…und am Ende fehlte die Kraft: Uetzer Handballdamen müssen sich Tabellenführer geschlagen geben

Am vergangenen Sonntag empfingen die Uetzer Damen auf neuem Sporthallenboden die Damen des Hannoverschen SC. In einem größtenteils ausgeglichenen Spiel konnte Uetze den Gästen aus Hannover insbesondere durch eine energische und standhafte Abwehr die Stirn bieten. Vor allem in der zweiten Halbzeit jedoch ließ die Kraft der Gastgeberinnen deutlich nach, sodass die Damen aus Hannover zwei Punkte mit nach Hause nehmen durften.
Beide Mannschaften starteten auf Augenhöhe in das Spiel. Wenngleich die blau-schwarzen Uetzer den 1:0-Eröffnungstreffer dieses Spiels setzten, gelang es den Hannoveranerinnen sich recht zügig mit drei Toren abzusetzen (2:5). Uetze jedoch beeindruckte dies noch wenig und kämpfte sich bis zur Hälfte der ersten Halbzeit zunächst an einen 6:6-Ausgleich heran und übernahm dann mit einem 7:6 kurzzeitig die Führung. Hannover antwortete – wohl etwas erschrocken – energisch mit dem Ausgleich (7:7) und verschaffte sich dann zur Halbzeit mit zwei Toren Führung ein kleines Polster. Mit einem 8:10 ging es für beide Mannschaften zunächst in die Kabine.

Trainer Rainer Bode zeigte sich in der Halbzeitpause sehr zufrieden mit der Defensive. Die Abwehr der VfL-Damen stand an diesem Tag größtenteils sehr gut, sodass die Damen des SC bereits in der ersten Halbzeit des Öfteren durch die erhobene Hand der Schiedsrichterin zum Abschluss gezwungen werden mussten. Am Sechsmeterrraum war für die gegnerische Kreisläuferin zumeist kein Durchkommen und auch den Rückraumspielerinnen ließ Uetze keine großen Gelegenheiten, sich in einem schnellen Zweikampf zur Kreislinie vorzuarbeiten. Dennoch sollte jetzt insbesondere die halblinke Rückraumspielerin der Gäste kurzgenommen werden, da es ihr zeitweise doch noch gelang sich über die Außen- oder Mittepositionen eine passable Wurfmöglichkeit zu erlaufen.
An der Abwehr gab es also nicht viel zu meckern, dafür ließ der Angriff der Uetzer Mädels an diesem Tage etwas zu wünschen übrig. Recht ideenlos fehlte es oft an entschiedenem Druck auf die gegnerische Abwehr, die sich so nur schwer für Lücken etwas auflösen ließ. Entsprechend schwierig gestaltete sich das Spiel für beide Uetzer Kreisläuferinnen, die konsequent von zumeist zwei Spielerinnen dicht gemacht worden sind. Die Uetzer Rückraumspielerinnen gaben sich redlich Mühe und auch wenn zeitweise der ein oder andere Ball aus der zweiten Reihe im Netz der Gegner landete, gingen einige Bälle neben das Tor des SC oder wurden vom Körper der Gäste geblockt.

Die zweite Halbzeit startete dann in den ersten Minuten völlig verschlafen, der SC setzte drei weitere Tore und ließ Uetze mit einem 8:13 recht alt aussehen. Trainer Bode schmiss wenige Minuten nach Anpfiff der zweiten Hälfte umgehend die grüne Karte und sorgte im Team-Time-Out für den Wachrüttler zur zweiten Hälfte. Uetze riss sich nun wieder zusammen und auch die Manndeckung der Halblinken Rückraumspielerin des SC ging voll auf. In der zweiten Hälfte konnte sie größtenteils von 14m aus ihrer Mannschaft nur noch beim Angriff zuschauen. Uetze kämpfte sich wieder auf ein 14:15 heran, deutlich aber war, dass die Kraft nun wirklich nachließ. Zu langsam gestalteten sich der Angriff und das Rückzugsverhalten, sodass sich Hannover vier weitere Tore durch einige Tempogegenstöße erarbeitete. Beide Mannschaften trennten sich schlussendlich mit einem 15:19.

Für Uetze spielten:
Jenny Ricke (TW), Yvonne Scherer (4), Nora Fieberg (2), Alina Kohlmeier (3), Marleen Wendland, Lena Heineke (2), Julia Winkel, Frederike Schaper, Samira Kunz (1), Yvonne Köneke, Josefin Wendland (3), Lea Krüger
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