Ausbau des ÖPNV

Bayern will ein noch moderneres und effektiveres Nahverkehrsnetz im öffentlichen Personennahverkehr schaffen. Im Jahr 2014 unterstützt der Freistaat die Verkehrsunternehmen im Rahmen der Busförderung bei der Beschaffung moderner Fahrzeuge für den Einsatz im Linienverkehr mit einem Volumen von 30 Mio. Euro. Dies teilen die heimischen Landtagsabgeordneten Dr. Hans Reichhart und Alfred Sauter als ein Ergebnis der Klausurtagung in Wildbad Kreuth (beide CSU) mit. „Auch im Landkreis Günzburg setzen wir uns dafür ein, dass Verkehrsunternehmen bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge durch den Freistaat Bayern gefördert werden“, betonte MdL Alfred Sauter.

Der demografische Wandel verändert nicht nur das Leben und den Alltag der Bürgerinnen und Bürger im Freistaat Bayern, sondern stellt auch die bayerischen Kommunen vor große Herausforderungen. Um bei einer älter werdenden Gesellschaft die Lebensqualität und ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu sichern, müssen insbesondere im ländlichen Raum neben der Modernisierung des klassischen öffentlichen Personennahverkehrs auch alternative Konzepte der Personenbeförderung verstärkt gefördert werden. In den ländlichen Regionen Bayerns wird der öffentliche Nahverkehr entsprechend den Leitlinien zur Nahverkehrsplanung strukturiert. Diese Leitlinien legen das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs in den Dörfern, Gemeinden und Städten der bayerischen Landkreise fest. Für kleinere Orte im ländlichen Raum mit niedrigen Einwohnerzahlen wird ein eingeschränktes Nahverkehrsangebot für ausreichend erachtet. Daher gibt es dort zumeist nur morgens, mittags und abends sowie an Schultagen auch nachmittags nach Unterrichtsende ein Linienangebot. An den Wochenenden ist das Nahverkehrsangebot noch weiter reduziert. Dieses Grundangebot entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum. Durch den hohen Motorisierungsgrad ist die Nachfrage nach öffentlichen Nahverkehrsmitteln im ländlichen Raum verhalten, was zur Folge hat, dass diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die auf den Öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind, oftmals unzureichend versorgt sind.

Um diese Lücke im Nahverkehrsangebot zu füllen, setzt sich der heimische Landtagsabgeordnete Alfred Sauter seit 2009 gemeinsam mit dem Unternehmer und Ideengeber des Bedarfsverkehrssystems FLEXIBUS, Herrn Josef Brandner, mit großem Engagement für die Etablierung des innovativen Pilotprojekts im Landkreis Günzburg ein. Der Landkreis Günzburg verfügt heute flächendeckend über ein gut ausgebautes und in Bayern einzigartiges FLEXIBUS – System. Rund 101.982 Fahrgäste wurden 2012 befördert. In 2013 nutzten bereits 142.565 Fahrgäste den FLEXIBUS, was einer Steigerung von rund 40 Prozent entspricht. In den Mittelzentren Burgau, Günzburg und Krumbach nutzten dabei rund 7.500 Fahrgäste den FLEXIBUS auch als Zubringer zum Schienenpersonennahverkehr. Damit machen mit rund 9000 registrierten Nutzern bereits acht Prozent aller Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Günzburg von der Unterstützung des Pilotprojekts durch den Freistaat Bayern Gebrauch. „Die deutlich gestiegenen Fahrgastzahlen freuen uns in besonderem Maße. Sie zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Günzburg das Angebot des FLEXIBUS als wertvolle Ergänzung zum bestehenden System des öffentlichen Personennahverkehrs angenommen haben“, so MdL Alfred Sauter.

Bereits seit dem 1. Juli 2009 verkehrt der FLEXIBUS im Landkreis Günzburg und hat die Mobilität in der ländlichen Region weiter vorangetrieben. „Jetzt gilt es in dieser Legislaturperiode die Rahmenbedingungen für die Förderung des FLEXIBUS-Projekts so zu gestalten, dass insbesondere die Seniorinnen und Senioren im Landkreis Günzburg auch künftig in besonderem Maße über eine einzigartige und flexible Mobilitätsgarantie verfügen. Damit wird gewährleistet, dass das soziale Leben in den Städten und Gemeinden sowie die Wirtschaft in der Region gestärkt werden. Eine Bürgerbefragung im Markt Jettingen-Scheppach zeigt, dass noch Verbesserungspotential in der Vernetzung der FLEXIBUS-Knotenpunkte, dem Ausbau des Haltestellennetzes und in der Benutzerfreundlichkeit des Buchungssystems liegt“, so MdL Dr. Hans Reichhart abschließend. Finanziert wird das FLEXIBUS-Projekt durch Fahrtgelder, soziale Erstattungsleistungen gemäß Sozialgesetzbuch IX und Fördergelder der öffentlichen Hand.
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