Vorschulkinder trainieren den Notruf

  Etwas unbeholfen tippt das Vorschulkind die Notrufnummer ins Tastentelefon. „112“.
“Hier Feuerwehr Leitstelle Waldeck Frankenberg wie kann ich helfen?“ meldet sich eine Frauenstimme am anderen Ende. “Unser Haus brennt“, sagt der Junge mit leiser Stimme. Dann schweigt er. Auf beruhigende Nachfrage der Feuerwehrfrau sagt er noch seinen Namen und er wohne in Berndorf. Wo genau. das will dem fünfjährigen vor lauter Aufregung aber partout nicht mehr einfallen. Mit geschickten Fragen gelingt es der Feuerwehrfrau am anderen Ende der Leitung noch weitere, womöglich lebenswichtige Informationen zu bekommen. Zum Schluss fordert sie den kleinen Gesprächspartner auf: “Jetzt darfst Du auflegen und wartest vor dem Haus auf die Feuerwehr.“ Der Junge atmet tief durch. Geschafft! “Auflegen“: Das war das Stichwort, das sich die Vorschüler im Berndorfer Kindergarten ganz genau eingeprägt haben. Erst dann darf man ein Telefongespräch mit der Feuerwehr beenden.

Ernstes Rollenspiel, rund 20 Vorschulkinder vom Berndorfer Kindergarten proben den Ernstfall an diesem Vormittag, und das äußerst ernsthaft. Wählen die Jungen und Mädchen die Feuerwehr-Notrufnummer. dann scheinen sie zu vergessen, dass sie sich im Feuerwehrhaus Berndorf befinden und dass nicht die Waldeck Frankenberger Leitstelle am Apparat, sondern eine Feuerwehrfrau aus Berndorf am anderen Telefon im Nebenzimmer sitzt. So sehr lassen sie sich auf das Rollenspiel ein, dass manche Szenen beklemmend real wirken.
Die Feuerwehr „Mathilde“ beruhigt den kleinen Anrufer“ Gut hast Du das gemacht“ und sie sagt gemeinsam mit Trachte dass auch Erwachsene manchmal nicht wissen was sie bei einem Notruf sagen müssen. Was aber sehr wichtig ist, dass man seinen kompletten Namen, Adresse mit Ort und Straße sowie Hausnummer nennen kann.
Die Aufregung der Kinder weicht schnell gespannter Aufmerksamkeit, als Brandschutzerzieher Alfred Trachte aus seiner Brandschutz Materialkiste das Rauchhaus hervor holt. Hiermit können die Vorschulkinder aufmerksam beobachten wie sich Qualm in einem brennenden Zimmer ausbreitet und dabei lernen sie zu verstehen, warum man sich am besten in Bodennähe in Sicherheit bringt und die Zimmertüre beim Rausgehen verschließen sollte. Auch konnten sie eine Fluchthaube, die von der Feuerwehr zur Rettung von Menschen vor dem Lebensgefährlichen Qualm genutzt wird, aufsetzen.
Adrian durfte dann, unter den aufmerksamen Augen des Brandschutzerziehers aus einer Streichholzschachtel ein
Streichholz ziehen und wie er es 2 Tage vorher gelernt hatte drei unterschiedlich lange Kerzen anzünden. “Immer vom Körper wegstreichen, die Kerzen von oben nach unten anzünden, anschließend das Streichholz auspusten, auf einer nichtbrennbare Unterlage ablegen und auskühlen lassen, nie in einen Papierkorb oder einen Mülleimer werfen, denn das Zündholz kann auch nach dem Auspusten noch Schaden anrichten“. Trachte wies abermals darauf hin, nur wenn Erwachsene dabei sind dürfen Kinder Feuerzeug oder Streichholz benutzen. Über die angezündeten Kerzen stülpte der Feuerwehrmann nun ein Glas und sein aufmerksames Publikum konnte erleben das die unterste Kerze noch brannte obwohl die größte Kerze schon längst erloschen war. Genauso wie die Kerzen habt ihr am Boden am längsten Luft zum Atmen um euch in Sicherheit zu bringen, so der Brandschutzerzieher.

Doch dass auch eine Feuerwehrfrau ohne Schutzausrüstung nicht helfen kann, konnten die Vorschulkinder erleben. So zog ihre Kindergarten Betreuerin Cezann Thinay nach für nach ihre Feuerwehrschutzausrüstung an und die Kinder erfuhren dabei welche spannende Schutzaufgabe jedes einzelne Ausrüstungsteil hat.

Anschließend ging es zu den Fahrzeugen, hier konnten sie erleben und begreifen mit welchen, zum Teil schweren Gerätschaften die Feuerwehrleute ihre Aufgaben erfüllen müssen. Abschließend durften sie selber mal in die Rolle eines Feuerwehrmannes / Feuerwehrfrau schlüpfen und ausgestattet mit Helm, Handschuh, Schlauch und Strahlrohr ein Feuer löschen.

Da die Kinder, während dieser umfassenden zwei Tage der Brandschutzerziehung gelernt haben das Rauch nach oben steigt, somit Rauchwarnmelder an der Decke angebracht werden müssen und man im Ernstfall ein verqualmtes Zimmer in Bodennähe verlässt, wo man noch am längsten Luft hat, bekam jeder Teilnehmer neben einer Teilnehmer-Urkunde einen, auch für ihre Eltern kostenlosen Rauchwarnmelder überreicht die von den Elleringhäuser Firmen:Rohde Natur- u. Landschaftspflege GmbH & Co. KG, Schreinerei Zimmermann GmbH & Co. KG, Götte R. Wilhelm Heizungsbau u. Sanitär, Maler Göbel GmbH & Co. KG, Dirk Rohde CNC-CAM-Frästechnik finanziert wurden.
Um so, auch nachts wenn die Kinder schlafen, vor dem lebensgefährlichen Qualm zu warnen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.