Loveparade 2010 / Eva Herman übt herbe Kritik am Techno-Festival / Angehörige sind entsetzt / Jetzt entschuldigt sie sich - kommt die Entschuldigung z
Eva Herman hat es mal wieder geschafft, die Nation zu provozieren. Die ehemalige Tagesschausprecherin schaffte es schon mit ihrem Buch "das Eva-Prinzip" die Nation zu spalten. Dieses Mal hat sie herbe Kritik an der Loveparade 2010 geübt. Sie bezeichnete das Techno-Festival als „eine riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie“ und ließ verlauten: „Wer sich die Bilder der Loveparades aus den zurückliegenden Jahren ansieht, glaubt, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden“.
Daraufhin gab es einen Aufschrei. Angehörige sind entsetzt von dem Bild, was Herman von der Veranstaltung zeichnet. Kann ich gut verstehen: jetzt ist nicht die Zeit zu Klagen, sondern zu Trauern. Diese Äußerungen sind meiner Meinung nach völlig fehl am Platz.
Jetzt hat sie sich zwar entschuldigt, aber reicht das? Was haltet ihr von ihren Äußerungen? Kommt die Entschuldigung zu spät?
Ich habe gestern im Radio gehört, wie sich diese Frau geäußert haben soll.
Man sollte immer erst den Kopf einschalten, wenn man sich - in welcher Form auch immer - äußert. Die Entschuldigung kann ich nicht Ernst nehmen.
Komplett kann man es hier wohl nachlesen: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschla...
Die Kritik bezüglich Alk und anderer Drogen ist leider berechtigt.
Was Aussagen zu Sex, Erotik und Kleidung betrifft, ist sie zu verknusert und zu unliberal, um es nett zu formulieren.
Musik kann man eh nicht kritisieren - das ist Geschmackssache.
Das Gesummse über irgendwelche strafenden Mächte ("...Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen! Grauenhaft allerdings, dass es erst zu einem solchen Unglück kommen musste...") ist völlig banane...
Bis auf die Drogenkritik kann man das vergessen...
Danke für den Link.
Werde mir den eingestellten Bericht gleich mal in Ruhe durchlesen.
Alkohol und Drogen sind ein Problem; insbesondere bei jungen Menschen.
Allerdings kann man dies ja nicht nur auf eine solche Veranstaltung reduzieren. Bei jedem Dorffest kann man sehen, wie da über die Stränge geschlagen wird.
Und jedes Mal stellt sich die Frage, wessen "Schuld" das ist. Was also dieses Kernproblem betrifft, kann man die Loveparade nicht als ein etwas außergewöhnliches bezeichnen.
Auch den Vorwurf von manchen Berichten, die Teilnehmer hätten sich bewusst einer Gefahr ausgesetzt, kann ich nicht nachvollziehen. Grundsätzlich darf man sicher darauf vertrauen, dass die Verantwortlichen ihre Beurteilung der Lage in allen Aspekten durchdacht haben, so dass man davon ausgehen kann, dass die Sicherheit gewährleistet ist. Wenn 20 Menschen sterben und mehr als 500 verletzt sind, dann kann bei dieser Beurteilung der Lage irgendwas nicht richtig gewesen sein, zumal diese Tragödie durch Menschenströme und nicht von einem außergewöhnlichem Ereignis ( wie z.B. einem Flugzeugabsturz auf das Gelände) verursacht wurde.
Persönlich vertrete ich deshalb auch die Meinung, dass der OB zurücktreten sollte. Auch wenn es vielleicht nicht in seiner Verantwortung lag. Aber die Stadt Duisburg wollte die Loveparade und allein aus diesem Grund sollte er die Größe besitzen, festzustellen, dass in "seiner Stadt" so etwas hätte nicht passieren dürfen. Natürlich wird dadurch das Leid in keiner Weise gelindert. In meinen Augen wäre es aber ein Zeichen der Anteilnahme und der persönlichen Betroffenheit!
> "Alkohol und Drogen sind ein Problem; insbesondere bei jungen Menschen.
Allerdings kann man dies ja nicht nur auf eine solche Veranstaltung reduzieren. Bei jedem Dorffest kann man sehen, wie da über die Stränge geschlagen wird"
Es wird ja nicht nur gesoffen oder gekifft, sondern grad diese Musikszene (und die LP) wird ja nicht ohne Grund mit leistungssteigernden Drogen in Verbindung gebracht (um es mal nett zu umschreiben) ;)
> "Persönlich vertrete ich deshalb auch die Meinung, dass der OB zurücktreten sollte"
Der war nicht dabei. Derzeit sieht es so aus, als ob beim Kontrollieren des Zustroms ausserhalb des Geländes etwas schief lief und im Tunnel für einen "Pfropfen" sorgte.
Aber der schlimme Vorfall sollte meines Erachtens nicht zerredet werden. Der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, seine leitenden städtischen Beamten und die Veranstalter haben ein Interesse daran, dass jetzt erst mal viel Zeit verstreicht. Möglichst viel Gras soll über die Sache wachsen.
Die extrem hohe Todesziffer verlangt für jedermann sichtbare und sofortige Konsequenzen in Form von Amtsenthebungen. Auch mir ist klar, dass dies natürlich auch keinen toten Musikfan wieder lebendig macht. Dennoch muss deutlich gemacht werden, dass die Bekleidung eines öffentlichen Amtes nicht mit einem x-beliebigen Routinejob verwechselt werden darf.
Bevor man jemanden hängt, sollte man ihm erstmal die Tat nennen, die er begangen haben soll - und Beweise vorlegen ;)
Schließe mich dem Matthäus Felder an und werde hier nicht weiter auf die Gegenargumente eingehen. Jede/r soll seine Meinung haben und ich habe meine bereits mitgeteilt.
Die Behauptung, dass "Angehörige" Sturm laufen ist völlig aus der Luft gegriffen.
Angehörige haben in diesen Tagen ganz andere Probleme, denn sie trauern.
Alle, die sich in dieser Zeit mit "Sturm laufen" und Anklagen beschäftigen, trauern nicht und es geht mir total gegen das menschliche Empfinden, dass JEDER auf einmal vorbibt, zu trauern.
Hört doch bitte damit auf und seid froh, dass Ihr niemanden betrauernd müßt!
> "es geht mir total gegen das menschliche Empfinden, dass JEDER auf einmal vorbibt, zu trauern. Hört doch bitte damit auf und seid froh, dass Ihr niemanden betrauernd müßt!"
Sehe ich ähnlich. Aber diese Kollektivbetroffenheit hat sich ähnlich dem Betroffenheitstourismus eingebürgert - und wenn man nicht mitmacht, gibt es Haue. Ist also schwer, sich dem zu widersetzen ;)





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