die grüne Regionskandidatin Arifé Akcam-Hytrek aus Uetze nahm die Wünsche und Anregungen zu diesem Thema gerne auf, sie ist auch im Schulelternrat der Realschule Uetze aktiv.

3. Kommunalpolitisch wurde kritisiert, dass Vereine und Jugendtreffs zu wenig unterstützt werden. Die Vereine, die Angebote für Kinder und Jugendliche machen, hätten z.B. nicht genug Hallenzeiten. Mehr Jugendtreffs und eine bessere Unterstützung der Vereine wurden deshalb gewünscht. Diskutiert wurde außerdem, in welcher Form die Jugendlichen mehr Einfluss auf die politischen Entscheidungen nehmen könnten.

4. Die Uetzer Grünen wurden zum Wahlprogramm der Grünen für Uetze befragt: Dazu äußerten sich die beiden Ratsmitglieder: Georg Beu zu den Themen Umweltschutz und Finanzen und Thomas Faßbender zu den Themen demographische Entwicklung und Integration.

Zum Ende der Veranstaltung wurde Sven-Christian Kindler noch zu seinem Werdegang befragt, er motivierte die TeilnehmerInnen, sich politisch zu engagieren und sich einzumischen.

Fazit: Die TeilnehmerInnen, Gäste und die Grünen Uetze waren sehr zufrieden mit der gelungenen Veranstaltung und natürlich mit der leckeren Pizza. “Wir nehmen die vielen Anregungen und Ideen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf und nehmen sie mit in unsere politische Arbeit in den jeweiligen Gremien”, so Dina de Haas, Vorsitzende der Grünen Uetze.

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