Blatt im Wind
Ein Herbstblatt satt von Ahornrot
erfüllt von Sommers Wärme
macht einen Ausflug vor dem Tod
und schaukelt in die Ferne
Der Herbstwind weht es hoch hinauf
die Leichtigkeit macht trunken.
es denkt die Wolken dort zuhauf
haben mir zugewunken
Und höher steigt es welch ein Glück
den Himmel zu genießen
es will nimmermehr zurück
das Ende hier beschließen
Doch die Natur hat ihr Gesetz
sie...
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Herbst
Jetzt hast du so viele Jahre
gelebt, so viele Jahre hast du
gelebt: partout.*
Schatten im Gesicht. Die ersten grauen Haare.
Bald fallen dir auch die Augen zu.
An den Bäumen verbrennt das Laub.
Und die Beeren glühn. Pflugschare
schälen die Erde.
Und die Pferde
schäumen an der Kandare.
Wie Staub
hängen die Blätter. Und die Stare
versammeln sich auch – zur Flucht,
an den Flammenrändern.
Über den Gärten,...
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November
er ist der elfte
und auch der neunte,
er hat nicht wirklich freunde.
als grauer gesell, flieht er
das licht.
die helle sonne mag er
nicht.
nebel, feucht und grau,
wolken, tief und schwer,
manchmal, ein wenig blau;
macht er die seele schwer.
sogar die fenster saugen
das nebelgrau,
in´s haus und in die augen.
es legt sich wattefeucht auf
dein gemüt,
um licht ist es bemüht.
der erste...
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Herbsttag
Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange...
Herbst, Gedicht, Stimmung
Turgenjew, [Turgenjev] Iwan S. (1818-1883)
Ich lieb den Herbst
Ich lieb den Herbst, im Blicke Trauer.
In stillen Nebeltagen geh
Ich oft durch Fichtenwald und seh
Vor einem Himmel, bleich wie Schnee,
Durch Wipfel wehen dunkle Schauer.
Ich lieb, ein herbes Blatt zu Brei
Zu kauen, lächeln zu zerstören
Den Traum, dem wir so gern gehören.
Fern des Spechtes scharfer Schrei!
Das Gras schon welk...schon starr vor...
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In einem alten Schulheft fand ich folgendes Gedicht von Karl Heinrich Waggerl (1897 - 1973), das noch einigermaßen in die Jahreszeit paßt:
SONNENBLUME
Entflammte Sonnenblumenscheibe,
die du, ans Himmelsdach entrückt,
hoch über meinem Scheitel stehst.
Gestirn des späten Jahres, bleibe!
Die Nacht, schon nah herangerückt,
wird lang sein, wenn du untergehst.
Am Wochenende wird die Sommerzeit wieder zur...
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Herbstlaub
Ist taub
Doch wie ich find’
Tanzt es im Wind
Durch das letzte Sommerlicht
Dass es das Herz mir bricht
Vergessene Blüten leuchten leise
Und auf wundersame Weise
Laden sie mich ein
Wieder froh zu sein
Nicht heiß
Wie in den Sommertagen
Ganz leis’
Werd’ ich den Tanz jetzt wagen
Copyright Gerhard Falk
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Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
Eduard Mörike
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Beim Regen
Liebe Sonne, scheine wieder,
Schein' die düstern Wolken nieder!
Komm mit deinem goldnen Strahl
Wieder über Berg und Tal!
Trockne ab auf allen Wegen
Überall den alten Regen!
Liebe Sonne, lass dich sehn,
Dass wir können spielen geh'n.
Hoffmann von Fallersleben (Regengedichte)
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Nikolaus Lenau, (alias: Franz Niembsch)
Herbst
.
Rings ein Verstummen, ein Entfärben:
Wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,
Sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;
Ich liebe dieses milde Sterben.
Von hinnen geht die stille Reise,
Die Zeit der Liebe ist verklungen,
Die Vögel haben ausgesungen,
Und dürre Blätter sinken leise.
Die Vögel zogen nach dem Süden,
Aus dem Verfall des Laubes tauchen
Die Nester, die...
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Hiltenfingen: umgebung | Der Herbst steht auf der Leiter
Der Herbst steht auf der Leiter
Und malt die Blätter an,
Ein lustiger Waldarbeiter,
Ein froher Malersmann.
Er kleckst und pinselt fleißig
Auf jedes Blattgewächs,
Und kommt ein ein frecher Zeisig,
Schwupp, kriegt der auch ´nen Klecks.
Die Tanne spricht zum Herbste:
Das ist ja fürchterlich,
die anderen Bäume färbste,
Was färbste nicht mal mich?
Die Blätter flattern...
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Herbst
Kühle Nebel ziehen durchs Land,
brauner Acker dampft im Morgen,
Sonnenblumen, die ich fand,
leuchten über allen Sorgen.
Noch einmal wird es warm in mir,
will in die Lüfte steigen,
bevor sich öffnet die letzte Tür,
und sich die Blüten neigen.
Warme Farben glühen auf,
Blätter tanzen wild im Wind,
doch die Wege, die ich lauf,
oft begangen sind.
Die Silberfäden in den Zweigen,
der Keimling, der sich...
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Hildesheim: Altes Dorf | Herbstgebärden
Bunte Blätter taumeln von Baum,
Nebelschwaden ziehen entlang wie im Traum.
Auch beginnt früher die Dunkelheit,
in dieser kühleren,herbstlichen Zeit.
Doch seht, wie die Eichhörnchen die Eicheln stiebizen,
und dann schnell den Baum hochflitzen.
Das Futter für den Winter nach Haus gebracht,
nun wird schon langsam kälter die Nacht !
Überall hört man es rascheln und rauschen,
man möcht mit dem Herbstwind...
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Hildesheim: Altes Dorf | Der Herbst mit seinen schönen Seiten,
zeigt sich mit vielen Herrlichkeiten.
Die Natur ,sie strahlt und leuchtet allemal -
mit bunten Blättern in großer Zahl.
Mal sieht man nur dichte Nebelschwaden,
die dem herbstlichen Anblick so gar nicht schaden.
Dann wieder strahlt gleißend hell die Sonne,
der Anblick ist die reinste Wonne.
Wenn dann noch des Kranichs Schrei ertönt,
fühl ich mich von dieser Jahreszeit...
Natur, Herbst, Gedanken, Gedicht, Nebel
.
Der Regen prasselt leise,
wärm in den Taschen die Hände mir.
Der Wind weht in des Herbstes Weise.
Durch das Laub raschelt ein Tier.
Abgeerntet ruhen jetzt die Felder.
Platsch! Hab wieder eine Pfütze übersehn!
Kahl sind sie jetzt, die Wälder.
Trotzdem macht es Spaß spazieren zu gehn!
Ich genieße die kühle Luft,
atme ein, in vollen Zügen.
Es ist ein erdig-nasser Duft.
Oben ziehen...
Natur, Herbst, Gedicht
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