Werkstattkonzert zum Firmenjubiläum

Eine Bereicherung beim Werkstattkonzert war der Chor LaVentura vom Gesangverein Harmonie Thierhaupten.
 
Beim Werkstattkonzert im Orgelbaubetrieb von Franz Schreier begeisterten Florian Luderschmid an der Orgel und Karoline Knauer an der Querflöte.
Thierhaupten: Gewerbegebiet | Jubiläum. In Thierhaupten gibt es seit 25 Jahren einen Orgelbaubetrieb

Von Claus Braun

Thierhaupten Mit einem Werkstattkonzert feierte der Orgelbaubetrieb von Franz Schreier in Thierhaupten am Tag der Deutschen Einheit sein 25-jähriges Firmenjubiläum. Im vergangenen Vierteljahrhundert sind dort im Thierhauptener Gewerbegebiet 31 neue Instrumente geschaffen worden.

Blitzeblank präsentierte sich die im Jahre 1989 geschaffene Werkstatt mit ihren 900 Quadratmetern den vielen geladenen Gästen. Firmengründer und Orgelbaumeister Franz Schreier begrüßte zum Konzert an der Orgel seinen langjährigen Freund Florian Luderschmid aus München und an der Querflöte Karoline Knauer aus Thierhaupten. Organist Luderschmid spielte dabei auf einer mobilen Truhenorgel aus dem Hause Schreier, die seit über 15 Jahre zu verschiedenen Konzerten ausgeliehen wird und unter anderem schon in der Kathedrale Notre Dame in Paris gespielt wurde. Nach der Einleitung mit „Voluntary IX“ von John Stanley folgten „Zwei Stücke“ von Carl Philipp Emanuel Bach aus „Zwölf Stück für Flöten- und Harfenuhren“.

Wunderbar harmonierte Luderschmid danach auch mit Karoline Knauer an der Querflöte. Mit der Sonate G-Dur von Georg Friedrich Händel ernteten beide begeisterten Beifall. Weiter aufgeführt wurden „Unter dem Offertorium“ aus der 3. Orgelmesse von Theodor Grünberger, „Scherzo“ aus der Orgelsonate Nr. 1 in F von Edwin Henry Lemare und „Toccatina“ von Robert Jones.

Eine Bereicherung war auch der Gastauftritt des Chores „La-Ventura“ vom Gesangverein Harmonie Thierhaupten. Fast 30 Jugendliche sangen unter der Leitung von Martin Fendt „Notre Pere“, ein französisches Vater unser, „My Heart I`ll Ask You Not Forget“, das Spiritual „Steal Away“, „Africa“ von Toto und „It`s My Life“ von Bon Jovi.

Nach dem stimmungsvollen Konzert gab Tobias Schreier einen kleinen Einblick in die Firmenchronik. Mit dem Bau der Werkstatt im Gewerbegebiet am Gemeindewald im August des Jahres 1989 erfüllte sich der heute 58-jährige Franz Schreier einen Lebenstraum. Von 1975 bis 1978 absolvierte Franz Schreier die Orgelbauerlehre bei Adolf Sandtner in Steinheim und legte im September 1978 die Gesellenprüfung vor der Handwerks-kammer Oberbayern mit Bestnoten ab. Von 1982 bis 1983 wurde der Meisterkurs in Ludwigsburg belegt und die abschließende Meisterprüfung mit Auszeichnung als Jahresbester abgelegt. Nach siebenjähriger Ausbildung zum Intonator und verschiedenen Arbeitsstellen bedeutete die Eintragung in die Handwerksrolle und Gewerbeanmeldung im September 1989 den Startschuss in die Selbstständigkeit.

Seitdem machte sich das Orgelbau-Unternehmen von Franz Schreier national und international einen Namen. 31 Neubauten fanden von Thierhaupten aus den Weg in Kirchen und Privaträumen. Weitere Standbeine der Firma waren und sind Restaurierungen und Wartungsaufträge. Bei einem Betriebsrundgang ging Franz Schreier auf die vielen Fragen der Gäste gerne ein und bekannte: „Orgelbauer – dies ist der schönste Beruf für mich!“
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.meitinger | Erschienen am 08.11.2014
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