Weltdiabetestag 2013: Parodontitis und Zuckerkrankheit - ein Teufelskreis

(Foto: Initiative proDente e.V.)

Wechselwirkungen von Entzündungen des Zahnhalteapparats und Diabetes gravierend



Frankfurt, 13. November 2013. Während Insulinzufuhr und weitergehende Versorgung mit Medikamenten bei fast allen Diabetikern ärztlich eingestellt sind und der Diätplan befolgt wird, zeigt sich hinsichtlich der problematischen Wechselwirkung von Erkrankungen des Zahnhalteapparats Parodontalerkrankungen) und Diabetes noch häufig Unkenntnis, die im schlimmsten Fall zum vorzeitigen Verlust der Zähne führen kann.

Aus diesem Grund weist die Landeszahnärztekammer Hessen anlässlich des weltweiten Diabetestags am 14. November auf diese wechselseitige Beeinflussung hin und gibt Hinweise für den richtigen Umgang mit den genannten Krankheitsbildern.

Einerseits verschlimmert unbehandelte Parodontitis den Diabetes, da die Entzündungsherde im Mundraum die Insulinresistenz der Zellen erhöhen und auf diese Weise dazu beitragen, die Blutzuckerwerte zu verschlechtern. Andererseits ist das Risiko einer Zahnbettentzündung (Parodontitis) bei Diabetikern deutlich (bis zu dreimal) höher als bei Menschen ohne Zuckerkrankheit. Auch der Verlauf der Parodontitis ist bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus schwieriger und der Heilungsprozess gegenüber anderen Betroffenen verlangsamt.

„Für alle an Diabetes Erkrankten gibt es für die Mundgesundheit eine oberste Direktive. Diese lautet: Rückhaltlose Offenheit gegenüber dem behandelnden Zahnarzt. Nur wenn der Zahnarztpraxis alle Fakten zu aktuellem Gesundheitszustand, Ernährungsplan und verabreichten Medikamenten bekannt sind, kann der Hauszahnarzt mit seinem Team die im jeweiligen Einzelfall optimale Therapie einleiten und entsprechende Empfehlungen für die Prophylaxe geben“, erläutert Dr. Wolfgang Klenner, Vizepräsident der Landeszahnärztekammer Hessen.

Eine weitere dringende Empfehlung an alle Diabetiker lautet, die regelmäßige zahnärztliche Untersuchung zur Kontrolle besonders ernst zu nehmen, damit etwaige Verschlechterungen des Mundgesundheitszustands erkannt und rechtzeitig effektive Gegenmaßnahmen im Interesse der Allgemeingesundheit eingeleitet werden können.

Die Patientenberatungsstelle der Landeszahnärztekammer Hessen beantwortet unter der Hotline 069 427 275 169 Fragen rund um Ernährung und Zahngesundheit. Viele wertvolle Ratschläge finden Patientinnen und Patienten auf der Internetseite der LZKH (www.lzkh.de).


Neben dem Welt-AIDS-Tag ist der Welt-Diabetes-Tag seit Dezember 2006 der zweite offizielle einer Krankheit gewidmete Tag der Vereinten Nationen.

Kontakt:
Landeszahnärztekammer Hessen
Veit Justus Rollmann
Rhonestr. 4,
60528 Frankfurt
069 427275-116
E-Mail: rollmann@lzkh.de
Internet: www.lzkh.de
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Sören-Helge Zaschke aus Stadtallendorf | 15.11.2013 | 21:02  
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