Uetzer Gymnasiasten testen ihr Talent im Sportschießen

Vom 15. bis 17. Juli hat das Gymnasium Unter den Eichen in Kooperation mit dem Schützenverein Uetze einen Workshop zum Thema "Sportschießen" durchgeführt. Zwölf Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 konnten unter Anleitung der Gewehrtrainerin Silke Opitz zuerst einen Tag das Gewehrschießen ausprobieren. Anschließend trainierten sie dann an zwei weiteren Tagen mit Pistolentrainer Donald Albrecht und der ehemaligen deutschen Jugendmeisterin Marit Albrecht die Grundtechniken des Schießens mit der Luftpistole.

Die Idee zu dem Workshop stammte von der Gymnasiastin Franziska Maria Deicke. Sie hatte für die Projektwoche des Gymnasiums, die unter dem Motto "Talente tauschen" stand, ihr Hobby Sportschießen vorgeschlagen. Die entsprechende Anfrage der Schule wurde im Uetzer Verein gern aufgenommen. Die beiden Trainer waren sich schnell einig, dass sich damit die Möglichkeit bietet, das olympische Sportschießen einer Gruppe Interessierter zugänglich zu machen, die nicht schon durch Familie oder Freunde einem entsprechenden Verein nahe stehen. Bedingung für die Durchführung war deshalb, dass möglichst nur Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die noch keine Erfahrung im aktiven Sportschießen haben. Da im Uetzer Verein der Schwerpunkt in der Jugendarbeit derzeit bei den olympischen Pistolendisziplinen liegt, war auch schnell klar, dass der zeitliche Schwerpunkt nach einem eintägigen Einstieg über das Luftgewehrschießen ein zweitägiger Kurs im Pistolenschießen sein sollte. Dazu entwickelte Donald Albrecht in Anlehnung an die Schülerlehrgänge des niedersächsischen Sportschützenverbandes ein Stufenprogramm mit mehreren Theorie- und Praxiseinheiten, das am Freitag dann genau wie bei den Gewehrübungen mit einem kleinen Wettkampf abschloss. Dabei ging es darum, zwölf Schuss unter Wettkampfbedingungen mit einem möglichst geringen Streukreis abzugeben, was Loredana Tripari mit einem bemerkenswerten Streukreis im 8-er Durchmesser klar für sich entschied.

Alle Teilnehmer waren interessiert und begeistert bei der Sache. Sogar die angebotenen Pausen wurden nicht genutzt, da die Schülerinnen und Schüler sich schnell einig waren, dass zur Erholung der Wechsel zwischen Theorie und Praxis völlig ausreichend war. An allen Tagen standen mit Anna Riechelmann, Wolfgang Krüger und Marten Heuer zudem zeitweise drei erfahrene Leistungsschützen zur Unterstützung bereit, die weitere olympische Disziplinen vorführten sowie Informationen über Ausrüstung und praktische Erlebnisse beisteuerten.

Nach drei intensiven Tagen waren die Teilnehmer, der betreuende Lehrer und die Ausbilder vom Schützenverein sehr zufrieden über einen erfolgreichen Lehrgang, der allen auch viel Spaß gemacht hat. Die Teilnehmer fanden besonders gut, dass sie die Theorie immer sofort praktisch umsetzen konnten und das Programm aufgelockert gestaltet war. Eckhard Gieseler, der das Projekt als Lehrer betreute, lobte vor allem die intensive und gute Vorbereitung durch den Uetzer Verein und die Bereitschaft der Ausbilder, für den Workshop einige Urlaubstage zu opfern. Und die Ausbilder freuten sich über die sehr aktive Bereitschaft zur Mitarbeit bei allen Schülerinnen und Schülern, auch wenn am Ende nicht alle ihr Talent im Sportschießen sahen. Besonders erfreulich war, dass vor allem einige Teilnehmerinnen zum Schluss die erlernten Technikelemente bereits sehr bewusst einsetzten, so dass tatsächlich einige echte Talente im Sportschießen entdeckt werden konnten und so das Ziel "Talente tauschen" gut erreicht wurde.
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