Tierfilmer und Naturfilmer als Botschafter der Natur

Für die Natur unterwegs: Jens Klingebiel (rechts) und Robin Jähne im Einsatz
 
Das Kranichweibchen wird sich gleich auf Kamera und Eier setzen um zu brüten. Mehr auf www.tierfilmer.info
Wie einzigartige Projekte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich werden

Plötzlich kommt ein Schnabel ins Bild. Vogelfreunde erkennen ihn gleich: Es ist ein Kranich. Er beugt sich herunter, scheint direkt auf die Zuschauer zuzukommen. Dann wird erkennbar - die Kamera ist ein einem Ei versteckt und das Kranichweibchen schickt sich gerade an, ihr Brutgeschäft fortzusetzen.
Mit Bildern wie diesen möchten moderne Naturfilmer Interesse wecken, möchten in einer medialen Welt den Fokus auf die Natur und ihren Schutz lenken. „Wir empfinden uns als Botschafter für die Natur“, sagt Robin Jähne aus Detmold. Er und sein Kollegen Jens Klingebiel sind erfahrene Tierfilmer und werden nicht umsonst für verschiedenste Filmprojekte angefragt. Viele seltene und scheue Tiere standen bei ihnen bereits vor der Kamera.
Dabei stößt zur Zeit eine besondere Filmgattung besonders auf Interesse: „Den Infofilm oder Imagefilm für ein Naturthema oder Projekt“, erklärt Jens Klingebiel. „ Dazu bedarf es bedarf absoluter Spezialisten. Denn hinter einem solche Projekt verbirgt sich weit mehr als nette Aufnahme von Wäldern und Landschaften. Besonders die seltenen Tierarten, die sich in den Gebieten aufhalten, können nur von wenigen Kamaraleuten gekonnt in Szene gesetzt werden. Hierfür ist fundiertes Wissen über die jeweiligen Tierarten gefragt und extrem viel Erfahrung gefordert“, so der Filmer aus Twistetal.
Zur Erfahrung kommt auch noch eine spezielle Technik, welche entsprechende Aufnahmen erst ermöglicht. Dabei steht eines für die Naturfilmer immer im Vordergrund: „Wir wollen erreichen, dass die Tiere für den Zuschauer hautnah zu erleben sind, aber durch uns nicht gestört werden - denn nur so zeigen sie auch authentisches Verhalten - und darauf kommt es uns an“, so Jähne.
Dazu wird sogar spezielle Technik entwickelt, die es ermöglicht, Kameras nur wenige Zentimeter von dem Tier in Stellung zu bringen. Die Kameras werde auf größere Distanz fern gesteuert - so gelangen grandiose Aufnahmen von seltenen und scheuen Tieren, wie Schwarzstörchen, Schieferfalken im Oman, Uhus oder auch Rotmilanen.
Die Aufnahmen der beiden Tierfilmer findet man in diversen Fernsehdokumentationen und Kinoproduktionen. Vor allem als Zulieferer für internationale Filmproduktionen und Werbung hat sich Klingebiel einen Namen gemacht. 2016 konnte man beeindruckende Aufnahmen in der Krombacher Artenschutzkampagne sehen. Robin Jähne wurde zusammen mit Kollegin Sarah Herbort für die Dokumentation „Das Jahr des Rotmilans“ mit internationalen Filmpreisen ausgezeichnet und dreht für Auftraggeber überall auf der Welt.
Besonders gern drehen die Filmer aber in der Heimat - „Bei uns vor der Haustür gibt es jede Menge sehenswerter, einzigartiger Landschaften und Tiere, die man einfach selten sieht und deren Verhaltensweisen nicht grade bekannt sind“, so Klingebiel. Und so sagen die Filmer gern zu, wenn es darum geht, Artenschutzprojekte zu dokumentieren, Imagefilme über Schutzgebiete zu erstellen oder Naturschutzmaßnahmen zu begleiten. Denn nur so ist es möglich, diese Projekte mit modernen Medien einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. „Wir werben mit den Filmen gewissermaßen für Projekt und Natur“, sagt Jähne - dabei wurde eine ganz eigene Bildprache entwickelt. „Die Natur steht immer im Vordergrund“, so der Filmer.
Das Konzept kommt an: Aktuell befinden sich die beiden Tierfilmer in den Abschlussarbeiten zu ihrem Imagefilm über die Nordvorpommersche Waldlandschaft, in der auch die bisher nie so gefilmten Kranichaufnhamen entstanden. Gerade fertig geworden ist ein Kurzfilm über den Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge und über Kopfbäume am Niederrhein.
Mehr von den Tierfilmern gibt es auf www.tierfilmer.info und www.robinjaehne.de
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