Zahngesundes Osterfest? - Kein Problem!

Frohe, zahngesunde Ostern! (Foto: 123RF / Jonathan Kershaw über LZKH)

Wer richtig nascht, nascht ohne Reue: Expertentipps vom Zahnarzt

Frankfurt, 02.04.2015. Sie gehören zu unserem Bild vom Osterhasen wie die langen Ohren: Zwei strahlend weiße, große Frontzähne. Obwohl die Symbolfigur des Osterfests auf den meisten Darstellungen beim Lächeln Zähne zeigt, ist nicht alles, was dem Kinderglauben nach, vom Osterhasen gebracht wird, der Gesundheit der Zähne förderlich.

Zu Ostern 2015 stellt die Landeszahnärztekammer Hessen daher die wichtigsten Tipps für ein zahnfreundliches Osterfest zusammen.

Lieber ein großes als viele kleine Schokoeier

Wenn es um die Zahngesundheit der Naschkatzen geht, gilt die Devise, den Appetit auf Süßes lieber mit nur einer Portion zu stillen. Gerade die vielen kleinen österlichen Spezialitäten verführen dazu, immer wieder zuzugreifen. Diese verteilten Zuckerimpulse erhöhen jedoch das Kariesrisiko, da der Speichel die kariesfördernden Säuren nicht mehr vollständig neutralisieren kann, die beim Verzehr von Zucker im Mund entstehen. Eltern und Großeltern sollten hierauf schon beim Befüllen der Nester achten. - Ganz egal, wie groß die Schokoportion war: Die Zahnbürste sollte nach dem Genuss in jedem Fall zum Einsatz kommen.

Zahnfreundlich und lecker: Österliche Süßigkeiten mit dem Zahnmännchen

Zahnfreundliche Süßigkeiten sind nicht zuckerfrei. Die Schokoladen und Bon- bons sind ebenso süß wie herkömmliche Süßwaren, nur mit dem Unterschied, dass die verwendeten sogenannten Zuckeraustauschstoffe (Zuckerersatz) den Zähnen keinen Schaden zufügen. Dies liegt daran, dass die Karies erzeugenden Bakterien diese Zuckerersatzstoffe nicht verstoffwechseln können, weshalb auch keine zahnschädigenden Säuren entstehen. Zuckeraustauschstoffe sind jedoch nicht mit Süßstoffen zu verwechseln, weiß Dr. Antje Köster- Schmidt vom Vorstand der Landeszahnärztekammer Hessen: „Süßstoffe mit ihrer hochintensiven Süßungskraft sind mit Ausnahme von Produkten wie Stevia synthetisch hergestellt. Zuckeraustauschstoffe werden hingegen aus Malzzucker, Stärke, Rübenzucker oder Mais gewonnen und sind somit natürlichen Ursprungs. Sie sind nicht kalorienfrei, aber im Vergleich mit Haushaltszucker um etwa 40 Prozent kalorienärmer. Die spezielle Struktur dieser Stoffe macht es den Karies erzeugenden Bakterien in der Mundhöhle nahezu unmöglich, sie umzuwandeln. Xylit hat darüber hinaus den Effekt, dass es das Wachstum bestimmter Bakterien hemmt und somit eine nachweislich Karies reduzierende Wirkung hat. Zuckeraustauschstoffe sind gesundheitlich unbedenklich, können jedoch beim Verzehr größerer Mengen abführend wirken“. Die zahngesunden Süßwaren mit dem Zahnmännchen gibt es in vielen Geschäften oder bei speziellen Shops im Internet (bspw.www.zahnfreundchen.de).

Salz auf dem Ei hilft den Zähnen nebenbei

Hart gekocht, gefärbt oder liebevoll bemalt gehören die Eier zu Ostern wie der Hase. Ohne eine Prise Salz ist das Hühnerei jedoch nur halb so lecker. Wer sein Osterei mit fluoridiertem Speisesalz würzt, schützt dabei auch die Zähne, denn das Fluorid wirkt direkt beim Verzehr auf den Zahnschmelz und im Zuge der Verdauung ein weiteres Mal über den Blutkreislauf gleich dreifach positiv: Die Entkalkung des Zahnschmelzes wird gehemmt und aus dem Schmelz herausgelöste Mineralien werden neuerlich zugeführt; dazu kommt als Drittes die antibakterielle Wirkung der Fluoride.
Die Landeszahnärztekammer wünscht frohe und zahngesunde Ostern!
Informationen zu Zahngesundheit und Ernährung: www.lzkh.de.
Kostenlose Patientenberatung: 069 427275-169

Kontakt:
Landeszahnärztekammer Hessen
Veit Justus Rollmann Rhonestr. 4,
60528 Frankfurt
069 427275-116
E-Mail: rollmann@lzkh.de Internet: www.lzkh.de
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