FREIE WÄHLER: Landtagsfaktion - Unterwegs in Augsburg
FREIE WÄHLER: Umstieg auf erneuerbare Energien große Chance für mittelständische Unternehmen in Schwaben
Die FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag sind am Mittwoch zu einem Informationsbesuch nach Augsburg gekommen. Die Abgeordneten informierten sich zunächst bei einer Betriebsbesichtigung des Industrieroboterherstellers „Kuka“ über Standortbedingungen und wirtschaftliche Perspektiven der Region Augsburg, die in den Jahren 2008 und 2009 wegen ihrer hohen Industriedichte und weltwirtschaftlichen Vernetzung von der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise besonders hart getroffen worden war.
Beim anschließenden Besuch der Industrie- und Handelskammer Schwaben konnte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank jedoch bereits wieder den stärksten Wirtschaftsaufschwung in der Region seit Bestehen der Bundesrepublik vermelden. An diesem Erfolg habe auch das große Aus- und Weiterbildungsprogramm der IHK Schwaben seinen Anteil. Dr. Peter Lintner, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, forderte mehr Innovationsbereitschaft und Technologiefreundlichkeit, um den Wirtschaftsstandort Bayern weiter zu stärken. Vor allem Familienunternehmen sollten künftig besonders unterstützt werden, da ihr persönliches Engagement die Basis der Zukunft sei.
Ulrike Müller, MdL der FREIEN WÄHLER aus Missen-Wilhams, betonte, die Diskussion über die Atomunfälle von Fukushima treibe den Umstieg von der Atomenergie auf regenerative Energiequellen massiv voran: „Auch aus diesem Grund sehe ich gewinnversprechende Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen hier in Schwaben vor allem in den Bereichen Windenergie, Sonnenkraft und Biomasse. Wir FREIE WÄHLER sind davon überzeugt, dass wir die Energiewende nur schaffen können, wenn wir zielgerichtet vorgehen: Zunächst wollen wir die Bürger davon überzeugen, dass sie mit der Produktion von Energie selbst bares Geld verdienen können. Im zweiten Schritt müssen wir versuchen, so viel Energie einzusparen wie irgend möglich. Und schlussendlich möchten wir zu einer dezentralen Erzeugung von Energie in den Städten und Gemeinden kommen – wir wollen dadurch auch die Oligopole der Energieriesen in Deutschland brechen.“
Hubert Aiwanger, Vorsitzender der FREIEN WÄHLER forderte, Bundes- und Landespolitik müssten den regenerativen Energien nun endlich eine faire Chance einräumen. „Derzeit sind jedoch weder Land noch Bund die zentralen Koordinatoren für einen Umstieg auf erneuerbare Energien.“ Bernhard Pohl, MdL und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER aus Kaufbeuren, forderte, die Entwicklung des Flughafens Memmingen nicht zu blockieren. „Wenn die innerdeutschen Fluglinien in Memmingen verschwinden, liegt das nicht am mangelnden Bedarf, sondern an der Zielsetzung, den Flughafen München auszulasten, um die Notwendigkeit einer dritten Startbahn zu untermauern.“
Dr. Leopold Herz, MdL der FREIEN WÄHLER aus Wertach, zeigte sich von der Arbeit der IHK Schwaben beeindruckt: „16.000 Prüfungen jährlich in 150 verschiedenen Berufsfeldern, eine Vermittlungsquote von 97 Prozent im Bereich der technischen Berufe, 5.200 ehrenamtlich tätige IHK-Prüfer: diese Zahlen beweisen, wie gut die IHK Schwaben ihren Job macht – und wie wichtig die Kammern grundsätzlich für die wirtschaftliche Entwicklung ganzer Regionen im Freistaat sind.“



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