Handballstars hautnah erlebt

Das Foto zeigt den Nationalspieler Stefan Kneer mit dem Linksaußen der HSG Wetzlar Fabian Kraft und die männl. Jugend E der Handballabteilung des TSV Eintracht Stadtallendorf.
Die männliche E-Jugend des TSV Eintracht Stadtallendorf war am Dienstag Einlaufmannschaft und brachte den Spielern der HSG Wetzlar gegen den THW Kiel Glück.
Die acht- und neunjährigen Jungen um das Trainerteam Patrick Bromm, Phillip Behler, Alexander Fritzler und Noah Schwarzer, wurden vor zwei Wochen ausgewählt und durften zum ersten Mal in der Handballgeschichte den TSV Eintracht Stadtallendorf als Einlaufmannschaft ihren Verein repräsentieren.
Für die jungen Handballer war dies eine große Sache, die sie schon Tage vorher kaum richtig schlafen ließ und einige gingen noch kurz vorher zum Frisör, um neben den „Stars“ zu glänzen.
Am Dienstag wurden die fünfzehn Jungen und ihre Trainer eine Stunde vor Spielbeginn am Rolltor der Rittalarena Wetzlar in Empfang genommen. Für 12 der 15 Kinder war es gleichzeitig der erste Besuch eines Bundesligaspieles und die Aufregung war körperlich zu spüren. Sie bekamen eine eigene Kabine zugewiesen und konnten dort, die eigens für sie bereit gestellten Einlauf-T-Shirts anziehen, bevor sie zu einem Rundgang durch die Halle abgeholt wurden. Auf dem Weg sahen sie den VIP-Bereich und die Sprecherkabine und trafen zur Freude auch „Karlchen – den Biber“ das Maskottchen der HSG Wetzlar, mit dem die ersten Erinnerungsfotos gemacht wurden. Anschließend war noch etwas Zeit die Handballstars, wie Nationalspieler Stefan Kneer, Jannik Kohlbacher, Patrick Wiencek oder Andreas Wolff, beim Aufwärmen zu beobachten. Dann wurde es ernst und die Kinder warteten im Einlaufbereich auf ihren großen Auftritt. Jeder HSG- Spieler nahm einen kleinen Eintrachtler an die Hand und lief nach Namensnennung unter großem Applaus und mit Lichtshow aufs Spielfeld. Nach diesem kurzen, aber intensiven Auftritt,, liefen die Stadtallendorfer zu ihren reservierten Plätzen und konnten ein grandioses Spiel aus erster Reihe beobachten. Zum Anfeuern ihres Teams bekamen die Zuschauer sogenannte „Klatschpappen“, die die Lautstärke des Klatschens verstärkten. Und diese kamen schon beim ersten Angriff und der 1:0 Führung zum Einsatz. Beim 3:0 und einem gehaltenen 7m, kochte die Stimmung bereits zu Beginn der Partie in der gut besuchten Arena hoch. Jedes Tor für die Heimmannschaft wurde frenetisch von den Zuschauern gefeiert und besonders der neue Wetzlarer Keeper Benjamin Buric war maßgeblich für die 15:10 Halbzeitführung verantwortlich.
Nichthandballern sei an dieser Stelle erklärt, dass es sich beim THW Kiel um eine Handballmacht, vergleichbar mit dem FC Bayern München beim deutschen Fußball, handelt und diese bereits 20 mal die deutsche Handballmeisterschaft geholt haben. 30 von 36 Begegnungen mit der HSG haben sie mit Sieg und drei mit Unentschieden beendet, nur drei Mal hatten sie das Nachsehen gegen Wetzlar. Der letzte Sieg der HSG lag dabei schon 14 Jahre zurück und war im Oktober 2002. Umso erstaunlicher war es für viele, dass die HSG Wetzlar als David, ihren Goliath den THW Kiel bis zum Ende auf Abstand halten und das Match mit 27:24 für sich entscheiden konnten. Die Spieler feierten dementsprechend anschließend ausgelassen mit ihren großen und kleinen Fans und der Stadtallendorfer Nachwuchs holte sich reichlich Autogramme und Fotos mit seinen Idolen, bevor man erschöpft, aber glücklich den Heimweg antrat.
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