Unternehmerfrauen im Handwerk feiern mit Gästen aus Wirtschaft und Politik

Das Bild zeigt von li nach re: MdL Peter Tomaschko, Josef Schmidt, Erika Schmidt, Margit Niedermaier, Susanne Holl, Franz Pschierer und Konrad Rebholz
Todtenweis: Metallbau Schmidt |

Gemeinsam mit namhaften Ehrengästen aus Wirtschaft und Politik feierten die Unternehmerfrauen im Handwerk Region Augsburg e.V. (UFH) kürzlich das fünfjährige Bestehen ihres Arbeitskreises.

UFH-Vorsitzende Frau Susanne Holl konnte Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, begrüßen, außerdem den Vizepräsidenten der Handwerkskammer für Schwaben, Herrn Konrad Rebholz. Weitere Ehrengäste waren der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko sowie die Vorsitzende des Landesverbandes der Unternehmerfrauen in Bayern, Frau Margit Niedermaier. Mit seiner Vizepräsidentin Frau Hanna Ellerbrock war auch der europäische Unternehmerinnenverband FEM vertreten.

In Ihrer Eröffnungsrede schilderte die Vorsitzende Holl das breite Spektrum des
UFH-Arbeitskreises, geprägt von hohem Engagement für die Handwerksbetriebe. „Wir wirken und sprechen rund um die Fragen des Handwerks und des Mittelstandes mit, auch dann, wenn es dem einen oder anderen mal unbequem wird“, so die Vorsitzende.

Dieser Tradition will man treu bleiben und so stellten sich in einer Podiumsdiskussion Wirtschaftsstaatssektretär Franz Josef Pschierer, HWK-Vizepräsident Konrad Rebholz und Landesverbandsvorsitzende Margit Niedermaier aktuellen Fragen.

Die aktuelle Energiepolitik steht und fällt nicht nur mit den regenerativen Energien,
sondern auch mit einer bezahlbaren und funktionierenden Batterietechnologie. In Bayern gebe es etliche erfolgversprechende Pilotprojekte, auch mit staatlicher Förderung, so Franz Josef Pschierer.
Wobei der Staat wohl – das sei aber Bundespolitik – sich bei der Elektromobilität
nicht soweit in Fördertöpfe greifen lassen wolle, wie es z.B. in Norwegen der Fall sei.

Konrad Rebholz sieht in der Digitalisierung 4.0 und der additiven Fertigung
große Chancen für das heimische Handwerk und den Mittelstand. Dies sei nicht nur ein Thema der Industrie, deshalb habe die Handwerkskammer hierzu
geeignete Berater an Bord. Frau Holl versprach, dieses Thema in einer der nächsten Infoveranstaltungen der UFH aufzugreifen.

Auf das Thema Frauenquote im Handwerk angesprochen, antwortete Margit Niedermaier, dies sei nur bedingt ein Reizthema. In den meisten Familienbetrieben sind Frauen de facto ohnehin in der Geschäftsleitung involviert. Was hingegen fehlt, sind die Frauen und Mädchen, die sich als Azubis und Gesellinnen in den typischen Männerberufen behaupten wollen und als Meisterinnen dann in der Unternehmensführung und vor allem auch in den Handwerksgremien ihre Frau stehen. „Ein modernes Handwerk wird nicht ohne Frauen auskommen. Weibliche Talente werden dorthin gehen, wo sie für sich Perspektiven erkennen können. Hier hat das Handwerk noch großen Nachholbedarf“, so Margit Niedermaier. Sie appellierte an die anwesenden Handwerksvertreter, sich aktiv darum zu bemühen und gemeinsame Strategien zu entwickeln.
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. Holl Susanne aus Neusäß | 08.10.2015 | 16:51  
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