Vortrag "Hightech im Körper: Knie aus dem 3D-Drucker" am 09. Juli in der Sportklinik Stuttgart

Priv.-Doz. Dr. habil. Johannes Beckmann, Chefarzt der Orthopädie
Stuttgart: Sportklinik |

Sportklinik Stuttgart setzt auf revolutionäre Knieimplantate


Ununterbrochen starke Schmerzen, kaum noch Lebensqualität: Immer mehr Menschen leiden an Erkrankungen der Kniegelenke wie beispielsweise der Kniegelenksarthrose. Wirken konservative und gelenkerhaltende Behandlungen wie beispielsweise Physiotherapie, Muskelaufbautraining, physikalische Therapie oder Medikamente nicht mehr, kann ein künstliches Kniegelenk Arthrose-Patienten zu neuer Lebensqualität verhelfen. Wie natürlich sich jedoch das künstliche Knie im eigenen Körper anfühlt, hängt maßgeblich von der Art des Implantats ab. In der Sportklinik Stuttgart gibt es jetzt Medizin einer neuen Dimension: Hier kommen „ausgedruckte“ Knieimplantate zum Einsatz, die individuell auf die Anatomie jedes Patienten abgestimmt sind.

Neuer patientenindividueller Knieersatz wird bereits vor der OP maßgenau angepasst


„Diese neue Technik ist zukunftsweisend“, sagt Privatdozent Dr. med. habil. Johannes Beckmann, Chefarzt der Orthopädie. „Wie gut ein Knie nach der operativen Behandlung funktioniert, hängt von der Erfahrung des Chirurgen und vom verwendeten Knieimplantat ab. Mit einem individuell angepassten und für den Patienten maßgeschneiderten Knieimplantat kann Knochen erhalten werden und die ursprüngliche Situation besser rekonstruiert werden als mit standardisierten Prothesen.“ Die Bilder werden per Internet nach Boston (USA) geschickt, wo ein Computer die perfekte, individuelle Knie-Prothese für den Patienten errechnet. Innerhalb von 24 Stunden druckt ein 3D-Drucker das neue Knie aus Nylon-Verbundstoff mit den passenden Schnittschablonen für die Operation aus. Fünf Wochen nach der ersten Diagnose bekommt die Klinik das ausgedruckte Knie-Set. Dies umfasst 15 Teile inklusive Instrumente und Probegelenk. „Das Knieimplantat und der Knochen des Patienten passen also bereits vor Beginn der Operation perfekt zueinander, wodurch weniger Knochenmaterial entfernt werden muss. Ein weiterer Vorteil sei, dass bei der computergestützten Anfertigung dieser patientenindividuellen Knieimplantate auch die mechanische Beziehung zur Hüfte und zum Sprunggelenk mit einbezogen wird. „Dadurch kann ich die Kniegelenke ganz natürlich ausrichten und erziele eine bessere Funktion“, erklärt Dr. Beckmann. Die Vorteile für die Patienten: kürzere Operationszeit, schnellere Bewegungsfähigkeit und weniger Schmerzen dank der deutlich geringeren Knochenresektion während der OP.
Erfunden wurde das Verfahren übrigens von einem Radiologen aus dem Ruhrgebiet: Prof. Dr. Philipp Lang, früher tätig am St. Josefs-Hospital in Bochum, hat die Technik an der Harvard-Universität entwickelt.


Patientenveranstaltung am 09. Juli 2014: Das maßgeschneiderte/individuelle Kniegelenk
Sie möchten mehr erfahren über patientenindividuelle Knieimplantate und Behandlungsmöglichkeiten bei Kniearthrose? Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Patienteninformationsveranstaltung „Das maßgeschneiderte/individuelle Kniegelenk“. Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Beckmann erläutert die operative Behandlung der Arthrose, Möglichkeiten der Individualendoprothetik sowie den erfolgreichen Weg zurück in einen schmerzfreien Alltag.

Zeit: 09. Juni 2014, 18.00 – 19:30 Uhr
Ort: Cafeteria Sportklinik, 4. OG
+++ Eine Anmeldung ist nicht erforderlich! +++
Sportklinik Stuttgart GmbH
Taubenheimstr. 8
70372 Stuttgart
Tel. +49 (0) 711 5535-0
Fax +49 (0) 711 5535-300
info@sportklinik-stuttgart.de
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