Spielen, singen, putzen

Die freundliche Zahnputzhexe IRMA ist die Leitfigur der hessischen Gruppenprophylaxe (Foto: Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege in Hessen)
 
IRMA zaubert mit den Kindern in der Gruppenprophylaxe blitzsaubere Zähne (Foto: Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Hessen)

Die Gruppenprophylaxe ist eine der erfolgreichsten Maßnahmen der Zahnvorsorge: In Kitas und Schulen lernen die Kinder gemeinsam,
warum Zahnpflege so wichtig ist – und wie man richtig putzt.

„Hin und her, hin und her, Zähneputzen ist nicht schwer“ – Kinder lernen am besten spielerisch. Mit Liedern, Handpuppen, Bilderbüchern und spannenden Geschichten. Wie zum Beispiel der von der kleinen Zahnputzhexe Irma: Die Leitfigur der hessischen Gruppenprophylaxe unterstützt die „Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege in Hessen“ bei der kindgerechten Aufklärung übers Zähneputzen in den Kindertagesstätten. Irma tritt zwar nur in Hessen auf. Die Gruppenprophylaxe aber gibt es in ganz Deutschland – getragen von den Landesarbeitsgemeinschaften für Jugendzahnpflege. In ihnen haben sich in jedem Bundesland Zahnärzte in freier Praxis, die zahnärztlichen Teams der Gesundheitsämter und die gesetzlichen Krankenkassen zusammengetan,
um die Zahngesundheit der Kinder zu fördern. Im Rahmen der Gruppenprophylaxe werden die Kinder in den Kindertagesstätten und Grundschulen zu zahngesundem Verhalten motiviert. In der Gruppe wird das Zähneputzen zu einem echten Erlebnis! Daneben erfahren die Jungen und Mädchen in Theorie und Praxis alles, was für eine lebenslange Zahngesundheit unverzichtbar und förderlich ist: Da wird gespielt, gebastelt und gesungen, das Zähneputzen geübt, die Kinder machen erste Erfahrungen beim Untersuchen der eigenen Zähne und besichtigen Zahnarztpraxen.

Der Zahnarzt als Freund und Helfer



Die Maßnahmen der Gruppenprophylaxe finden unter Anleitung von fachkompetenten Zahnärzten sowie dafür qualifiziertem zahnmedizinischem Fachpersonal statt. Bundesweit betreuen mehrere tausend Zahnärztinnen und Zahnärzte – neben ihrem Praxisbetrieb – Kindertagesstätten und Schulen. Dabei klären sie nicht nur auf und zeigen das richtige Zähneputzen, sie führen auch Vorsorgeuntersuchungen durch. Nicht zuletzt bauen sie durch ihren Einsatz Ängste ab und legen den Grundstein für ein positives Verhältnis zum Zahnarzt. Der Erfolg der Gruppenprophylaxe hängt auch davon ab, dass das Erlernte im Alltag umgesetzt wird. Zum Beispiel, indem in der Kita täglich alle Kinder ihre Zähne putzen, unterstützt und begleitet von den Erzieherinnen. Viele Kitas bieten
darüber hinaus ein zahngesundes Frühstück sowie kauintensives Obst und Gemüse als Zwischenmahlzeit an. Die Gruppenprophylaxe wird von den gesetzlichen Krankenkassen, den zahnärztlichen Körperschaften und teilweise auch von den Ländern finanziert. Ihr Erfolg kann sich sehen lassen: So haben in Rheinland-Pfalz inzwischen 55 Prozent der Schulanfänger komplett naturgesunde Milchzähne. Das ist übrigens keine Zauberei: Die Kinder in Rheinland-Pfalz kennen keine Zahnputzhexe. Dafür aber Max Schrubbel – das Maskottchen der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege in Rheinland-Pfalz ist ein Walross.

Quelle dieses Beitrages:
"Lückenlos"
das Patientenmagazin Ihrer Kassenzahnärztlichen Vereinigung

Kontakt:
Jörg Pompetzki
c/o Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen (KZVH)
Lyoner Strasse 21
60528 Frankfurt/Main
Tel. 069/6607421
jpompetzki@kzvh.de
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1 Kommentar
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lothar hofmann aus Marburg | 26.01.2014 | 12:09  
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