Durchs wilde Tansania mit Ernie Meyer

  Uetze: Deutscher Kaiser | Rund 160 interessierte Bewohner aus Uetze und Umgebung sind an einem Mittwochabend im Februar der Einladung durch den Heimatbund zum Vortrag von Reisereporter Ernie Meyer gefolgt. Der Chef des Deutschen Kaiser, Hans-Jürgen Schasse musste zusätzliche Sitzgelegenheiten anbieten. Alle Plätze waren schnell belegt und mit kleiner Verzögerung wurde dann durch den Vorsitzenden des Heimatbundes, Peter Doms, die Veranstaltung eröffnet.

Da steht er, Ernie Meyer mit dem Mikro vor der Brust und erzählt uns afrikanische Lebensumstände und Weisheiten, warnt vor der Lautstärke der brüllenden Tiere und besänftigt die Runde mit lauten musikalischen Tönen aus dem Musical „König der Löwen“, die ganz im Einklang zu den gezeigten, wunderschönen und gestochen- scharfen Bildern stehen. Weltenbummler Meyer hat zu jedem Bild eine kurze Anekdote parat und dabei immer wieder Menschen und Tiere im Blick, die er mit der Linse eingefangen hat. Darüber hinaus sehen wir Landschaftsportraits der trockenen Savanne im Bereich des Serengeti-Nationalparks mit tausenden von wilden Tieren wie Flußpferde, Gnus, Zebras, Nashörner, Krokodile, Elefanten, Affen und natürlich Leoparden und Löwen. Dann im Bild festgehalten der mächtige und magische Kilimandscharo mit seiner weißen Schneehaube, den zu Kaisers Zeiten höchsten Berg im damaligen Deutschen Reich. In Begleitung einheimischer Reiseführer hat Ernie Meyer mit Geländewagen, Heißluftballon, Propellerflugzeug und zu Fuß die fruchtbaren Gegenden in Tansania erkundet und dabei mit vielen Menschen spontan einen herzlichen Kontakt gepflegt. Ob Plantagenbesitzer, Mitarbeiter entlegener Unterkünfte - auch Lodges bzw. Tented Camps genannt - oder stolze und argwöhnische Massai, sowie deren Kinder in der Dorfschule , sie alle, so hatte man im Saal den Eindruck, haben den „deutschen Meyer“ ins Herz geschlossen und er sie.
Als besonderes Dankeschön hat sich die evangelische Partnergemeinde von Hannover-Marienwerder im kleinen Dorf Moshi zusammen gefunden und ein wunderschönes Lied in Suaheli-Sprache gesungen. Zu Tränen gerührt, was man auch jetzt im großen Saal Ernie Meyer anmerkte, fiel der Abschied nicht leicht. Eine lange und anstrengende Reise nach Afrika war beendet.
Prof. Grzimek hatte in seinen Sendungen nach der Tagesschau in den 60iger Jahren versucht den Menschen in Deutschland die afrikanische Flora und Fauna in all ihren Facetten näher zu bringen. Damals klang die Botschaft eher pessimistisch und traurig: Serengeti darf nicht sterben, war der Warnhinweis. Heute und insbesondere durch die Bilder und Wortbeiträge von Ernie Meyer wissen wir aus erster Hand, dass die Serengeti im Ngorongoro-Ökosystem funktioniert, ja sie lebt!
Einige im Plenum nickten und mit einem warmen Applaus bedankten sich die Zuhörer für die tollen afrikanischen Impressionen. Beim Verlassen der Gaststätte
sagte eine ältere Dame: das war ein herzerfrischender Vortrag und sie fühlte sich in ihre Jugend- und Schulzeit zurück versetzt, denn es kam ihr vor, als habe sie Geschichts- Erdkunde- und Sozialkundeunterricht gleichzeitig erfahren. Nur waren damals die Lehrer nicht so lustig und einfühlsam wie Ernie Meyer. Er hätte auch Pädagoge werden können, meinte sie.
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.