Brandschutzaufklärung für Flüchtlinge und Asylanten mit anschließendem Löschtraining

 

Warum: in der Heimat der Flüchtlinge brennt das Feuer genauso wie hier, aber sie

• … haben eine andere Mentalität
• … haben eine andere Kultur
• … haben andere Regeln und Vorschriften
• … haben andere Techniken
• … haben andere Wohnungen und Unterkünfte

folglich sind Flüchtlinge in unserer Kultur mit Regeln, Vorschriften, Techniken sehr häufig maßlos überfordert.
Aus diesem Grunde hat sich Alfred Trachte, der schon seit Jahrzehnten in Sachen Brandschutzerziehung / Brandschutzaufklärung unterwegs ist, überlegt, „wie und womit kann man diesen Menschen helfen verschiedene Regeln unserer Kultur und Gesellschaft näher zu bringen?“ Die Idee kam ihm als er von Bränden in Sammelunterkünften las. Vorbeugender technischer Brandschutz wird dort zwar großgeschrieben aber Feuer und Rauch sind trotzdem eine große Gefahr für das Leben der Neuankömmlinge/ Flüchtlinge/Asylanten. Sei durch eigenes Fehlverhalten oder durch äußere Einflüsse. Hier wollte er ansetzen, das richtige Verhalten aufzuzeigen und anhand von Bildern, gefährliche Alltagssituationen zu verdeutlichen und mit Modellen so wie Versuchen auf die zum Teil lebensgefährlichen Situationen hinzuweisen. Vom Grundsatz nichts anderes, als das was in Twistetal schon seit Jahrzehnten praktiziert wird.
Jedoch tat sich hier ein riesen Problem auf - die Sprache. Flüchtlinge sprechen nicht seine und er nicht ihre Sprache also, wie kann man sich verständigen. Nach Rücksprache mit dem verantwortlichen Sachbearbeiter der Gemeinde sprechen und verstehen sie englisch.
Für ihn eine weitere, neue Herausforderung das Problem der Fremdsprache, dem er sich stellte. Seine Ideologie: „die einfachen Sachen kann jeder- ich arbeite an der Lösung“ erarbeitete er die Lösung.
Bilder, Bildzeichen und Piktogramme sind für jeden verständlich. Damit erarbeitete er ein grobes Konzept.
Daraufhin holte er bei Bürgermeister Stefan Dittmann und Gemeindebrandinspektor Volker Bangert die Genehmigung ein, sich den in Twistetal lebenden Flüchtlingen, in Sachen der Brandschutzaufklärung annehmen zu dürfen. Hier stieß er auf positive Zustimmung. Auch wird ihn die Gemeinde dabei unterstützen, so der Bürgermeister. Sebastian Wurst ist hier der richtige Ansprechpartner.
Nach Rücksprache mit Herr Wurst, erfuhr Trachte dass die Jahrespraktikantin Fr. Mertens durch 0,5 Jahre Auslandserfahrung gute Englischkenntnisse besitzt. Bei einer kurzen Anfrage, ob sie ihn bei seinem Projekt unterstützt, sagte sie ohne lange Überlegung zu. Gemeinsam einigte man sich auf Donnerstag den 08.10.2015 um 16:00 Uhr dann soll das Projekt starten. Der Twistetaler Brandschutzaufklärer erarbeitete darauf detaillierte Einzelheiten für das Konzept, bereitete die Präsentation und Schulung vor und übersetzte diese, unterstützt von seiner Familie, ins englische.
Doch auftretende Fragen bei der Schulung kann man nicht planen, hier kamen dann übersetzend Frau Mertens und Herr Wurst hinzu. Als Schulungsort wurden die Räume der Feuerwehr Twiste gewählt, um für die Teilnehmer keine Fahrtprobleme zu verursachen und ihnen die örtliche Feuerwehr näher zu bringen.
Die Unterrichtsthemen waren: Brandursachen, Rauch und Rauchausbreitung, Alarmierung von Feuerwehr und Rettungsdienst, wie soll ich mich verhalten bis die Feuerwehr kommt, Fluchtwege, Versuche, Brandklassen und die theoretische sowie praktische Handhabung von Feuerlöschern. Nach dem man am Tag der Brandschutzaufkläring anfangs, auf beiden Seiten in skeptische Gesichter schaute, schwand die Anspannung von Minute zu Minute. So das diese Brandschutzaufklärung für alle, Flüchtlinge aus Eritrea und Somalia, Frau Mertens und Herr Wurst so wie den Twistetaler Brandschutzaufklärer Trachte interessant, spannend aber gleichzeitig auch sehr lehrreich war.
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