Brandschutzerziehung - Über Feuer und Gefahren

Leider kommt es immer wieder zu teilweise schwerwiegenden Unfällen im Umgang mit Feuer und brennbaren Stoffen. Oft sind Kinder davon betroffen und auch der Auslöser solcher Ereignisse. Sie haben zuhause nicht gelernt mit gefährlichen Situationen umzugehen und die Gefahren des Feuers richtig ein zu schätzen.
Deshalb ist die Brandschutzerziehung ein gemeinsamer Auftrag von Feuerwehr, Kindergarten und Schule. Eine frühzeitige und kindgerechte Brandschutzerziehung kann lebensrettend sein. Den Kindern eine aktive Auseinandersetzung mit der Thematik und eigener Erfahrung zu ermöglichen, ist dabei wirksamer als Verbote oder abschreckende Erklärungen.
So besuchte der Twistetaler Feuerwehrmann Alfred Trachte die Grundschule Twiste. Jedoch ging es nicht darum ein Feuer zu löschen, sondern die Schulkinder über mögliche Gefahren und den richtigen Umgang mit offenen Flamme aufzuklären.
An einem kompletten Vormittag führte er die Brandschutzerziehung mit der 4. Klasse durch. Als Einstimmung in die Thematik besprach er die unterschiedlichsten Aufgaben und Tätigkeiten der Feuerwehr mit den Kindern. Gespannt verfolgten sie, wie der Brandschutzerzieher bei praktischen Versuchen zeigte, welche Stoffe brennbar sind. Mit diesen kleinen Experimenten wurde den Kindern die Gefährlichkeit des Feuers und des Rauches demonstriert. Die Kinder erfuhren, dass ein Feuer ohne brennbares Material, Sauerstoff und Zündtemperatur gar nicht brennen kann. Sie lernten, wie man ein Streichholz richtig anzündet und löscht, bzw. welche Gefahren beim unsachgemäßen Gebrauch drohen. Dabei betonte Trachte, dass Kinder grundsätzlich nur unter Aufsicht eines Erwachsenen Feuer entzünden dürfen. Auch das Löschen von kleinen Bränden mit kaltem Wasser und Decken wurde thematisiert.
Doch wie verhält man sich, wenn ein Feuer, trotz aller Vorsicht, außer Kontrolle gerät oder man sonst Hilfe braucht? Zunächst ist es wichtig, sich selbst in Sicherheit zu bringen und Hilfe zu holen. Dies geschieht am einfachsten mit einem Telefon. Abschließend übten die 4.Klässler diesen lebensrettenden Notruf mit den wichtigen 4 w‘s. Wer, Was, Wo, Wie viel, Warten.
Doch wie schützt sich ein Feuerwehrmann gegen die Gefahren von Feuer und Rauch?
Um dies zu veranschaulichen hatte Trachte die Schutzbekleidung eines Feuerwehrmannes mitgebracht und ein Schüler der Klassengemeinschaft verwandelte sich unter den wachsamen Augen der Kinder von einem „normalen“ Schüler in einen Feuerwehrmann mit schwerem Atemschutz. Dies dient, so Trachte, hauptsächlich dazu, zu zeigen, dass unter einem Schutzanzug und der Schutzausrüstung nur ein Mensch steckt, der helfen will.
Alle Schüler waren mit großem Interesse bei der Sache und viele Fragen rund um den Brandschutz wurden an diesem Vormittag beantwortet.
"Bleibt zum Schluss die Hoffnung , dass die Kinder das Erlernte nie anwenden müssen, falls jedoch der Notfall einmal eintritt, können sich die Twistetaler Bürger sicher sein, das auch die Kinder ihrer Gemeinde wissen, was zu tun ist".
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
54.320
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.05.2015 | 01:22  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.