BayernTour Natur - "Natur und Technik entlang der Friedberger Ach"

Korbflechten mit Weidenruten - eine Kunst, aber auch anstrengend
Thierhaupten: Friedberger Ach | BayernTour Natur der Fischervereine Meitingen und Thierhaupten am 17. Mai 2015

Pünktlich um 08.30 Uhr fanden sich 37 Erwachsene und 10 Kinder zur diesjährigen Veranstaltung im Rahmen der BayernTour Natur mit dem Schwerpunkt „Natur und Technik entlang der Friedberger Ach“ am Vereinsheim des Obst- und Gartenbauvereins Thierhaupten ein. Nach kurzer Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden vom Fischerverein Thierhaupten, Manfred Stiglmair, machten sich die Teilnehmer in zwei Gruppen per Fahrrad auf den Weg zu den Stationen. Am ersten Halt waren Weidenruten als nachwachsender Rohstoff das Thema. Lorenz Lindermair erklärte nicht nur die verschiedenen Weidenarten sondern auch vor allem das richtige Schneiden, Verarbeiten und schließlich das Flechten zum Korb. Wie das Entrinden frischer Weidenruten vonstattengeht und dass es ein körperlich anstrengender Arbeitsschritt ist, konnten die Teilnehmer selbst ausprobieren. Dass Weidenruten nicht nur zu Körben sondern zu vielen anderen Gegenständen geflochten werden können, war an der großen Anzahl verschiedenster ausgestellter Produkte zu erkennen. Weiter ging es an der Friedberger Ach entlang zur nächsten Station. Dort stellten die Vorstände vom Fischerverein Meitingen, Hubert Schuster und Dr. Reinhard Reiter, den Aitel als typischen Fisch für die Friedberger Ach einschließlich seiner Nebenfische anhand lebender Tiere im Aquarium sowie auf Bildern vor. Die Erklärungen zu Körperbau, dem Lebensraum, der Vermehrung und der Ernährung stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse. Besondere Aufmerksamkeit erregten die präparierten Schlundzähne des Aitels. Danach ging es weiter zu einem neu erbauten vollautomatischen Kuhstall im Außenbereich von Thierhaupten. Das Ehepaar Strasser mit ihrem Sohn erklärten ausführlich die Funktion von Futter- und Melkroboter sowie den Ausmistvorgang. Alle Teilnehmer waren fasziniert, wie sich die Kühe auf den automatischen Fütterungsvorgang eingestellt haben, sich auch ohne menschliches Zutun auf den Weg zum Melkautomaten machen und sich dort in Reih und Glied anstellen, um von der Maschine gemolken zu werden. Besonders anschaulich konnte in dem offenen Stall auch der Werdegang vom Kalb bis zur Milchkuh verfolgt werden. So mancher von den Besuchern machte hier auch zum ersten Mal im Leben Bekanntschaft mit der rauen Zunge einer Kuh. Mit vielen neuen Eindrücken und Wissen ging es zurück zum Ausgangspunkt am OGV-Heim. Als Belohnung gab es für die begeisterten Teilnehmer dann noch eine geräucherte Forelle.
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