Schützt unsere Böden und unser Trinkwasser! Wir haben diese Schweinerei satt!

ÖDP kritisiert Nitratbelastung des Wassers als Folge von Massentierhaltung und zunehmender Industrialisierung der Landwirtschaft

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), ein von der Bundesregierung eingerichtetes Beratungsgremium zu umweltpolitischen Fragestellungen, hat die hohen Einträge von Stickstoffverbindungen in unsere Umwelt in einem diese Woche veröffentlichten Sondergutachten bemängelt.
Vor allem die intensive Nutzung der Böden durch die industrielle Landwirtschaft leiste durch massive Düngung den größten Beitrag. Die Emissionen durch Verbrennung von Kohle und Öl, auch im Straßenverkehr, verschärfen das Problem zusätzlich. In der Folge wird unser Grundwasser zunehmend mit Nitrat verunreinigt, was die Gesundheit der Menschen stark belastet und daher unsere Lebensgrundlage existenziell bedroht.
Die Europäische Kommission hat das Problem erkannt und Deutschland wegen seiner hohen Nitratwerte im Grundwasser ermahnt. Wasserwerke in Deutschland haben mittlerweile zunehmend ein Problem, Trinkwasser ohne Überschreitung der zulässigen Grenzwerte bereitzustellen. Die steigenden Kosten für die Reinigung des Wassers werden gleichwohl auf die Verbraucher umgelegt. „Hier zeigt sich wieder einmal deutlich, wie das derzeitige Wirtschaftssystem den Profit Einzelner begünstigt, während Umwelt und Allgemeinheit mit den Folgen zurechtkommen müssen. ‚Mensch vor Wirtschaft‘ – das ÖDP-Motto trifft unsere politischen Vorstellungen auch hier wieder im Kern“, so Ludwig Maier, Biobauer und Mitglied des Bundesvorstandes der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). „Deutschland hat in der Vergangenheit dem massiven Höfesterben tatenlos zugesehen und es durch falsche Förderentscheide sogar noch begünstigt. Die logische Folge dieser Politik ist die zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft mit der Abkehr von einer bodengebundenen Tierhaltung und der massiven Intensivierung des Ackerbaus. Das rächt sich jetzt, denn unsere Böden halten diese Belastung nicht mehr länger aus!“, empört sich Maier.
Daher fordert er ein radikales Umdenken in der Politik und auch beim Deutschen Bauernverband, der schärfere Regelungen zum Ausbringen von Gülle auf den Feldern mit großen Vorbehalten begleitet. Gleichzeitig begrüßte er die Vorschläge des SRU nach einer Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf tierische Produkte. „Hierbei darf jedoch der soziale Ausgleich für Geringverdiener nicht aus dem Blick verloren werden!“, so Ludwig Maier. Auch unterstützte er die Forderungen des SRU, die Politik möge einen geringeren Fleischkonsum in öffentlichen Kantinen und Mensen deutlicher fördern.
„Die Kritik an diesen Zuständen ist schon seit jeher ÖDP-Programmatik! Wir haben eine Landwirtschaft mit Fleischfabriken, die Billigfleisch unter großen Qualen für das Tier produzieren, satt! Wir haben es auch satt, dass die bäuerliche Landwirtschaft, die biologische Vielfalt und die Bodenfruchtbarkeit unter die Räder kommen. Deshalb demonstrierten wir ÖDPler am 17. Januar mit tausenden anderen Verbraucherinnen und Verbrauchern gegen das jetzige Landwirtschaftssystem und die Lebensmittellobby auf der Demo „Wir haben es satt!“ in Berlin.

ÖDP Niedersachsen
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