Maschinistenlehrgang erfolgreich beendet

Ausbilder und die erfolgreichen Lehrgangsteilnehmer (Foto: Sebastian Wurst)
Für einen Maschinisten bei der Feuerwehr reicht es nicht, den für die jeweilige Fahrzeugklasse gültigen Führerschein zu besitzen, er muss auch die Feuerlöschkreiselpumpe, die Fahrzeugtechnik sowie zahlreiche Aggregate, gerade auch in extremen Situationen sicher beherrschen. So wurden in den vergangenen Wochen, während eines 35 Stunden umfassenden Maschinistenlehrgangs der Aufbau und die Funktion der Feuerlöschkreiselpumpe, die richtige Bedienung der Tragkraftspritze, der Umgang mit Stromerzeuger und weiteren kraftbetriebenen Geräten der Feuerwehr gelernt.
Im theoretischen Teil wurden die grundlegenden technischen und physikalischen Prinzipien vermittelt, die beim Pumpen sowie der Stromerzeugung Anwendung finden. Verkehrsrecht mit Sonder- und Wegerechten nach StVO waren im Unterricht ein weiteres wichtiges Thema. Hier sollte die Sensibilisierung, auf das extrem belastende "Fahren unter Benutzung von Sondersignalen" erreicht werden.
Im praktischen Teil des Lehrgangs wurde der sichere Umgang mit den verschiedenen Geräten verinnerlicht, da nur einwandfrei funktionierende Geräte einen sicheren Einsatz gewährleisten. Gerade hierbei wird von den Kreisausbildern Dirk Heisig, Armin Batschko, Hermann Wagener, Thomas Schäfer und Manfred Feistner sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Lehrgangsteilnehmer und späteren Maschinisten nicht nur bei "Routinearbeiten" sondern auch in Extremsituationen stets Herr der Lage bleiben. So ist es wichtig, bei einem Fehler oder dem Ausfall eines Gerätes Rückschlüsse auf die Ursachen zu ziehen um diese Störung schnell beseitigen zu können. Man stelle sich vor, der Angriffstrupp befindet sich in einem brennenden Gebäude und plötzlich fällt die Pumpe aus. In diesem Fall muss der Maschinist reagieren und die Ursache des Ausfalls sofort beseitigen.
Die abschließende Prüfung des Lehrgangs gliedert sich in einen theoretischen und praktischen Teil. Hierbei mussten die Lehrgangsteilnehmer das Gelernte und ihr Können unter Beweis stellen.
Bei der abschließenden Wasserentnahme aus offenem Gewässer, mit Wasserförderung über eine Lange Wegstrecke wurden die in der Theorie vermittelten Grundlagen überprüft. So mussten die Lehrgangsteilnehmer die Platzierung von Verstärkerpumpen mittels Weg- und Höhenmessung berechnen.
Um jedoch den sicheren Umgang mit den Fahrzeugen und der Fahrzeugtechnik zu gewährleisten, ist eine stete Aus- und Weiterbildung in den örtlichen Wehren notwendig, so die mahnenden Worte bei der Verabschiedung. Dankende Worte fand der Lehrgangsleiter Heisig für seine Ausbilderkollegen, die Gemeinde Twistetal und die Feuerwehr Berndorf für die Betreuung und Verpflegung während der drei vergangenen Wochenenden so wie der Feuerwehr Sachsenhausen für die Bereitstellung ihres Hilfeleistung -Tanklöschfahrzeuges. Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick ließ es sich nicht nehmen und beglückwünschte die neuen Maschinisten, gemeinsam mit den Ausbildern, zu ihrem bestandenen Lehrgang.
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