Umweltminister vom Mühlenmuseum begeistert

Auf eine erfolgreiche Mühlensaison 2014 stießen an, von links Erika Thürmer, Umweltminister Dr. Marcel Huber, Museumsleiterin Claudia Drachsler und stv. Landrat Max Strehle.
 
"Vielen Dank für das Engagement für Umwelt und Kulturhistorie“. Staatsminister Dr. Marcel Huber trug sich bei seinem Besuch des Klostermühlenmuseums in Thierhaupten in das Gästebuch ein. Rechts Hubers Ehefrau Adelgunde.
Thierhaupten: Klostermühlenmuseum | Klostermühlenmuseum Das Museum entwickelt sich zur Umweltbil-dungseinrichtung, welche der Freistaat heuer mit 9.000 € fördert.

Von Claus Braun

Thierhaupten. Rappelvoll war am Donnerstag, 24. April 2014, das Klos-termühlenmuseum in Thierhaupten, als sich zur Saisoneröffnung sogar der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber angekündigt hatte. Der Staatsminister hatte als Geschenk eine Förderzusage von über 9.000 € im Gepäck für ein Umweltbildungsprojekt, das das Mühlenteam heuer erstmals gestalten wird.

Kein Platz war mehr frei im Erdgeschoss des Mühlenmuseums, als der „Juki-Chor“ des Gesangvereins „Harmonie“ Thierhaupten die Gäste mit Liedern wie „In einem kühlen Grunde, da geht ein Mühlenrad“ und „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ musikalisch auf den Abend einstimmte.

Museumsleiterin Claudia Drachsler begrüßte die vielen Gäste, besonders Dr. Marcel Huber, dem Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz mit Ehefrau Adelgunde, die vor dem offiziellen Start gemeinsam eine kleine Führung durch das Museum genossen. Der überraschende Ministerbesuch ging auf zwei Veranstaltungen in Augsburg zurück, wo Claudia Drachsler persönlich den Kontakt herstellen konnte. „Dass sie heute da sein können ist eine große Überraschung und ein sehr positives Signal für unsere Museumsarbeit“, so die sichtlich stolze Leiterin zu Minister Huber.

In ihrer Begrüßungsansprache zeigte Claudia Drachsler einen familienge-schichtlichen Exkurs der ehemaligen Reitermühle und dem heutigen Müh-lenmuseum auf. Im März dieses Jahres jährte es sich zum 100. Male, dass Josef Reiter die Mühle vom damaligen Kloster-Gutsbesitzer Heinrich Gruner erworben hat. Insgesamt war die Mühle dann drei Generationen lang im Besitz der Familie Reiter.

Voller Stolz machte Claudia Drachsler auf die neue Idee des Museumsteams aufmerksam: in dieser Saison startet ein Umweltbildungsprojekt wo anhand des Umgangs mit Öl- und Energiepflanzen aufgezeigt wird, wie heute nachwachsende Rohstoffe die Verwendung von Erdölprodukten im Alltag ersetzen könnten. Passend dazu wachsen im benachbarten Mühlengarten heuer neben Getreide auch Ölpflanzen wie Öllein, Mohn, Leindotter und Sonnenblumen sowie Energiepflanzen wie Weide, Chinaschilf und Mais.

Überrascht und beeindruckt zeigte sich Staatsminister Dr. Huber vom Innenleben und Ambiente der Mühle bei seinem ersten Besuch. „Das Museum ist ein starkes Stück Gemeinschaft und ein Exempel dafür, wie wir als Gesellschaft unser Kulturerbe erhalten und nutzbar machen können, erinnerte er hier auch an Barbara und Karl Seidenschwann, die die baufällige Mühlenruine vor 20 Jahren vor den Verfall retteten!“ Als Umweltminister zeigte er sich erfreut, dass sich das Klostermühlenmuseum heuer zur Umweltbildungseinrichtung entwickeln wird. „Aus voller Überzeugung unterstützen wir ihr Projekt im Jahr 2014 mit einer Fördersumme in Höhe von 9.000 €“, so Dr. Marcel Huber.

Den offiziellen Startschuss für die Saisoneröffnung gab Landtagsabgeordnete und stellvertretender Landrat Max Strehle quasi als Hausherr, da das Museum seit dem Jahr 2004 im Besitz des Landkreises ist. Strehle dankte insbesondere dem Minister für die finanzielle Unterstützung, und freute sich, dass das Klostermühlenmuseum als Umweltstation Anerkennung Seitens des Freistaates gefunden hat. Strehle betonnte, dass sich das Museum in Thierhaupten zu einem einzigartigen kulturellen Anziehungspunkt entwickelt hat und durch das neue Projekt zu einem idealen „Lernort außerhalb der Schule“ werden wird.

Für den Abschluss des Abends sorgte Erika Thürmer, die mit 15 Jahren die „dienstälteste“ Mitarbeiterin des Museums ist. Seit Jahren liest sie besondere Mühlen-Märchen, von denen die Besucher eine Kostprobe erhielten. Seit diesem Jahr wurde gegenüber der Mühle ein eigener Märchenstadel errichtet, der äußerlich mit Figuren auch als solcher deutlich gekennzeichnet ist.

Den lauen Abend ließen die Gäste vor der Mühle mit einem Stehempfang ausklingen. Eingerahmt von Mühle und Märchenstadel hörten sie den Klängen von Drehorgelspieler Andreas Walz aus Gersthofen und das Klappern des Mühlrades, welches von der Friedberger Ach kräftig angetrieben wurde.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 07.06.2014
myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 17.12.2014
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